05.03.14 14:39 Uhr
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Die zunehmende Akademisierung ist ein Problem für den deutschen Arbeitsmarkt

Laut Ralph Appel, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), führt die steigende Akademisierung in Deutschland zu einem Fachkräftemangel. Es seien immer mehr Menschen in der Lage Maschinen und Anlagen zu designen, aber immer weniger können diese Maschinen letztendlich auch bauen.

Vergleicht man die letzten drei Monate 2013 mit denen aus 2012, ist ein Anstieg von 20.000 offenen Stellen des sogenannten ersten Arbeitsmarktes zu verzeichnen. Der erste Arbeitsmarkt bezeichnet alle freien Stellen, die ohne Zuschüsse oder Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Fachkräfte werden dringend gesucht und können nicht besetzt werden. Zum Beispiel ist der Fachkräftemangel im Baugewerbe mit über 50 Prozent am Höchsten.


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WebReporter: Digifan
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Problem, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel
Quelle: www.ingenieur.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2014 14:44 Uhr von Bud_Bundyy
 
+8 | -16
 
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Ja für einen Abiturient macht das Studium schon Sinn, die Realschüler sollten in Ausbildung münden und die Hauptschüler gehen verloren.

Darin liegt wohl das Problem.
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05.03.2014 14:55 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+27 | -1
 
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"Die Kindheit früher war eben anders,
wenn ich das so Heute sehe zählt als Schule nur noch das Gymnasium.
Das wird dann auch noch um ein Jahr verkürzt, und die Erwartungshaltung so hoch geschraubt damit die Kinder sich nahtlos in die Leistungsgesellschaft einfügen. Das raubt schon einen Teil der Kindheit, und die Erwartungen und der Leistungsdruck komen weitaus eher als früher.
Kinder fühlen sich auch früher als Versager und das schon beim Erwachsen werden.

Kein Wunder" (Jasemin-Monroe)
http://www.shortnews.de/...
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05.03.2014 14:58 Uhr von Leimy
 
+3 | -5
 
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Ich denke man sollte die Problematik streng nach Branche einteilen. In vielen Branchen fehlt es dem Markt nicht an einfachen Qualifikationen, sondern eben an Akademikern. Dass es auch andersherum sein kann, zeigt hier scheinbar das Baugewerbe. Es sollte nicht pauschalisiert werden.

Außerdem ist schon seit langem bekannt, dass man erstmal laut jammern muss, damit man irgendetwas durchsetzen kann.
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05.03.2014 15:06 Uhr von derSchmu2.0
 
+31 | -4
 
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Blabla...war der Begriff Fachkräftemangel schon mal Unwort des Jahres?
Es gibt nur einen Mangel an billigen Fachkräften, aber keinen allgemeinen Fachkräftemangel.
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05.03.2014 15:08 Uhr von saber_
 
+8 | -1
 
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@Leimy

jain!

das problem sind eher die fehlenden branchen. da kann man eben nichts mehr einteilen!


beispiel: wo ist der unterschied zwischen einem bandarbeiter bei bmw, bei bosch heimwerkzeug und bei einem fensterhersteller? - es gibt keinen! die meisten menschen am band sind kurz eingewiesene personen die nur die schrauben setzen fuer die sie eingewiesen wurden...


schuld daran sind natuerlich die managementebenen und die politik... weil mal ganz ehrlich, wer haette sein auto nicht lieber von mechanikern zusammengebaut anstatt von nem eingewiesenen baecker?



es ist nunmal so das von oben herab alles so idiotensicher gemacht werden muss damit es auch die leute vom band machen koennen (ich will mit dieser aussage keine bandarbeiter schlechtreden!)..

aber im endeffekt ist es nunmal so das man am liebsten ganz auf bandarbeiter verzichten wuerde, die robotik aber noch nicht soweit ist als das man eine vollautomatisierte produktion realisieren koennte...




das ist zwar alles schoen und gut, aber dadurch wird alles unterhalb der "gehobenen" akademikerschicht einfach wegrationalisiert....


