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Studie: Australischer Forscher meint, dass Bildungserfolg nur vom Lehrer abhängt

Manche Schulen jammern über zu große Klassen, andere über fehlendes Geld, Eltern bemängeln wiederum veraltete Ausstattungen, Studien kritisieren die Bedeutung der sozialen Herkunft von Schülern. Das alles ist jedoch zweitrangig, meint der australische Erziehungswissenschaftler John Hattie.

Allein die Tauglichkeit des Lehrers mache den Unterschied aus, ob eine Klasse Lernerfolg erziele. Die Persönlichkeit ist gar nicht so wichtig. Schüler arbeiten dann gut, wenn Lehrer deren Fortschritte begleiten und den Schülern bewusst machen, warum und wofür sie den Stoff beigebracht bekommen.

Diese "direktive" Vermittlung lässt den Erfolg ansteigen. Ein idealer Unterricht beginnt zum Beispiel mit "Heute geht es um ...!" Hattie plädiert damit konsequent für sogenannten lehrerzentrierten Unterricht, der seit einigen Jahren eher verpönt ist. Er analysierte jedoch 800 Forschungsüberblicke.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Forscher, Lehrer
Quelle: www.faz.net

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2014 10:08 Uhr von Klassenfeind
 
+2 | -2
 
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Der Lernerfolg hängt aber auch davon ab, ob die jeweilige Schule selbst bestimmen kann, wie was gelernt wird.

Außerdem dürfte nicht in jedem Bundesland was anderes gelehrt werden und das mehrgliedrige Schulsystem gehört abgeschafft.

Ich habe nichts dagegen, das es Schulen speziell für Genies und auch für Kinder und Jugendliche gibt,denen das Lernen schwer fällt.

Auch sollten Schulen sich auf Grundlagen konzentrieren..Rechnen,Schreiben,Lesen, Erklären sowie Grundlagen der Naturwissenschaften...bis hin zur Heimatkunde und der Umgang mit PC und Handy und deren Schutz zb.

Und es sollten Grundlagen sein, nicht mehr, Spezialwissen sollte den Berufsschulen obliegen.

Heut zu Tage ist es doch so, das in den Schulen zu viel gelehrt wird, von dem Gelernten braucht man dann höchstens noch 40-50% im Berufsleben...wie gesagt, ganz wichtig, weil man es immer braucht, ist Lesen, schreiben,Rechnen Verstehen und Erklären können .
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05.03.2014 10:24 Uhr von Klassenfeind
 
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Zur Ergänzung


Richard David Precht

http://www.youtube.com/...
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05.03.2014 10:25 Uhr von GroundHound
 
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Der Lehrer ist schon ein entscheidender Faktor.
Aber "NUR vom Lehrer" würde ich nicht sagen. Widerspricht meinen Erfahrungen. Bei manchen hilft der beste Lehrer nix.
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05.03.2014 10:43 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -2
 
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Möchte mal wissen, von wem der bezahlt wurde.... die soziale Herkunft soll nicht zählen?

Klar, Junge/Mädchen geht auf´s Gymnasium lernt dort fleißig, kommt nach Hause, bekommt erstmal ´ne Ohrfeige und soll den Haushalt machen, sich um die Geschwister kümmern, weil die Mutter/Vater mal wieder lieber sturzbesoffen auf dem Sofa rumlümmeln.

Die benötigten Schulbücher konnten auch nicht gekauft werden. Alkohol ist zwar billig, aber davon wird halt viel gebraucht. Dann nehmen wir halt die Bücher der Geschwister. Die sind zwar schon alle voll gekritzelt und man kann kaum was lesen, aber wenigstens der Einband ist noch intakt. Das bemerkt die Lehrerin eh nicht.

Während die Schulkameraden Nachmittags einem sinnvollen Hobby nachgehen können, dabei Fähigkeiten erlernen und vertiefen, sitzt Junge/Mädchen genervt im Zimmer, dass es sich mit seinen 2 Geschwistern teilen muss, und versucht wenigstens die Hausaufgaben hin zu bekommen. Verstanden wurde dabei nichts, aber wenigstens steht da was auf dem Papier.

