02.03.14 10:27 Uhr
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Studie: Dünger hat negative Auswirkungen auf Ökosystem

Eine Studie des Instituts für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der Universität Zürich hat jetzt festgestellt, dass der Einsatz von Dünger eine Veränderung des Ökosystems verursacht und somit dafür sorgt, dass die Artenvielfalt abnimmt.

Allerdings ist diese Vierlfalt entscheidend dafür, dass sich das Ökosystem gegen Einflüsse von Außen, wie Temperaturschwankungen oder andere Umwelteinflüssen, zur Wehr setzen kann.

Damit wäre bewiesen, dass der Erhalt der Artenvielfalt wichtiger für unsere Zukunft ist als bislang angenommen.


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WebReporter: Higharcher
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Auswirkung, Artenvielfalt, Dünger, Ökosystem
Quelle: derstandard.at

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.03.2014 10:41 Uhr von FraxinusExcelsior
 
+5 | -0
 
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Na sowas, darauf wäre ich ja nie im Leben gekommen!

Zum Glück gibt´s Institute, die derartige Forschungen betreiben und dadurch solche bahnbrechenden Erkenntnisse für die Menschheit erlangen!
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02.03.2014 10:47 Uhr von ZzaiH
 
+5 | -1
 
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man man man...

dünger wird schon seit christus zeiten verwendet (wenn nicht sogar noch länger) - was für experten sind da eigentlich immer am werk...

oder meinte man nicht dünger, sondern das hochleistung-antiinsekten-kunst-zeug der chemie-industrie?
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02.03.2014 11:20 Uhr von MBGucky
 
+2 | -1
 
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"Damit wäre bewiesen, dass der Erhalt der Artenvielfalt wichtiger für unsere Zukunft ist als bislang angenommen."

Das wird aber die Idioten freuen, die gegen Fortschritt jeglicher Art sind. Ein Grund mehr, auf jedem potentiellen zukünftigen Industriegebiet nach irgendeinem beschissenen Schmetterling zu suchen, den es nur dort gibt und dessen Lebensraum unbedingt geschützt werden muss.
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02.03.2014 12:38 Uhr von quade34
 
+2 | -2
 
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Ackerbau ist für die Ernährung der Menschen wichtiger, als der Schutz irgenwelcher Wildkräuter. Und Erträge werden nur mit dem Einsatz von Dünger erzielt. Ganz egal ob Scheiße oder Pulver. Wenn der Boden nicht gedüngt wird, ist er kurzfristig ausgelaugt und es wächst garnichts mehr. Wir wollen essen und die Pflanzen auch.
Der Regenwald düngt sich selbst. Es ist ein Kreislauf. Wird dort Holz geerntet, bekommt es der Humusschicht schlecht und der verbliebene Wald geht ein.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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02.03.2014 13:17 Uhr von Kamimaze
 
+2 | -2
 
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@quade34

"Ackerbau ist für die Ernährung der Menschen wichtiger, als der Schutz irgenwelcher Wildkräuter."

Oh nein!
Auch wenn der Mensch gerne glaubt, er sei das "wichtigste" Lebewesen auf Erden und alle anderem haben sich ihm unterzuordnen, so ist das definitiv unzutreffend, denn "irgendein" Wildkraut hat sie gleiche Daseinsberechtigung, wie die Spezies Homo sapiens und du bist leider ein Vertreter der völlig unbelehrbaren Sorte dieser Spezies, wie leider 95% von ihnen doch merke:

"Nur weil wir gelernt haben das Feuer zu kontrollieren, oder weil wir einen Teil des Evolutionsdrucks auf uns selbst bestimmen? Nur weil eine unserer Generationen vielleicht 25-30 Jahre dauert und nicht 5 Minuten wie bei einem Bakterium bedeutet nicht, dass wir uns dem natürlichen Konzept entziehen. 3.000 Jahre Zivilisation sind gerade mal 120 Generationen... Massensterben via Pest und Hungersnöte inklusive. Mehr als einmal dürfte der Homo Sapiens in den vielleicht 250.000 Jahren seiner Existenz ganz real vor dem Aussterben gestanden haben. Alle anderen Menschenarten sind bereits ausgestorben... der Neandertaler verließ uns erst vor ca. 30.000 Jahren.

Der Forderung nach einer ausgewogenen Balance geriert vor diesem Hintergrund zu einer ökoromantischen Vorstellung. Dabei sind die natürlichen Populationszyklen stets mit explosionsartiger Vermehrung bei einem Ressourcenüberschuss wie auch mit brutalem Massensterben bei aufgebrauchten Ressourcen verbunden. Ganz besonders gilt dies für Lebewesen, die in der Nahrungskette weit oben stehen.