kurz gesagt: facharbeiter sind unerwuenscht! sie kosten zuviel und die entwicklungsabteilungen sollten ihre produkte so gestalten das sie auch ohne facharbeiter realisierbar werden
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05.03.2014 15:13 Uhr von kuno14
 
+10 | -2
 
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fachkräftemangel ist zb.im baugewerbe ganz einfach zu beheben.mehr geld und anerkennung.jeder mensch nutzt täglich dessen produkte aber denkt das das niedere arbeiten sind.ist traurig.ps bin vom bau und hab meinen meisterbrief in 3jahren nach der arbeit gemacht.
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05.03.2014 15:18 Uhr von mia_wurscht
 
+15 | -1
 
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also brauchen wir jetzt keine studierten mehr, sondern handwerker mit ausbildung? die leute, die in meinem bekanntenkreis handwerker sind, sind wohl zu blöde um einen job zu finden oder haben einfach keinen bock zu arbeiten...die sitzen nämlich fast ohne ausnahme arbeitslos zu hause.

</sarkasmus off>
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05.03.2014 15:27 Uhr von quade34
 
+4 | -0
 
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Es gibt noch eine weitere Variante des Facharbeitermangels. Das sind die körperlichen Beanspruchungen, denen heute nur noch wenige gewachsen sind. Bei der Bundeswehr, bei Polizei und Feuerwehr werden immer wenigen Bewerber für tauglich befunden. Schwere Arbeit auf dem Bau und in anderen Gewerken sind leider nicht zu vermeiden. Im Büro ist keine Last, ausser des täglichen Stresses zu heben. Nur die Roboter, die die Arbeit machen sollen, müssen ja auch gebaut werden. Von wem denn nun?
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05.03.2014 16:04 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -10
 
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Die Dummheit vieler Azubis (v.a. Hauptschüler) ist teilweise an Sprichwörtlichkeit nicht mehr zu überbieten!
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05.03.2014 16:19 Uhr von silent_warior
 
+3 | -2
 
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Ja klar, heute wird gesagt "werdet Bauarbeiter" und in 5 bis 10 Jahren haben die dann eine Menge Bauarbeiter.

Da ein Ingenieur kurz mal eine Maschine konstruiert hat die eine Wand von sich aus hochziehen kann sparen die Unternehmen damit natürlich einen Haufen Geld (und Personal) da die laufenden Kosten viel geringer sind, dafür keine teure Unfallversicherung abgeschlossen werden muss und die Maschine keine Rente bekommt.

Ach ja, ein Bauarbeiter wird unterirdisch bezahlt, ist frühzeitig körperlich so kaputt dass er nicht mehr arbeiten kann und eine extrem miese Rente bekommt. (wahrscheinlich muss er noch aufstocken da seine Rente nicht reicht)


Es kann aber auch einfach sein dass der Konkurrenzkampf um akademische Arbeitsplätze so groß ist dass diese News nur mit dem Ziel gestreut wird andere davon abzuhalten auch noch in diesem Bereich tätig zu werden ... denn: ist das Angebot sehr hoch verdient man in einem akademischen Beruf nicht mehr viel mehr als ein normaler Bauarbeiter.
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05.03.2014 16:26 Uhr von a.maier
 
+14 | -1
 
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Warum gelten die Gesetze der Marktwirtschaft (Angebot und Nachfrage) nicht? Wenn ich dringend Fachkräfte brauche dann muss ich auch dafür zahlen. Solange man die Löhne nidrig hält muss man sich nicht wundern wenn keiner solche Arbeit annehmen will.
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05.03.2014 16:28 Uhr von NilsGH
 
+12 | -3
 
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Klar ...

1. ... wird der Bildungsstandard seit Jahren konsequent nach unten geschraubt, sodass heute wirklich (fast) jeder Abitur machen kann. Und wenn´s beim dritten Anlauf ist.

