17.03.14 17:12 Uhr
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Russland: Sanktionen treffen labile Wirtschaft

Der russische Vize-Wirtschaftsminister Sergej Beljakow gab nun erstmals zu, dass die russische Wirtschaft in Schwierigkeiten stecke. Demnach gehen Fachleute davon aus, dass das Land im Zuge der Krim-Krise und der Sanktionen in eine Rezession abdriften könnte.

Aktuell gehe man theoretisch sogar von Zuständen wie im Iran aus, schrieb die Wirtschaftszeitung "Wedomosti", welche zuvor zu schweren wirtschaftlichen Problemen und Inflation in dem Land geführt hatten. Im Vorfeld hatten Experten vor einem hohen Preis gewarnt, wenn Russland die Krim annektiert.

In den letzten Tagen hatte der russische Rubel und der russische Aktienmarkt bereits spürbar nachgegeben und Konjunkturprognosen wurden gesenkt. Russland selbst benötigt das Geld des Westens, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Ausbleiben hätte fatale Folgen für die Wirtschaft des Landes.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Russland, Ökonomie
Quelle: www.n-tv.de

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17.03.2014 17:12 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -9
 
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Putin hat, wie so oft, einfach zu kurz gedacht. Mal ganz ab davon wie man zur Übernahme der Krim steht, wird Russland dafür einen extrem hohen Preis bezahlen. Schaut man sich allein die Entwicklung des Rubels an, dann findet in Russland aktuell eine massive Entwertung statt. Schon jetzt bringen Geschäfte mit dem Westen merklich weniger Geld ein, da der Rubel kaum mit anderen Währungen konkurrieren kann. Die Sanktionen dürften vor allem die Wirtschaft treffen, Putins Achillesferse.
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17.03.2014 17:49 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -6
 
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"Russland sollte die Gaspreise verdoppeln..."

Das können sie durchaus tun, aber schon jetzt wird sich die EU nach neuen Partnern bei der Gas- und Öllieferung umsehen. Da sich Russland als unverlässlich erwiesen hat, und die nächste Krise wahrscheinlich nicht auf sich warten lässt, bleibt auch gar keine andere Option. Dann muss man andere Mittel statt Gas und Öl finden, oder andere Vertragspartner. Ist ja nicht so, dass Russland alleiniger Anbieter wäre.

So oder so wird Russland am Ende das Nachsehen haben, denn an wen wollen sie ihre Rohstoffe sonst verkaufen? Gute 80% davon gehen in den Westen. Ich bezweifle, dass die Chinesen all das haben wollen, denn auch die wissen wie verlässlich Russland als Wirtschaftspartner ist. Da Russland aber sonst wirtschaftlich nicht viel zu bieten hat, wird es vor allem Putin und seine Bagage treffen. Und spätestens, wenn die Oligarchen merken, dass es an den eigenen Geldbeutel geht, wird auch Putin nicht mehr schalten und walten können wie er will.

Es steht außer Frage, dass es auch uns treffen wird, aber den wirklichen Schaden wird Russland haben. Sei es nun das schon jetzt niedrige Ansehen, oder der wirtschaftliche Schaden. Russland braucht die westlichen Handelspartner. Mit wem sollen sie sonst handeln? Vor allem mit den Handelswaren die sie haben?
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17.03.2014 18:16 Uhr von Werner36
 
+5 | -2
 
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soll sich die EU halt neue partner suchen aber ob sie das auch zu annehmbaren preisen schaffen? und überhauot: bulgarien hat als EU partner eh schon gesagt, dass sie eine russland sanktion nicht mitmachen werden und da wird es vermutlich noch weitere eu staaten geben

du sagst 80% geht in den westen. welcher anderer anbieter soll diese 80% denn beschaffen? selbst wenn sie mehrere anbieter nehmen wird das nicht klappen und zu den dann überzogenen preisen eh nicht und dann vorallem direkt ohne unterbrechung.

öl und gas ist auch nicht das einzige was die russen haben. russland ist genrell eine große rohstoffkammer. wenn die russen einfach stop sagen, was denkst du wie schnell die preise für all diese rohstoffe steigen werden.

auch für die russen wird das schmerzhaft sein aber die meisten russen könnten wohl wegen der UDSSR-Zeit eher auf den luxus verzichten als die westler

es bleibt abzuwarten wie sich das alles entwickeln wird, aber dieses russland gebashe gegen die wirtschaft etc finde ich mehr als einseitig, denn auch die westlichen firmen sind auf stabile rohstoffpreise usw angewiesen

[ nachträglich editiert von Werner36 ]
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17.03.2014 18:19 Uhr von einerwirdswissen
 
+1 | -1
 
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Das mit dem Verfall des Rubels habe ich doch richtig verstanden,oder?
http://www.finanzen.net/...
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17.03.2014 18:38 Uhr von Bildungsminister
 
+1 | -4
 
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@einerwirdswissen

Dir ist aber schon klar, dass du die Chart anders rum lesen musst, oder? Desto mehr Rubel man für einen Euro ausgeben muss, desto niedriger ist der eigentlich Wert der Währung.

Während man also noch am 18.03. einen Euro für knappe 40 Rubel bekommen hat, muss man heute bereits 52 Rubel hinblättern. Das macht Importe durch die Russen aus der Eurozone extrem teuer, und schmälert den Gewinn eigener Verkäufe.

Der Wahrheit genüge tut man natürlich damit, dass dadurch Verkäufe nach Russland zwar lukrativer werden, aber Wertverlust senkt auch die Kauflaune. Außerdem wird es für die vielen ausländischen Firmen in Russland extrem schwer.

Wegen dem Öl und Gas sollte man sich wohl kaum Sorgen machen. Mal davon ab, dass an den großen Lieferanten mittlerweile europäische Unternehmen beteiligt sind, z.B. BP mit über 18% an Rosneft, hat eben auch Russland großes Interesse seine Rohstoffe loszuwerden. Das funktioniert nur gegenseitig. Stoppt Russland die Lieferung macht es auch keine Gewinne mehr, so einfach ist das. Es partizipieren also beide Seiten, und beiden Seiten schadet es.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]

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