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Globalisierung: Demokratie zunehmend von Eliten kontrolliert

Seit der Ausbreitung einer globalisierten Weltwirtschaft fällt es Demokratiebewegungen immer schwerer, sich dem System zu entziehen und eigene Strukturen aufzubauen. Der durch den Freihandel hervorgebrachten Konkurrenz können sich einzelne Staaten immer weniger entziehen.

Nach Meinung des britischen Soziologen Colin Crouch befindet sich die Welt derzeit in einer Postdemokratie, von der auch der Westen betroffen ist. Entscheidende strukturelle Maßnahmen würden immer mehr an undemokratische Behörden wie dem IWF abgegeben.

Ein Beispiel ist die Situation in der Ukraine, in der monatelanger Protest zu keinem wirklichen Systemwechsel führte. So wurden die Eliten unter dem ehemalige Präsident Wiktor Janukowitsch durch eine kleine neue Elite ausgetauscht, ohne wirklicher Beteiligung der Demokratiebewegung des Maidan.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Ukraine, Demokratie, Globalisierung
Quelle: www.woz.ch

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2014 11:14 Uhr von Flugrost
 
+23 | -1
 
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Der grösste Irrglaube unserer Zeit ist der, daß man Demokratie bekommt, wenn man seine Stimme abgibt. In Wahrheit nimmt sie ein anderer und macht damit, was ER will.
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19.03.2014 11:51 Uhr von jschling
 
+5 | -1
 
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naja die Amis haben zum Wohle der neuen Demokratie schon bis Ende letzten Jahres 5Mrd Dollar in der Ukraine versenkt - was darf man dort also für eine "Demokratie" erwarten ?
irrwitzig daran: einzig die Pro-Russland Entscheidung der Krim-Bewohner kann man als demokratisch bezeichnen - und genau das wird wehement bestritten im Westen und ist auf keinen Fall eine Alternative für die Krim :-((
das zeigt deutlich es ging nie um Demokratie für das Volk (was die Krim beinhalten sollte), sondern war ein Putsch finanziert von den Amis und für die Knete hat man natürlich das ganze Land gekauft, nicht nur einen Teil

Pre/Post/Basis-Demokratie hin oder her, eines wird sich nie ändern: wer die Kapelle bezahlt bestimmt auch die Musik !

zur Schweiz: ja denen geht es (noch) gut. Ein Land (nicht alleine, aber halt eines von wenigen) welches Geld aus dem Ausland aufsaugt, kann bei den vorhandenen Geldmengen natürlich eine ganz andere Steuerpolitik fahren und trotzdem sehr gut leben - und hat man genug Ged, reduzieren sich alle anderen Probleme schon deutlich ! Scheinheilig wird dann gesagt "Länder wie Deutschland müssen ihre Steuerprobleme selber in den Griff bekommen" während man alles dafür tut den aktuellen Standard aufrechtrecht zu erhalten (dem Schweizer ist das Bankgeheimnis heilig und wenn ich Schweizer wär würde ich das auch so sehen *g* schliesslich lebt man als Millionärs-Discounterland sehr gut). Vielleicht haben sie auch nicht unrecht, wenn ich was zu melden hätte würden wir das Problem lösen, dann gäbe es keine offene Grenze zur Schweiz, dann gäbe es nicht mal mehr +41 via Telefon - und dann würde sich zeigen wer am längeren Hebel sitzt. Unglückerlicher Weise haben wir hierzulande ja keine echte Demokratie, die wichtigen Entscheidungen werden von Leuten getroffen, die mit der aktuellen Situation mehr als zufrieden sind :-((
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19.03.2014 12:19 Uhr von HateDept
 
+2 | -3
 
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die einzige sinnvolle Demokratieform ist eine soziale Demokratie. Die Herschenden tun _alles_ dafür, die Entstehung einer solchen zu unterbinden - erfolgreich, schon mindestens seit der französischen Revolution.
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19.03.2014 13:00 Uhr von ghostinside
 
+1 | -3
 
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Boarrr wie mir diese Schweizhudelei auf den Sack geht. Nur weil man einmal in seinem Leben seine Stimme direkt abgeben darf und sich freut, dass ein paar faule Ausländer draussen bleiben, ist die Schweiz genauso von Eliten durchsetzt, wie jeder andere Staat auch. Oder warum schaffen wohl alle ihr Geld auf schweizer Banken? Ist alles wegen der Demokratie, ne?
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19.03.2014 13:03 Uhr von DigitalKeeper
 
+8 | -1
 
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Oh Mann....was für eine "Erkenntnis"!!! Auch schon gemerkt?!?! Bist ja früh dran....

Wir haben schon seit gut 30 Jahren keine "Demokratie" mehr!!!!

Und die Macht liegt auch nicht beim Staat, sondern bei denen, die die Wirtschaft schön sauber und geordnet "durch-diktieren" - nix anderes.

Ich erinnere an die Worte von Helmut Kohl:

"NICHT das Volk entscheidet; WIR entscheiden das!"

Jaja, und so geht das schon seit Jahrzehnten; allerdings wird es auch leicht gemacht:

Die Menschen (gerade die "Nächste Generation") sitzen/hocken nur noch vorm Fernseher, PC, Handy/Smartphone, und verblöden oder sind bereits verblöded.

Es wird nicht nachgefragt; es wird alles hingenommen; es wird nicht hinterfragt - Google weiss alles......ob es stimmt interessiert keinen!