Die Brüder/Schwestern geben Nachts nicht gleich Ruhe. An regelmäßigen Schlaf ist da auch nicht zu denken. Morgens mal wieder verschlafen. Erste Schulstunde fast verpasst, mal wieder weniger vom Unterricht mitbekommen.

Ironie: Klar, soziale Herkunft zählt da überhaupt nichts. Ironie, Ende. Aber was soll man den Menschen da draußen schon anderes erzählen. Genug Geld, genug Wissen wäre ja da. Nur kommt es der Masse halt nicht mehr so zu gute, wie sie sich es erwirtschaftet hat. Profitdenken sorgt dafür, dass gerade im sozialen Bereich gespart wird. Das entzieht Möglichkeiten. Anstatt den Menschen zu helfen (das würde ja Geld kosten), redet man denen lieber ein schlechtes Gewissen ein:

Sarkasmus: Also, ihr sozial Schwachen da draußen: Alle selbst Schuld! Auch Euch stehen die Tore von Harvard himmelweit offen, ihr hättet ja nur mal hingehen müssen.... Die hätten Euch dann bestimmt verdammt gerne aufgenommen und sie hätten Euch auch gesagt, dass es überhaupt nichts ausmacht, dass ihr keine Studiengebühren bezahlen könnt, die erheben die ohnehin nur zum Spaß.
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05.03.2014 11:24 Uhr von Bud_Bundyy
 
+3 | -1
 
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Der Lehrer ist ein sehr wichtiger Faktor, aber der beste Lehrer kann in einer konzeptions- und Haltungslosen Schule nur wenig erreichen.

Die Schule muss eine Angstfreie Lernatmosphäre schaffen.
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05.03.2014 23:16 Uhr von Karlchenfan
 
+1 | -0
 
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Ein guter Lehrer ist aber in der Lage,Freude am Lernen zu vermitteln.Und ein sozial schwaches Umfeld heißt ja nicht automatisch,das das Kind nur doof ist,ganz im Gegenteil.Und wenn das Umfeld die Möglichkeiten eines Kindes limitiert,sollte das einem interessierten und engagierten Lehrer zumindest auffallen und dieses Kind entsprechend fördern.Allerdings ist das bei einer Klassengröße von 25+,eventuell noch durch zu integrierende Kinder mit Sprachprobleme, nicht unbedingt einfach.Da hilft ein gewisser Idealismus und der Wille zur Hilfestellung doch ganz ungemein.Aber wenn ich mir so einige Lehrer meines Kleinsten so anschaue,die Eine hat so zwei,drei Lieblinge und den Rest der Klasse läßt sie entsrechend auflaufen,im fünfen verteilen war die groß,bis sie vom Elternbeirat,Klassenlehrer und Schulleiter einen auf die Glocke bekommen hat.Nu weiß sie,das die Eltern sie ganz genau im Auge haben und sie sich keine Dinger mehr erlauben kann.Eine Klasse hat sie schon erfolgreich abgewählt,bei dieser war sie ganz knapp davor.Ein Anderer liest seinen Stiefel nur vom Blatt runter,das solche Typen auf ´nem Gymnasium nichts verloren haben,sollte schon klar sein.
Aber wenn man solche Lehrer im Bestand hat,dann kannste Kindern damit keine Grundlagen vermitteln,schon gar nicht in sensiblrn Fächern.
Es muss eben auch vorne einer mit Plan stehen.Dann folgen die Kinder auch.
Aber wenn du in Haupt und Realstufen haufenweise Chaoten und Verweigerer drin hast-was hilft es denn,die müssen dann solange durchgereicht werden,bis bei denen eventuell auch mal der Groschen fällt,oder die dann irgendwann auf der Strecke bleiben-Straßenfeger und Laubharker werden bestimmt auch in Jahren noch gebraucht.

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