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Zunahme von grundlos befristeten Arbeitsverhältnissen in Deutschland

Befristete Arbeitsverträge sind Standardvorgänge, wenn es darum geht, Saisonarbeiter oder eine Vertretung für schwangere oder kranke Mitarbeitern anzustellen. Man nennt dies eine "Befristung mit Sachgrund".

Neue Daten der Bundesagentur für Arbeit haben ergeben, dass inzwischen jeder zweite Mitarbeiter befristet eingestellt wird, ohne dass ein Sachgrund vorliegt. Zum Vergleich: 2001 gab es 550.000 Befristungen ohne Sachgrund, 2013 waren es schon 1,3 Millionen.

Experten sehen darin einen Trend, unbefristete Arbeitsverhältnisse immer mehr in befristete umzuwandeln und fordern ein Verbot der sachgrundlosen Befristung. Dieses Verbot könnte sich aber auch kontraproduktiv auf den Arbeitsmarkt auswirken.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Arbeitsmarkt, Arbeitsvertrag
Quelle: www.huffingtonpost.de

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17.03.2014 19:03 Uhr von Pils28
 
+7 | -2
 
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"Könnte" Aussagen sind meist substanzloses Geschwätz. Befristete Verträge sind ein Mittel das Rissiko der Einstellung zu verringern, die das Gesetz erlaubt. Daher wird das Mittel meist bis an die Grenzen ausgereizt. Die meisten Azubis werden das kennen, dass man erst zwei Zeitverträge bekommt, bis man endgültig übernommen wird. Richtig ist es nicht, aber legal.
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17.03.2014 20:08 Uhr von HumancentiPad
 
+3 | -1
 
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"Experten sehen darin einen Trend...."
Das ist kein Trend sondern alltägliche Realität!
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17.03.2014 21:19 Uhr von majorpain
 
+1 | -0
 
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Na dann gehen sie wieder mehr auf Zeitarbeit für 8,19€ die Stunde ob das besser ist.
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17.03.2014 21:45 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -3
 
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Ich schätze mal bei meiner Firma sind 10-15 % befristet. Es ist fast Standard (außer in bei Stellen die schwer zu besetzen sind) diese erstmal auf 2 Jahre zu befristen.

Ich halte dies nicht grundsätzlich für falsch. Denn wie soll man sonst auf einen Einahmeneinbruch reagieren können.

Wir sind Gemeinnützig, machen defacto keinen Gewinn und haben auch keine wirklichen Rücklagen. Eine Stelle kostet bei uns 45.000-60.000 Arbeitgeberbrutto. Wenn dann ein Projekt von 4 Angestellten weg fällt, müssen diese schnell auf anderen untergebracht werden (deren Verträge zeitnah auslaufen). Wenn man diese Spielräume nicht hätte, würde man auf 220.000 € im Jahr sitzen bleiben und dies gefährdet dann die gesamte Organisation.
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17.03.2014 22:05 Uhr von spliff.Richards
 
+2 | -3
 
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Es ist zum Kotzen, überall wo etwas für die Rechte der Arbeitnehmer getan werden soll, kommt gleich der Nebensatz, dass es ja schlecht für die Wirtschaft sei (Propaganda).
Hat denen eigentlich mal einer erklärt, dass es ohne Arbeitnehmer keine Wirtschaft gibt? Nicht? Dann wirds Zeit...

[ nachträglich editiert von spliff.Richards ]
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18.03.2014 12:09 Uhr von PakToh
 
+1 | -0
 
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@Bud_Bundy Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen, denn für solche Fälle gibt es "betriebsbedingte Kündigungungen" für die dann auch keine Abfindung gezahlt werden müssen. Und sollte man einen neuen Auftrag kriegen kann/müsste man dem vor kurzem Gekündigten anbieten ihn wieder einzustellen (weil sonst die Wiedereinstellungsklage drohen könnte, was aber in diesem Falle für den Arbeitgeber kein Problem sein sollte, denn er hätte direkt einen eingearbeiteten Mitarbeiter von dem er weiss was er an ihm hat).

Und für alle die das ansosnten gut finden: Wenns darum geht zu sehen, ob jemand ins Unternehmen passt oder wie jemand arbeitet, so reichen die 6 Moante Probezeit ja wohl aus, wer in der Zeit gut ist bleibt es auch, wer da Murks ist, der muss gehen und wenn man sich danach als Vorgesetzter unsicher ist würde ich im Zweifelsfall den Mitarbeiter gehen lassen (weil er mich nicht endgültig überzeugt hat) oder das Risiko eingehen, wenn ich der Meinung bin "der braucht nur noch was Zeit".

Hier geht es einzig und Allein darum, Druck auf die Mitarbeiter aufzubauen und gerade in Branchen mit vielen Potentiellen Arbeitnehmern dem Einzelnen klar zu machen, dass er 150% zu geben hat oder aber die Verlängerung nciht schafft und im Endeffekt schaffen sie sie nciht einmal, wenn sie 200% geben und in den Burnout rennen würden, denn am Ende wird raus geschmissen und neu eingestellt, um den Kündigungsschutz auszuhebeln!
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18.03.2014 14:50 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -1
 
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@PakToh
"Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen, denn für solche Fälle gibt es "betriebsbedingte Kündigungungen" für die dann auch keine Abfindung gezahlt werden müssen. "

Habe ich noch nie ohne Arbeitsgericht erlebt. Es muss nach Sozialplan abgebaut werden, was auch nicht immer ideal ist.
Ich bin seit 15 Jahren bei der gleichen Firma und habe noch keine Kündigung eines unbefristeten Mitarbeiters erlebt. Bei den beiden Firmen vorher, immer nur über Abfindung.

Bei uns werden nach 2-4 Jahren die meisten entfristet.

Wen das mit den betriebsbedingten so einfach wäre, dann wären unbefristete Verträge auch wenig wert.
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18.03.2014 21:33 Uhr von _genervt_
 
+0 | -1
 
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Kein Wunder das sich da so mancher Arbeitsloser sagt, da bleibe ich doch lieber zu hause, das bin ich ja in ein paar Wochen sowieso wieder.
Nicht viele lassen sich auf den Zufall ein, vielleicht werde ich ja doch ganz übernommen.

[ nachträglich editiert von _genervt_ ]

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