2. ... Das Handwerk und die Betriebe. Naja. Früher hat man das "Handwerk" (oder auch die Tätigkeit im Betrieb) "von der Pike auf" gelernt. Heute braucht man Leute, die malochen ohne zu murren. Ein Mal kurz erklärt, fünf Minuten eingewiesen und der Azibu soll´s kapiert haben. Denn der soll ja arbeiten und nicht blöd aus der Wäsche schauen. Das war früher einfach anders. Da wurde man noch "ausgebildet" und es hieß nicht learning-by-IMMEDIATELY-doing.

Und wenn´s die Kinder - und das sind die Azubis nunmal mit rd. 16 Jahren - nicht gleich kapieren, schimpft das Handwerk wieder über die zu dummen Azubis.

"Die können nix und in der Schule haben sie auch nichts vernünftiges gelernt."

Wobei man den letzten Satz fast wirklich so unterschreiben könnte: Ein Handwerker muss Geometrie, Dreisatz und die Grundrechenarten können. Darin soll er solide Kenntnisse haben. Wie hoch ist der prozentuale Anteil dieser beiden Qualifikationen am Gesamtunterricht Mathe? ... Wen´s interessiert, Lehrpläne gibt´s kostenlos beim Bildungsministerium. Ihr wedet staunen, was die da alles reinschaufeln. Hinzu kommt, dass dann noch wg. der "vielen vielen" Lehrer, die wir ja so nutzlos im Lehrerzimmer rumlungern haben, noch 20, teils 30 % des Unterrichts in der Schulkarriere der Schüler einfach mal so ausfallen. Wie sollen es die Schüler denn verstehen, wenn es ihnen keiner erklären kann, weil einfach keiner da ist?
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05.03.2014 16:33 Uhr von P17244
 
+21 | -0
 
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Vor 12 Jahren habe ich als Elektroinstallateur noch auf Baustellen gearbeitet. Erhalten habe ich dafür in Ostdeutschland 5 Euro die Stunde und mein Chef blieb mir 3 Monate lang den Lohn schuldig. Habe ich was gesagt, hieß es "Such Dir doch was anderes" Habe ich getan, arbeite heute bei einem Großhändler, wo es immer sauber, warm und trocken ist. Als Elektroinstallateur wird es mich auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr geben, zu beschissene Arbeitsbedingungen, elender Lohn in Deutschland. Die Facharbeiter, die Deutschland einst ausgebildet hat, arbeiten in Dänemark, Schweden und Norwegen. Bessere Arbeitsbedingungen, ein höheres Ansehen, mehr im Geldbeutel. Dort ist man übrigens mit Ü50 nicht zu alt zum arbeiten. In Deutschland meinen die Chefs nur Olympiamannschaften beschäftigen zu müssen und bitte nur für 6 Euro auf die Stunde, alles andere wäre zu teuer.
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05.03.2014 16:42 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -3
 
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@a.maier


1. davon werden es nicht mehr
2. die Preise werden teurer und Produkte und Dienstleistungen sind nicht mehr vermarktbar.
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05.03.2014 16:44 Uhr von Bud_Bundyy
 
+2 | -8
 
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@NilsGH


Wie immer die Schuld bei den Betrieben und den Lehrern suchen....tztztz

Ich würde mal bei den Vorbildern, den Eltern und deren Erziehung ansetzen.
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05.03.2014 16:52 Uhr von SN_Spitfire
 
+6 | -1
 
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Sieht bei mir nicht anders aus.
Bin gelernter Zimmermann, aber wollte nach der Ausbildung nicht weiter auf dem Bau arbeiten.
Ich kann zumindest behaupten, dass ich vom Handwerk etwas mehr verstehe, als so mancher Abi-Student-Absolvent.