Und wenn die Medien mal wieder Stimmung machen, gehen die Deppen damit auch noch los!

HA - Orson Welles hatte Recht! hähähähähä.....

Und es wird NOCH SCHLIMMER kommen....

Ich schätze mal, wenn die "Eliten" und die "Einsatzkräfte" (welche auch immer) erstmal schön alles kontrollieren in Form von "DU nicht" -> dann wirds noch ein paar Jahre dauern, bis sich Widerstand regt.

Jaja, ist schon dolle.....2500 Jahre Alt, aber immer noch gültig wie eh und je:

"BROT UND SPIELE FÜR´S VOLK"

In diesem Sinne.....immer schön "daddeln" und tun was ANDERE sagen......denn, es ist ja soooooooo BEQUEM UNMÜNDIG ZU SEIN!!!!!

....
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19.03.2014 13:22 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+0 | -1
 
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"Es gibt in der ganzen Welt nur einen einzigen ´fast´ demokratischen Staat und der heißt: Schweiz" (Singjai)
San Marino.
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19.03.2014 15:21 Uhr von zoc
 
+0 | -0
 
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ZITAT:
Es gibt in der ganzen Welt nur einen einzigen "fast" demokratischen Staat und der heißt: Schweiz

Deswegen geht es denen auch wirtschaftlich am besten....
[Zitat Ende]

Nun, in der Tat ist die Schweiz sehr demokratisch, dennoch konservativ und sie sind auch in vielen anderen Dingen fortschrittlich. Dazu zählt sich auch das eine oder andere skandinavische Land (auch Island) ....
ABER ob es denen DESHALB wirtschaftlich so gut geht, halte ich erstmal für eine Vermutung. Ich denke nicht, dass diese Punkte voneinander abhängig sind.
Der Schweiz geht es sicherlich auch wegen der Banken gut und die sind extrem wenig demokratisch.

Zum anderen möchte ich aber auch den sehr kleinen Staat "Bhutan" noch erwähnen. Das sind die mit dem sehr hohen "Bruttonationalglück". Auch in vielen Dingen demokratisch, vernünftig geführt (fürs Volk) und darauf bedacht, dass es dem Volk gut geht.

Aber in der Tat, haben wir hier (egal ob Amiland) in Deutschland nur auf dem Papier eine Demokratie.
Aber noch mehr kranken wir seit mindestens 80 Jahren daran, dass der überwiegende Teil Deutschlands einfach zu blöde für Politik ist. Die Deutschen rannten damals einem Idioten hinterher (wobei ich es für damals ein wenig verstehen kann), heute rennen sie auch einem extrem-schlimmen Hosenanzug hinterher .... genauso blöde.
Die Deutschen sind einfach zu wenig politisch, zu wenig politisch interessiert und fallen permanent auf Propaganda rein. Was soll man von einem Volk erwarten, dem Fußball, Bier, Blödzeitung und Glamour-Blätter wichtiger sind, als alles andere. Hauptsache der Musikantenstadl läuft, das Bier ist rein und der Club gewinnt ... alles andere ist egal. Uns gehts doch gut.
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24.03.2014 06:47 Uhr von Olington
 
+1 | -0
 
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Wir haben uns unser Grab selbst geschaufelt. Die ersten Kanzler waren noch voller Hoffnung dass ein Friedensvertrag zustande kommt, aber spätestens seit der Ära Kohl, war klar das es niemals dazu kommen würde. Man hat sich arrangiert, man hat uns seit Kindesbeinen an belogen, man hat uns systematisch verblödet und nun wird es langsam zeit zu ernten was gesät wurde. Wir sind nichts weiter als ein Land voller Konsumenten, wir sind Konsumjunkies und es ist völlig egal was uns als "Stoff" angeboten wird. Ob VerbödungsTV, Junkfood, Games, Fussball, etc. Wir kümmern uns nicht mehr selbst darum. Wir wurden so (v)erzogen. Die Meinung, ein Einzelner kann nichts ändern wird uns jeden Tag wieder und wieder propagiert und es ist so leicht das zu glauben. Das kleine Rädchen im Getriebe. Aber verdammt, jede Idee, jede politische Bewegung, Alles hat mal mit der Idee eines Einzelnen angefangen, aber wieso sollte ich mein Hirn einschalten, wenn doch alles von unseren Politikern für mich entschieden wird. Haben wir es anders verdient?. Nein, haben wir leider nicht, denn wir lehnen jegliche Verantwortung ab, jegliche Verantwortung die unser mittelbares und unmittelbares Umfeld betreffen werden von "gewählten" Volksvertretern gehändelt. Wir mutieren zu einem Volk von Schafen, bzw die Mutation ist schon fast abgeschlossen. Wenn sich bei dem ein oder anderen mal ein Fünkchen Widerstand regt, wird er sofort mit dem nächsten Bier und der Ausrede, "ich kann sowieso nichts ändern", ersäuft, abgewürgt und im Keime erstickt. Ich gebe keine Zukunftsprognosen ab, denn sonst landet man hier schnell wieder im Topfe der Verschwörungstheoretiker und wird getrollt bis zum umfallen, nur als kleiner Anhaltspunkt von meiner Seite, Wartet ab und trinkt Tee, denn es könnte schlimmer kommen und ich wartete ab, trank Tee und es kam schlimmer ;-)
In diesem Sinne, einen wunderschönen Tag euch allen

[ nachträglich editiert von Olington ]

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