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Kommt die 34-Stunden-Woche für ganz Europa?

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück fordert eine Reduktion der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.

Er denkt, dass Deutschlands Produktivität andere europäische Länder mitziehen könnte.

Bei Porsche in Zuffenhausen ist die Wochenarbeitszeit im Vorjahr für alle Beschäftigten aufgrund der gestiegenen Produktivität bei vollem Lohnausgleich um auf 34 Stunden reduziert worden.


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WebReporter: sfmueller27
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Europa, Woche, Porsche, Verringerung, Stundenzahl, Lohnausgleich, Uwe Hück
Quelle: diepresse.com

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10.03.2014 16:43 Uhr von sfmueller27
 
+36 | -2
 
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Es scheint mir eine interessante Vision zu sein. Ob das aber für alle Berufe und Branchen umsetzbar ist, bezweifle ich.
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10.03.2014 16:49 Uhr von 54in7
 
+10 | -8
 
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das könnt sich unser betrieb nicht leisten dann müssten sie noch 3-4 leute einstellen das wär nicht mehr rentabel
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10.03.2014 16:49 Uhr von Karlchenfan
 
+7 | -5
 
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Bei uns nicht.Als damals die 38,5 Std.Woche mit entsprechendem Lohnverzicht eingeführt wurde,war das schon knackig,mittlerweile ist man in meiner Branche schon seit Jahren wieder bei 41,5 Std.,natürlich ohne Lohnausgleich.
Wer kann sich somit also dann eine 34 Std. Woche als Arbeitnehmer unter gleichen Vorzeichen noch leisten?
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10.03.2014 16:55 Uhr von Lucianus
 
+12 | -1
 
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"Ein Entwickler kann entscheiden: Ich nehem die 40-Stunden-Woche", sagte Hück. "Die Produktion kann sagen: Wir nehmen die 34-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich - weil die Akkord arbeiten."


Und das sollte der Entwickler sagen .... weil er gerne 6 Stunden mehr arbeitet für das selbe Gehalt?


Davon ab halte ich eine 4 Tage Woche für Erstrebenswert aber in unserer Wirtschaft für nicht machbar. (Wenn es ein maximal Einkommen für Chef Etagen und/oder Firmen gäbe, dann wäre es machbar)
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10.03.2014 17:10 Uhr von totoz
 
+8 | -1
 
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Ich fände das nicht mehr als Fair. Außerdem ist das Stichwort hier gestiegene Produktivität! Das verstehen hier manche anscheinend nicht. Am Beispiel Porsche bedeutet das, was vorher in 35 Stunden geschafft wurde, wird heute in 34 Stunden geschafft. Die Arbeitszeit wird verkürzt, es gibt aber genauso viel Geld wie vorher.
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10.03.2014 17:11 Uhr von Knutscher
 
+15 | -1
 
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Ein sehr guter und dringend notwendiger Schritt in eine richtige Richtung.
Jedoch werden die Lobbyisten das mit allen Mitteln verhindern.
Da würden ja dann Renditen leiden ..........
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10.03.2014 17:35 Uhr von asianlolihunter
 
+1 | -24
 
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10.03.2014 17:37 Uhr von totoz
 
+15 | -6
 
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@Neu555

aha, du bist also einer von denen, der die Leute lieber länger Arbeiten lässt, nur damit du dein Auto billiger bekommst. Sowas ist echt voll daneben! Wegen Leuten mit dieser Einstellung, gibt es Branchen in denen Dumpinglöhne gezahlt werden! Hauptsache billig! Sowas macht mich krank!

[ nachträglich editiert von totoz ]
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10.03.2014 18:09 Uhr von trabbi601s
 
+2 | -1
 
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??? um 34 Stunden reduziert ???
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10.03.2014 18:10 Uhr von blaupunkt123
 
+1 | -0
 
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Also wenn das kommt, wäre es super.

Dank der Automatisierung in der Technik und auch in den Büros, kann man einfach mehr schaffen und muss nicht die Zeit dann Totschlagen, bis man seine Stunden voll hat.

Und an Arbeits intensiven Tagen wird auch keiner nein zu Mehrleistung sagen.
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10.03.2014 18:15 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -3
 
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Das funktioniert nur bei Firmen, wo die Firma mit ihrem Geld auf der Bank in Aktien jongliert - und mit Import und Export arbeitet.

