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Effektiver Stundenlohn für Lehrbeauftragte an der Universität: Zwei Euro

Lehrbeauftragte stellen sicher, dass trotz steigender Anzahl an Studenten an den chronisch unterfinanzierten Universitäten ausreichend Lehrveranstaltungen stattfinden.

Dozenten kann man befristet semesterweise engagieren. Pro Unterrichtsstunde erhalten sie beispielweise in Berlin im Schnitt 30 Euro, was deutlich über dem Mindestlohn in Deutschland liegt.

Berücksichtigt man aber alle anfallenden Aufgaben und damit tatsächlich anfallende Arbeitsstunden durch Vorbereitung, Recherchen und Korrekturen liegt der effektive Stundenlohn nur noch bei zwei Euro, wie der emeritierte Politikwissenschaftler der Freien Universität (FU), Peter Grottian ermittelt hat.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Universität, Professor, Stundenlohn, Dozent
Quelle: www.tagesspiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.03.2014 14:53 Uhr von Cevapcici21
 
+17 | -3
 
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Hier sollte man aber wirklich realistische zahlen nennen.

Hochgerechnet auf eine Stunde sind es 40€.
Im Schnitt benötige ich für die Vorbereitung auf eine Unterrichtstunde 3 Std. Es ist ja nicht so als ob es nicht schon entsprechende Quellen geben. Also 4 Std für eine Stunde Arbeit zu je 40€ sind für mich eher 10€ als 2€.

Und hier gehe ich von einem Schnitt aus. Man sammelt eben Quellen fasst zusammen und wenn man ein bisschen mit der Materie vertraut ist, geht das ganze wesentlich schneller.

Diese 2€ "Stundenlohn" sind meiner Meinung nach total aus der Luft gegriffen. Schwachsinn!
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11.03.2014 15:17 Uhr von Bud_Bundyy
 
+3 | -4
 
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Ja der erste Durchgang macht etwas mehr Arbeit.
Ich habe das ein paar Semester nebenbei gemacht.
Es gab 28 € für 45 Minuten, das war okay.

Prüfungen finde ich haben sich nicht gelohnt, so eine mündliche Bachelor Abschlussprüfung fand ich zu Vorbereitungsintensiv. Das würde ich als Lehrbeauftragter nicht mehr machen.
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11.03.2014 15:33 Uhr von Cevapcici21
 
+6 | -1
 
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Ja vor allem wenn man das mehrere Semester macht wirds eben

1. effizienter
2. hat man hier die Unterlagen schon beisammen

Meiner Meinung nach sind diese 2€ total an den Haaren herbeigezogen.
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11.03.2014 15:34 Uhr von xarxes
 
+1 | -0
 
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Unsere Dozenten benutzen teilweise noch die Skripte von vor 14Jahren (Mathevorlesungen z.B.) und ändern nur sehr kleine Teile ab. Hier und dort mal ein Aufgabenbereich gestrichen und dort eine Aufgabe hinzu, aber dass war es auch schon.
Der erste Durchlauf nimmt wirklich viel Zeit in Anspruch, danach aber nicht mehr.
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11.03.2014 15:57 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -0
 
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Ich denke außerdem macht man das nie für das Geld sondern für den Lebenslauf.
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11.03.2014 16:24 Uhr von Jean_Luc_Picard
 
+1 | -0
 
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Da hätte der "emeritierte Politikwissenschaftler" wohl ein paar Semester Mathe-Grundkurs belegen sollen...

Aber in seinem Fachbereich - sprich: Unsinn labern - ist er super!
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11.03.2014 16:24 Uhr von Mauzen
 
+2 | -0
 
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Manche lassen das auch ganz mit der Vorbereitung und holen sich die 30€ realen Stundenlohn, aber dass eine Stunde 14 Stunden Vorbereitung benötigen soll ist ganz einfach Unsinn, solange braucht weder Philosoph noch Experimentalphysiker.
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12.03.2014 07:26 Uhr von saber_
 
+1 | -0
 
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@Mauzen und alle anderen...


eine vorlesung besteht nicht nur aus vorbereitung... auch viel nachbereitung faellt an...


des weiteren gibt es nicht nur statische faecher wie mathe, mechanik und physik wo sich eben nicht so schnell was tut.... da kann man seine skripte schoen wiederverwenden...


aber bei faechern wie politikwissenschaften oder sozialwissenschaften sollten stets hochaktuelle themen behandelt werden... da sollte es dann nicht moeglich sein seine skripte wiederzuverwenden...


2 euro werden zwar etwas uebertrieben sein, aber ich kann mir durchaus vorstellen das es nicht mehr als 5 euro ist...

immerhin fallen bei solchen faechern dann auch eine menge hausarbeiten an die korrigiert werden muessen


das kann man eben alles nicht so mit mathe und physik vergleichen ;)
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12.03.2014 15:40 Uhr von delerium72
 
+0 | -0
 
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@saber_
Wenigstens einer der seinen Kopf noch da hat wo er hingehört.

Die meisten Dozenten sind Freiberuflich tätig, das sollte man nicht vergessen. Für das Beispiel 30 €/h: Vorbereitung, Nachbereitung, Wege-Zeit und diverse Unterrichtsmaterialien müssen von den 30 € abgedeckt werden. Könnte man schon mal von 5 - 10 €/h je nach Unterrichtsfach ausgehen.
Könnte wie gesagt, wenn da nicht noch Steuern und weitere Abgaben wären, wie die nicht zu verachtende Vorsorge wie Krankenversicherung oder die Rente. Die möchte er ja später auch mal bekommen.

Kann sich jeder selber ausrechnen ob er dafür morgens aufstehen würde.

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