27.02.14 11:14 Uhr
 866
 

Hannover: Ex-Bundespräsident Christian Wulff freigesprochen

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff ist vom Landgericht Hannover vom Vorwurf der Vorteilsannahme freigesprochen worden.

Wulff war vorgeworfen worden, dass ein Hotelaufenthalt inklusive Bewirtungskosten vom Filmproduzenten David Groenewold bezahlt worden waren, dabei ging es um eine Summe von 720 Euro. Wulff soll im Gegenzug für ein Filmprojekt Groenewolds geworben haben.

Der Freispruch ist noch nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft, welche von der Schuld Wulffs überzeugt ist, könnte noch Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.


WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hannover, Bundespräsident, Christian Wulff
Quelle: www.spiegel.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
27.02.2014 11:16 Uhr von leche
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
Werde den Eindruck nicht los das er nur rausgekantet wurde, weil er den ESM Vertrag nicht unterscheiben wollte.
Diesen „Fehler“ hat ja sein Nachfolger nach seiner Amtseinführung auch schnell korrigiert.
Kommentar ansehen
27.02.2014 11:20 Uhr von Bud_Bundyy
 
+2 | -7
 
ANZEIGEN
Schade, aber manche dinge sind einfach nicht leicht nachzuweisen.

Schön das in Deutschland gegen Korruption deutlich vorgegangen wird.

@leche
Halte ich für ausgeschlossen, dazu hat die Regierung zu sehr unter der Affäre gelitten und zu guter letzt Gauck in kauf genommen.
Kommentar ansehen
27.02.2014 11:39 Uhr von One of three
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
War klar, so wie der Richter schon vorher gezeigt hat dass er eher keinen Bock auf eine Verurteilung hat ...
Kommentar ansehen
27.02.2014 11:45 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Die Verfehlungen waren nur moralisch.
Ein Bundespräsident der Freunde hat, die ihm mal kurz Geld für ein Haus leihen - solche Freunde habe ich nicht. Das Haus musste für Bettina her, auch wenn die Bank keinen Kredit gewährt. Mehr Schein als Sein.
Ich denke mal, dass sich viele nicht von dieser Person nicht vertreten fühlten. Und dann die Wahrheit in Salami-Form.
Aber das ist juristisch nicht angreifbar.
Kommentar ansehen
27.02.2014 11:57 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@leche:

> "Werde den Eindruck nicht los das er nur rausgekantet wurde, weil er den ESM Vertrag nicht unterscheiben wollte."

Es heißt, dass die ganze Aktion gegen Wulff und dessen Noch-Ehefrau Bettina von Bernd Busemann lanciert wurden, dem damaligen niedersächsischen Justizminister. Der stockkonservative Busemann gilt als Intimfeind von Wulff und scheint ein ganz krummer Hund zu sein, nur mal ein paar Beospiele:

Auf eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens, wonach mehr als ein Viertel aller Insassen im Jungendknast im Laufe eines Monats körperlich angegriffen wird, sieben Prozent innerhalb eines Monats sogar vergewaltigt wird, entgegenete Busemann: "Ein Knast ist eben keine Mädchenpension" und er könne mit den Zahlen "gut leben".

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/...

Im Jahr 2008 wurde Busemann von der FAZ befragt, was er von der von Anwältsverbänden geforderten Erhöhung der Entschädigung für teils jahrelang unschuldig inhaftierter Bürger halte. Entsprechenden Fällen begegnen manche Bundesländer laut FAZ mit kalter fiskalischer und juristischer Logik. Busemann erklärte in diesem Zusammenhang: „Ich streite nicht ab, dass die Haftentschädigung in Einzelfällen zu unbefriedigenden Lösungen führt“, er könne sich allenfalls eine Erhöhung um einige Euro vorstellen. „…Aber unbefriedigende Situationen sind dem Recht immanent.“ Die Forderung nach einer Erhöhung auf hundert Euro pro Tag in Haft hält Busemann daher „geradezu für abstrus“

Quelle: http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
Kommentar ansehen
27.02.2014 12:09 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@ One of three

Klar war eher, dass die Staatsanwaltschaft NULL Beweise hat - und der Richter entsprechend genervt.
Kommentar ansehen
27.02.2014 12:16 Uhr von adibaba
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
David Groenewold: ERMAHNUNG wegen falscher eidesstattlichen Versicherung. Der Richter wollte einfach nicht korrekt verfahren.
Im Gesetz heißt es: Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, oder Geldstrafe. Von Ermahnung steht da nichts.

Der Makel bleibt wieder an Wolff und Groenewold hängen.

Da kann man nur den Kopf schütteln.
Kommentar ansehen
27.02.2014 12:31 Uhr von Hallominator
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Man kann von dem ganzen Kram halten was man will, aber von allen Vorwürfen gegen Wulff ist am Ende wirklich nur dieser eine verdammte Hotelaufenthalt übriggeblieben.
Das macht Wulff zwar nicht sympathischer, aber verdächtig ist das irgendwie schon.
Kommentar ansehen
27.02.2014 13:03 Uhr von turmfalke
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
So verehrte Staatsanwaltschaft jetzt habt ihr eine Karriere zerstört, zum Teil nicht Grundlos aber es wurde eine enorme Sau durchs Dorf getrieben. Jetzt könnt ihr euch den Nächsten vornehmen, den Gauck, da gibts bestimmt mehr zu durchleuchten!
Der Herr Präsident auch für "Verlierer" soll seine Vergangenheit offenlegen und begründen warum er 200 laufende Meter Stasiakten an den NSA geliefert hat!
Kommentar ansehen
27.02.2014 14:15 Uhr von Aviator2005
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
1. Beweise gab es genug, wurden aber nicht zugelassen.
2. Kein Richter wird dem ehemaligen Landesvater aus Niedersachsen verurteilen.
3. Alls was in Hannover passiert, bleibt auch in Hannover
4. Wenn es um Sauereien in der Politik geht, hört man eigentliche nur Berlin, München und ebenso Hannover
5. Ein altes Sprichwort: Bei Geld hört die Freundschaft auf...

Es kommen immer mehr Schandtaten unserer Volksvertreter ans Licht. Es entsteht so der Eindruck, dass es sich nicht mehr Einzelfälle, sondern um die Regelfälle handelt.

Leider ist es Egal, in welche Partei man blickt...

Armes Deutschland.
Kommentar ansehen
27.02.2014 20:46 Uhr von urxl
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
Ich habe bei vielen Kommentaren den Eindruck, dass ein Freispruch für einen Politiker an sich gar nicht geht, egal was ist. Aber glaubt hier eigentlich einer ernsthaft, dass sich ein Ministerpräsident bestechen lässt, weil ein (befreundeter) Unternehmer eine Rechnung von 700€ übernimmt?

Wulff mag nicht der beste aller Bundespräsidenten gewesen sein, aber ist er so dumm, für 700€ eine Verurteilung wg. Bestechung zu riskieren?

Aber nein, er ist ja Politiker, da MUSS er ja schuldig sein.
Kommentar ansehen
28.02.2014 21:14 Uhr von Enny
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Seine Politische Karriere sowie sein Ruf sind aber Lebenslang zerstört. Egal was er weiterhin für Blödsinn labert. Er ist durch bei den Leuten.

Refresh |<-- <-   1-12/12   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?