Aber nicht beim Handwerkerbetrieb Müller & Co, wo Kunden auf die Preise schauen und Aufträge pünktlich fertig sein sollen. Denn der kann im Verhältnis 40Std / 34Std nur noch weniger Aufträge annehmen - und hat weniger Geld.
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10.03.2014 18:55 Uhr von totoz
 
+2 | -3
 
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@Neu555

da gebe ich dir Recht, Nahrungsmittel sind teilweise echt zu billig.
Deswegen esse ich auch z.b. weniger Fleisch, kaufe das dann auch lieber beim Metzger, gebe ein paar Euro mehr aus, habe dafür aber auch besser Qualität.
Was würde aber deiner Meinung nach besser, wenn die Porsche Fahrer weniger für ihr Auto zahlen müssten, was ja deiner Forderung entspricht?
Ich finde die Frage stellt sich eigentlich garnicht, ob man den Gewinn an die Mitarbeiter weitergibt, anstatt an den Kunden, speziell bei Luxusgütern! Das versteht sich von selbst, oder sollte zumindest so sein.
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10.03.2014 19:16 Uhr von Stummerzeuge
 
+6 | -0
 
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Das Problem liegt meiner Meinung nach woanders. Etliche Industriekonzerne könnten die 34 Stunden Woche wohl umsetzen, aber die meisten sind dafür viel zu geldgeil. Sieht man daran dass z.B. bestimmte dieser Konzerne lieber Leiharbeiter beschäftigen, die alle 6 Monate einfach ausgetauscht werden, weil sie sonst zu teuer werden. Dabei wäre genug Arbeit vorhanden um die Guten dieser Leiharbeiter zu übernehmen, aber dann hätten diese ja plötzlich Anspruch auf den internen Tariflohn, der in der Regel 30-40% höher liegt als der von Leiharbeitern. Die Leiharbeiter haben zwar auch andere Tarife in der Industrie und verdienen schon etwas besser als im Handwerk, aber eben zeitlich gestaffelt nach Monatsanzahl. Wie ich oben schon sagte müssen sie deshalb nach 6 Monaten gehen und ein neuer Leiharbeiter kommt. Der fägt natürlich wieder auf der niedrigsten Stufe an. Ich hab das selbst erlebt, obwohl ich mir in dem halben Jahr wirklich den Arsch aufgerissen hab, in der Hoffnung auf eine Übernahme. Das Feedback von Schichtleiter und Gruppenleiter war auch super, aber selbst deren Aussage spielt für die Personalbosse keine Rolle....
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10.03.2014 19:27 Uhr von totoz
 
+1 | -0
 
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@Stummerzeuge

natürlich liegt das auch an der Geldgeilheit der Konzerne, so sieht die traurig Wahrheit aus.
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10.03.2014 21:15 Uhr von ar1234
 
+3 | -0
 
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Tatsache ist, dass es dank moderner Technologie heutzutage möglich ist, mit immer weniger Personal immer mehr zu produzieren. Schon heute werden riesige Lagerhallen und Produktionsstätten mit weniger als 10 Mann betrieben. Den Rest erledigen die Maschinen. Auch die Supermarkt kommen mit immer weniger Personal aus. Wo man früher noch 20 Verkäufer brauchte, brauchts heute nur noch 4 Verkäufer. Wenn die automatischen Kassen umgesetzt werden, dann sinds nur noch 3 Packer, die jeweils halbtags arbeiten.

ABER obwohl wir in der Lage sind immer mehr zu produzieren, werden wir dennoch nicht mehr konsumieren. Ein Fernseher und ein Computer pro Person sind für die meisten nunmal mehr als genug. Da kommt aber das Problem. Eine Person kann schon heute genug arbeiten, um mit den hergestellten Gütern mehrere Personen zu versorgen. Folglich braucht man zur Versorgung von Deutschland nicht mehr alle Arbeitskräfte. Jeder der momentan angestellten Arbeiter wird aber nur mit einem (zumeist auch noch ungenügenden) Gehalt bezahlt. wer nicht gebraucht wird, ist arbeitslos und wird von den sowieso schon meist nicht ausreichenden Gehältern der Arbeitenden mitbezahlt. Das kann nicht ewig so weitergehen. Denn es werden immer weniger Leute benötigt und diese werden immer schlechter bezahlt und müssen immer mehr Arbeitslose mitfinanzieren. Folglich können sie weniger konsumieren, was dazu führt, dass noch weniger Leute benötigt werden. Das führt unweigerlich zu einer Teufelspirale, die unweigerlich in totaler Armut endet, wenn man nicht etwas ändert.

