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Hoeneß-Urteil: Staatsanwaltschaft verzichtet auf Revision

28,5 Millionen Euro soll Uli Hoeneß an Steuern dem deutschen Staat vorenthalten haben, dies wurde vom Gericht mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten bestraft (ShortNews berichtete).

Der ehemalige Bayern-Präsident akzeptierte das Urteil und ging nicht in Revision. Heute erklärte die Staatsanwaltschaft, auch keine Revision gegen das Urteil einzulegen, dadurch entgeht Uli Hoeneß ein möglicherweise härteres Urteil durch den Bundesgerichtshof.

Der 62-Jährige ist von all seinen Posten beim FC Bayern München zurückgetreten und wird aller voraussicht nach in wenigen Wochen zu seiner Haft im Bayerischen Landsberg am Lech antreten.


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WebReporter: valdaora
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Staatsanwaltschaft, Uli Hoeneß, Revision
Quelle: www.bild.de

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17.03.2014 11:31 Uhr von brycer
 
+11 | -6
 
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Da wird Hoeneß aber ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass die Staatsanwaltschaft darauf verzichte noch einmal in dem Haufen herum zu stochern. Wer weiß was die sonst noch alles gefunden hätten.
Nachdem aus den anfänglichen 3,5 Millionen mal ganz schnell 27 Millionen geworden sind würde mich hier gar nichts mehr überraschen.

Selbstanzeige - gut und schön.
Aber dass man erst mit der (ganzen?) Wahrheit heraus rückt, wenn es wirklich hart-auf-hart kommt, das gibt einem schon zu denken.
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17.03.2014 11:36 Uhr von mario_o
 
+7 | -1
 
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Da kann man nur hoffen, dass der Stern jetzt die wirklich Interessanten Neuigkeiten an die Öffentlichkeit bringt. Die Zahlen sprechen eindeutig gegen H., ich vermute es handelt sich eher um ein Korruptionskonto, das in Verbindung mit Dreyfus und Adidas steht, als ein Devisenkonto. Um aus 3,5 Mio Startkapital, deren Herkunft unbekannt ist, 20 Mio und letztendlich 150 Mio zu machen, müsste man schon ein wahrer Börsenstar sein...
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17.03.2014 11:50 Uhr von langweiler48
 
+4 | -3
 
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Hier, oder in anderen Berichten, wird immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass der BGH in Karlsruhe an dem Urteil etwas ändern könnte. Dem ist aber nicht so. Der BGH kann nur Verfahrensfehler des Prozesses feststellen und somit das Urteil verwerfen und an das Gericht zurückgeben, das dann eine neue Beweisaufnahme und anhand neuer Erkenntnisse ein anderes Urteil fällen könnte. Entweder zu Gunsten oder zu Ungunsten des Angeklagten.

Wenn nun Hoeneß entgegen seiner Anwälte auf eine Revision verzichtet, lässt mich vermuten, dass er noch andere Leichen im Keller liegen hat, die ihm zum Verhängnis werden könnten.
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17.03.2014 12:12 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -2
 
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"Das Gericht ist zwar hinter unserem Antrag zurückgeblieben, hat aber vertretbare Erwägungen angestellt. Die Rechtslage ist so, dass eine Revision nur dann vorgesehen ist, wenn das Urteil in einem offensichtlichen Missverhältnis zur Schuld steht. Das ist aber nicht der Fall. Die Begründung des Urteils ist in sich plausibel"

Staatsanwaltschaft München II
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17.03.2014 12:59 Uhr von einerwirdswissen
 
+0 | -2
 
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Ich bin kein Fan von den Bayern und Hoeneß.
Eine Revision beider Seiten hätte für jede nach hinten los gehen können. Zum einem hätte er auf Grund seiner Selbstanzeige mit Bewährung davon kommen können,bzw. die Staatsanwaltschaft findet noch andere fragwürdige Dinge über ihn herraus. Für beide Seiten war das Risiko zu groß.

Wenn er jetzt seine Strafe antritt und mindestens die Hälfte davon ohne "Promibonus" absitzt,rechne ich es ihn hoch an.
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17.03.2014 14:19 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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"Tja, wenn sich alle Steuerexperten und auch Rechtsexperten einig sind, das 3 Jahre und 6 Monate ein zu mildes Strafmaß ist, kann irgendwie bei der ganzen Sache etwas nicht stimmen."

Wie schön, dass "alle Steuerexperten und auch Rechtsexperten" die ganzen Unterlagen zu dem Fall inkl. der Selbstanzeige von Hoeneß gesehen und genau ausgewertet haben, im Gegensatz zu Finanzamt, der Staatsanwaltschaft und dem Richter.
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17.03.2014 16:55 Uhr von derNameIstProgramm
 
+2 | -1
 
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Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf Revision? Die hat bestimmt sehr viel Dreck am Stecken und hat Angst dass dies bei einer Revision herauskommt und Hoeneß freigesprochen wird. Anders ist dies nun wirklich nicht zu erklären!!!
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17.03.2014 22:00 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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"Sorry, aber was für ein Blödsinn !!"

Sei nicht so hart mit dir, so schlimm sind deine Kommentare nun auch wieder nicht.

"Du widersprichst dir selbst"

Echt? Wo?

"den gerade die Staatsanwaltschaft hat ja 5 Jahre und 6 Monate gefordert und da waren schon alle Bonis abgezogen"

Wie praktisch, dass immer noch Richter die Urteile fällen und nicht Staatsanwälte. Deiner Ansicht nach könnten wir uns die Richter wohl sparen, oder noch besser gleich deine "Rechts- und Steuerexperten" die Urteile anhand von "Eckdaten" fällen lassen....

"diese können sehr wohl anhand von Eckdaten eine Angelegenheit einschätzen und beurteilen."

Schätzen, ja, das triffts.
Sie können anhand der wenigen Fakten irgendwas beurteilen, trotzdem sollte es eigentlich logisch sein, dass eine Beurteilung genauer wird, je mehr Informationen vorhanden sind. Und da niemand außer der Finanzbehörden und der Staatsanwaltschaft/Richter die Selbstanzeige gesehen hat, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Außenstehende diese auf Vollständigkeit beurteilen und gleich noch abschätzen können wollen, wie viel oder wenig sie zur Strafminderung beiträgt.

"Aber was lehrt uns das ganze am Rand des Geschehen, man sollte jedenfalls im Milliarden bereich Steuern hinterziehen, um mit einer Höchststrafe rechnen zu können."

Nö, das Ganze lehrt uns, dass einige Pappnasen versuchen, anhand des Betrages die Höchststrafe festzurren wollen, ohne irgendwelche Hintergründe oder strafminderne Fakten zu beachten.
Wenn die 27,5 Mio für die Höchststrafe ausreichend sind, was passiert dann wenn jemand 100 Mio hinterzieht und sich nicht selbst anzeigt und alle Fakten auf den Tisch legt?

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