12.03.14 14:04 Uhr
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Fast alle Veröffentlichungen von Arzneimittelstudien sind manipuliert

Veröffentlichungen klinischer Studien in Fachmagazinen weichen oft vom offiziellen Ergebnis der Studie ab. Details wie die genaue Durchführung der Studie, Dosierung des Medikaments oder Dauer der Einnahme werden von den Autoren offenbar oft beschönigt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler anhand von 96 ausgewählten Studien. Die Wissenschaftler glichen die offiziellen Studienergebnisse auf Datenbank ClinicalTrials.gov mit zugehörigen Veröffentlichungen in renommierten Fachmagazinen ab.

Bei 93 der geprüften Studien fanden sich vom amtlichen Ergebnis abweichende Angaben. Die US-Forscher zweifeln allerdings eher die Glaubwürdigkeit der Studienautoren und der abdruckenden Magazine an als den Wert der Studien.


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WebReporter: scinexx
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Klinik, Glaubwürdigkeit
Quelle: www.scinexx.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2014 14:13 Uhr von knuggels
 
+8 | -0
 
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"Die US-Forscher zweifeln allerdings eher die Glaubwürdigkeit der Studienautoren und der abdruckenden Magazine an als den Wert der Studien."

Ja sicher. Man darf natürlich davon ausgehen, dass alle Arzneimittelstudien immer frei von Interessen sind und immer nur dem Wohl des Menschen dienen.
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12.03.2014 14:30 Uhr von Rychveldir
 
+2 | -0
 
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Was ist denn hier gemeint mit dem offiziellen Ergebnis, wenn nicht die Veröffentlichung in einem Fachmagazin?

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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12.03.2014 14:37 Uhr von scinexx
 
+1 | -0
 
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@Rychveldir:
Entscheidend für die Zulassung eines Arzneimittels ist in den USA das offizielle Studienergebnis, das in der Datenbank ClinicalTrials.gov festgehalten wird.
Die Veröffentlichung in einem Fachmagazin dient der Kommunikation der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fortschritte, die die Studie erbracht hat. Mit dem Zulassungsprozess hat sie wenig zu tun.

[ nachträglich editiert von scinexx ]
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12.03.2014 15:03 Uhr von Knutscher
 
+2 | -0
 
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@scinexx

Du hast vergessen zu erwähnen, das die veröffentlichen Publikationen die sind, die gewünschte und gewollte Ergebnisse ausweisen.

Alles andere Material verschwindet meist in Schubladen.
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12.03.2014 18:10 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -1
 
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Nein, das ist ja unglaublich! (Ironie)
Da kann man ja rein theoretisch davon ausgehen, das man hier nur noch beschissen wird, oder wäre dass zu weit hergeholt?
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12.03.2014 21:07 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+1 | -0
 
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Ist doch schon lange bekannt das die Medien teilweise extrem übertreiben.

Erinnert sich noch jemand an Nitrosamine und Elektro Zigaretten ? Da hat doch auch nicht einer auch nur ansatzweise die Ursprüngliche Studie verstanden bzw. Objektiv wiedergegeben, Hauptsache die E-Zigarette war schädlicher als Rauchen :D
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12.03.2014 21:10 Uhr von Kostello
 
+0 | -0
 
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@Humpelstilzchen
>"Da kann man ja rein theoretisch davon ausgehen, das man hier nur noch beschissen wird, oder wäre dass zu weit hergeholt?"

Das ist eine Unterstellung. Der Artikel sagt das nicht aus und die Bemerkung zielt darauf ab, die Problematik zu verharmlosen.

Man sollte bedenken, dass es keinen Unterschied macht, wenn man im Wald 100 Leuten begegnet und 99 davon waren harmlos. Schützt man sich gegen alle 100, dann tut auch der eine nichts mehr.

Der Arzt muss den Patienten die Wirkungsweise eines Medikamentes verständlich beschreiben und ihm die Einnahme überlassen.
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12.03.2014 21:57 Uhr von Mauzen
 
+0 | -0
 
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@Kostello:
Beschönigung von Studien in solchen "wissenschaftlichen" Magazinen bringt erstmal gar nichts, da die Zulassung von Medikamenten nicht davon abhängt.
Wenn sich dann aber mal der Arzt mit solchen Veröffentlichungen informiert um auf dem neuesten Stand zu sein, und manche Medikamente sind wirksamer und nebenwirkungsärmer als andere, dann wird der Arzt diese natürlich auch eher verschreiben (abgesehen von den Prämien etc was da noch so alles reinspielt).
Und WARUM sollten Magazine sowas beschönigen? Es bringt ihnen selbst nichts, und steht direkt im Widerspruch zum eigentlichen Zweck wissenschaftlich zu informieren. Dass das von den Autoren selbst einfach so gemacht wird ist also ziemlicher Unsinn. Der einzige, dem das was bringt, ist der Hersteller des gepushten Medikaments. Und was heisst das? Die Pharmakerle sorgen anscheinend wie auch immer gerne mal dafür, dass Fachzeitschriften besser von ihnen reden.
Und das macht den ganzen Sinn und Zweck von solchen Zeitschriften nichtig und zieht die Wissenschaft leider ein mal mehr in den Dreck.
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13.03.2014 08:14 Uhr von Rychveldir
 
+0 | -0
 
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"ich weis warum ich auf allerlei Arzneimittel verzichte, und ich lebe immernoch. Teures Placebo bzw. Traubenzucker mehr ist das nicht."

Ich weiß es auch. Du hattest offensichtlich noch nie ein Leiden, das ohne Behandlung lebensbedrohlich war oder du hattest einfach nur Glück. An wieviele Verschwörungstheorien glaubst du sonst noch? AIDS leugnest du ja auch.

@scinexx

Danke für die Antwort.

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