Hab natürlich auch mein Abitur nachgemacht und bin dann in die IT, aber ich bin heute noch froh, dass ich die Ausbildung gemacht habe, da ich so gut wie alles handwerkliche im Haus selbst umsetzen und fertigstellen kann.
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05.03.2014 17:16 Uhr von delerium72
 
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Das Problem ist, das eine Fachkraft nicht für 6,50 arbeiten geht!
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05.03.2014 19:31 Uhr von Pura
 
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Ich dachte bei uns mangelt es an Fachkräften wie Ärzten und Ingenieuren? Wie kann es dann sein, dass wir soviele Abiturienten haben, die später nicht studieren oder eine Ausbildung machen?
Es liegt ganz bestimmt nicht darin, dass die Anforderungen, um an einer Uni angenommen werden, lächerlich hoch sind!
Wenn der Staat mehr Studien- und Ausbildungsplätze anbieten würde, gäbe es keinen Fachkräftemangel und man müsste nicht händeringend versuchen ausländische "Fachkräfte" ins Land zuholen, aber das wäre ja zu einfach ......

[ nachträglich editiert von Pura ]
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05.03.2014 20:08 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Wär echt mal an der Zeit für ´ne Beschäftigungsrochade: Lasst die Auszubildenden studieren und die Studenten arbeiten! Problem gelöst :D
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05.03.2014 23:33 Uhr von ElChefo
 
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Das Problem ist wohl die fehlende Kenntnis über den EQR bzw. DQR, wenn es um die Berufsberatung geht. Das geht bei den Eltern los (bei denen es noch, aufgrund eigener Erfahrung, entschuldbar ist) und geht über Job-Beratungstage an Schulen (wo man eigentlich mehr von erwarten sollte) weiter und mündet schliesslich (am Gymnasium, wo jeder sein will/soll) bei Berufsberatung beim Karriere-/Studienberater.

Man kann es nicht besser beschreiben als Goethe selbst:
"Kein Mensch will etwas werden,
ein jeder will schon etwas sein. "
Das summiert auch prima aktuelle Studienabsolventen auf, die sich herausnehmen, den jahrzehntebewährten Meister/Techniker anzugehen, statt sich - wie jeder andere - ordentlich einzuarbeiten.
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06.03.2014 08:38 Uhr von Steel_Lynx
 
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Das Problem ist:

-Zeitarbeitsfirmen und deren gesetzliche Grundlagen (viele Firmen stellen keine Arbeiter mehr ein, nur über Zeitarbeitsfirmen)
-Firmen die lieber Zeitarbeiter und befristete Arbeitsverträge ausstellen statt Festanstellung und Ausbildung

und das Wichtigste:
-Müllmänner (meine natürlich: Abfallbeseitigungstechniker) die Abitur brauchen um eingestellt zu werden.

Solange es auch nur Einen gibt, der deinen Job für 1 Euro pro Stunde weniger macht, wird dieser auch eingestellt.
Statt Fachkräfte aus dem Ausland zu holen, sollte lieber mal etwas Geld in die Ausbildung und Erziehung gesteckt werden.
Bisher gab es in Deutschland immer mehr Arbeitslose, wie offene Stellen. Von wegen Angebot und Nachfrage. Jeder Job ist erlernbar, die Frage ist nur wieviel Zeit ich in einen neuen Mitarbeiter investiere.
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06.03.2014 10:09 Uhr von TeKILLA100101
 
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erst sind es die ingenieure, die fehlen, jetzt fehlen die ausführenden kräfte...

die suchen auch immer mehr ausreden um "fachkräfte" den anderen ländern zu stehlen!
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08.03.2014 23:06 Uhr von Shalanor
 
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Hmm Akademiker.... Wer braucht das Volk eigentlich? Die Erklären uns Dinge die ehrlichgesagt kein Mensch braucht....
Und wenn mans ganz einfach sieht: Lieber habe ich jemand der nicht alles weis seine Vorstellungen aber auch umsetzen kann als nen Dummschwätzer der Alles auswendig runtersabbern kann aber zu dumm ist nen Hammer richtigrum zu halten. Denen ihre Ideen braucht keiner mehr wenns niemand gibt der se umsetzt das sollte dieses "hochgeborene Volk" nicht vergessen :)

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