Zur Zeit wird diese Entwicklung durch die Staatsverschuldung gebremst. Der Staat zahlt Geld, damit mehr konsumiert wird (ALG2, Förderungen und Subventionen,...). Das kann der Staat aber nicht ewig tun, da die Kosten immer weiter steigen werden. Sobald der Staat pleite ist und diese Armuts-Bremse aushört zu wirken, gehts steil bergab.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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10.03.2014 22:40 Uhr von TeKILLA100101
 
+0 | -3
 
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ich wüsste mittlerweile gar nicht mehr was ich mit der zeit anfangen sollte... also 45-50 stunden die woche sind schon locker drin zum schuften.

eigentlich echt bitter, aber naja der rubel muss rollen... und bei uns ist nix mit technischem fotschritt, dagegen wehrt sich der chef, weil er denkt, es würden dann mehr fehler passieren O_o versteht außer ihm keiner, aber er zahlt also seine entscheidung...
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10.03.2014 23:05 Uhr von no_trespassing
 
+4 | -1
 
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Dann bieten kleinere Firmen/Selbstständige ihre Leistung für weniger Geld an, weil sie mehr arbeiten und die Firmen verlieren ihre Aufträge.

Porsche ist in einer exponierten Lage, die 95% aller Firmen nicht haben.
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10.03.2014 23:45 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -0
 
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Und wer sich selbständig macht arbeitet plötzlich 80 Stunden die Woche. Nicht weil er geldgeil ist - sondern weil die Aufträge überhand nehmen und die Kunden drohen.
Von befreundeten Firmenberatern weiß ich, dass es nur zwei Extreme (für kleine Firmen) gibt - entweder kaum Arbeit und kurz vor der Pleite - oder soviel Arbeit, dass man sie nicht mehr schafft und keine Freizeit mehr hat.
Etwas dazwischen scheint es nicht zu geben.
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11.03.2014 00:03 Uhr von AMB
 
+1 | -3
 
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Hoffentlich nicht, denn der Mensch braucht immer eine Beschäftigung und heute sind viele viel zu unselbstständig als, daß sie damit klar kämen.
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11.03.2014 00:22 Uhr von StarTrekWarsGate
 
+0 | -0
 
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Und das bringt dann was?
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11.03.2014 00:47 Uhr von Gepunktetes_Kaugummi
 
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Wenn man ein Auto aufgrund des namens mit einer vergleichsweise viel höheren Gewinnspanne verkaufen kann, kann man sich das auch leisten.
Aber erzählt das mal dem kleinen Freundlichem um die Ecke, der jetzt schon Gestöhne vom Kunden bekommt, wie teuer eine Stunde Dienstleistung ist. Von nichts kommt nichts! Dreisatz: 35 Stunden statt 40 macht eine Erhöhung des Stundenlohns um den Faktor 1,14.
Erhöhung der Effizienz ... wie denn? Man kann in einer Stunde nur 60 Minuten arbeiten und nicht 68,5. Wer schneller arbeitet, ist schneller fertig, aber ob ich 5 oder 6 Kunden schaffe, es bleiben immer noch 8 Stunden abrechenbare Arbeitszeit pro Tag.

Wie soll es also funktionieren? Letztendlich geht´s nur über die Erhöhung des Stundensatzes. Wer von Euch macht da mit? Hand hoch!
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11.03.2014 10:02 Uhr von Jlaebbischer
 
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Das wäre doch Nett. Statt 48 Stunden nur nuch 34/Woche.

Und wer versorgt dann die Pferde in der restlichen Zeit?
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12.03.2014 06:14 Uhr von Fomas
 
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So hätten die Menschen vielleicht ein glücklicheres Leben mit mehr Familie, Freizeit und sozialen Kontakten, die Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind. Fehlt dann Arbeitskraft, na und? Soll jemand Zusätzliches eingestellt werden.
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12.03.2014 08:01 Uhr von Chromat
 
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Der gute Mann vom Porsche Betriebsrat hat wohl auch schon den Bezug zur Realität verloren, da er sich überwiegend nur mit Luxusproblemen beschäftigen muss.
Wie kommt er darauf, dass die Produktivität Deutschlands andere Länder mitziehen könnte? Hat sie in der Vergangenheit doch auch nicht getan.
Die Krisenländer würden mit Einführung der 34-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich noch mehr in die Krise geraten, da die Lohnzuwächse in der Vergangenheit schon höher waren als die Produktivitätssteigerungen.
Auch deshalb hat die Wirtschaft dort ein Problem mit der Wettbewerbsfähigkeit.

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