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Wissenschaftsverlage hereingelegt: Etliche Publikationen stammen von Fakeprogramm

Wissenschaftsverlage müssen etliche Veröffentlichungen wieder einstampfen. Die vermeintlich wissenschaftlichen Arbeiten wurden tatsächlich von PC-Spaß-Programmen wie "SCIgen" automatisch erstellt. Damit wollen die Ersteller zeigen, dass etliche Schriften gar nicht geprüft werden.

Angeblich beschreibt der Aufsatz "TIC" eine E-Commerce-Konstruktionsmethode. Doch wer das glaubt, unterliegt einem Trugschluss. Denn ein PC-Programm reihte sinnlose Sätze und Begriffe aus der Informatik aneinander. Wer dann nicht die Information hinterfragt, verbreitet womöglich kompletten Unsinn.

Ein Berufsverband von Ingenieuren tat genau dies und verbreitete diese Sinnlosaufsätze weiter. Der Wissenschaftler Cyril Labbé fand hunderte solcher Schriften. Auch der Heidelberger Springer-Verlag veröffentlichte welche. Es gibt womöglich eine große Dunkelziffer unentdeckter Nonsense-Schriften.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Arbeit, Wissenschaftler, Verlag, Unsinn, Publikation
Quelle: www.golem.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.02.2014 13:45 Uhr von no_trespassing
 
+5 | -0
 
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Das ist ein interessantes Phänomen. Heutzutage hinterfragt niemand mehr etwas, sondern lässt sich von Maschinen steuern. Infos aus der Wikipedia werden nicht mehr verifiziert - und man bekommt selbst für trivialsten Mist einen Doktortitel verliehen.
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27.02.2014 15:17 Uhr von MBGucky
 
+1 | -0
 
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"Es gibt womöglich eine große Dunkelziffer unentdeckter Nonsense-Schriften"

Die haben wohl noch nicht auf SN recherchiert.
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27.02.2014 15:58 Uhr von Rychveldir
 
+3 | -0
 
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Das wäre auch noch wichtig gewesen:
Es handelte sich hierbei NICHT um wissenschaftliche Veröffentlichung im eigentlichen Sinne, da kein Peer-Review involviert war.

Quelle:
"Der Nature-Artikel weist aber auch darauf hin, dass das Problem unseriöser Publikationen anders als manchmal dargestellt kein Problem der Open-Access-Welt ist. Sämtliche von Cyril Labbé gefundenen, mit SCIgen erstellten Papers wurden in zahlungspflichtigen Publikationen veröffentlicht.

Bei seriösen Konferenzen und Publikationen würde Nonsens wie der von SCIgen generierte sofort auffallen. Denn das sogenannte Peer-Review ist ein zentraler Teil wissenschaftlichen Arbeitens. Jede Veröffentlichung wird vorher von anderen Wissenschaftlern geprüft."

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]

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