Und wie es scheint verbrauchen wir gerade innerhalb kürzester Zeit die lebenswichtigen Ressourcen, begleitet von einer gewaltigen Bevölkerungsexplosion."

Quelle: http://www.freitag.de/...

Auch sehr interessant:
--> http://www.youtube.com/...

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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02.03.2014 13:44 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+1 | -0
 
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Es gibt sehr gute Möglichkeiten einen Boden mit Nährstoffen zu versorgen ohne ihn künstlich zu düngen. Leguminosen versorgen den Boden konstant mit Stickstoff, ausgelöst durch die Symbiose mit Rhizobien/Knöllchenbakterien. Desweiteren eigenen sich Pflanzen, die zur Pfahlwurzelbildung neigen, wie Beinwell, ausgezeichnet um tiefliegende Nährstoffe aus bis zu 10 Metern tiefe nach oben zu holen. Auch weiß man schon sehr lange, dass Lippenblütler sehr viel mehr Inhaltsstoffe produzieren, wenn sie in unmittelbarer Nähe zu Brennnesseln gedeihen. Desweiteren gibt es immer wieder Entdeckungen von Symbiosen zwischen verschiedenen Pflanzen. Auch wenn die Allelopathie meist Negativbeispiele wie die hemmende Wirkung von Juglon (Wirkstoff der Walnuss) auf das Wachstum anderer Pflanzen heranzieht, so gibt es auch viele Positivbeispiele wie das o.g.

@quade34

"Ackerbau ist für die Ernährung der Menschen wichtiger, als der Schutz irgenwelcher Wildkräuter."

Tatsächlich ist erstmal nichts wichtiger als die Biodiversität. Mutter Natur besteht aus Rückkopplungsmechanismen, die selten einfach gestrickt sind. "Wildkräuter" wie beispielsweise die Brennnessel, können der Landwirtschaft unter die Arme greifen. Es gibt auch etliche als Unkräuter verunglimpfte Pflanzen, die Pilze oder Fraßfeinde für ein spezifisches Areal abwehren.


Der Regenwald düngt sich kaum. Die Humusschicht ist viel zu dünn und wird von den massiven Regenfällen ganz schnell weggespühlt. Früher und teilweise noch heute wurde Brandrodung eingesetzt um kurzfristig an Nährstoffe für einjährige Pflanzen zu kommen. Da der Boden dann aber eine sehr lange Regenerationsphase durchlaufen muss, braucht man entweder sehr viel Fläche oder aber man muss lange auf die nächste Bepflanzung warten. Diesbezüglich liegt der Trend darin mehrjährige, verholzende Pflanzen zu kultivieren, die aber erstmal eine sehr lange Wachstumsphase von 3-8 Jahren durchlaufen müssen.

edit:
Mich deucht mein Vorredner Kamimaze spielt bewusst oder unbewusst auf die Gaia-Hypothese von James Lovelock an. Jede Spezies ist demnach gleichwertig und eingebunden in Rückkopplungsmechanismen. Fein fein.

[ nachträglich editiert von ZiemlichBelanglos ]
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02.03.2014 13:52 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -0
 
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@ZiemlichBelanglos:

Recht hast du, nur werden diese Erkenntnisse in der Praxis kaum angewandt, im Gegenteil: es werden mit gentechnischen Mitteln pestizitresistente Nutzpflanzen gezüchtet (Stichwort: "Genmais"), um noch mehr düngen und spritzen zu können, denn es geht darum JETZT, SCHNELL VIEL zu ernten, aber nur leider nicht nachhaltig...
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02.03.2014 13:58 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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@Kamimaze

Ja, das ist ein echtes Problem. Da bestehen anthropologische Rückkopplungsmechanismen zur Weltwirtschaft/Kapitalismus ;)
Wäre die Wirtschaft wirklich effizient, wäre sie auch nachhaltig, aber das kann man ja kaum wem klar machen.
Würde man sich den Wald als Metapher für die Wirtschaft vorstellen, so wäre absterbendes Holz der Überschuss großer Firmen, die Diesen als Humus für neue Unternehmen verwenden könnten ;)

Da der reflektierende Teil der Menschen immer weiter abzunehmen scheint, bleibt uns nichts anderes übrig als im Kleinen zu wirken. Vielleicht kann man noch ein paar Hektar Land in eine artenreiche Oase verwandeln, bevor alles im Monsantostaub versinkt.

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