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Testosteron-Ersatztherapie erhöht das Herzinfarkt-Risiko massiv

Mediziner warnen aktuell vor den sogenannten Testosteron-Ersatztherapien, bei denen der geringe Testosteronspiegel medikamentös erhöht wird. Dies erhöhe das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, massiv.

Konkret vergleichen die Mediziner das erhöhte Risiko mit dem von extrem starken Rauchern (ein bis zwei Packungen pro Tag). Eine Studie, an der gut 56.000 Männer beteiligt waren, habe dieses erhöhte Risiko gezeigt.

Gerade in den USA wird diese Behandlung immer beliebter und die Patienten versprechen sich unter anderem den "Erhalt der Manneskraft", geringeren Haarverlust, kräftigere Muskeln und stabilere Knochen.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Risiko, Therapie, Herzinfarkt, Testosteron
Quelle: www.onmeda.de

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28.02.2014 23:28 Uhr von Reizhirn
 
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Ich bezweifle die Ergebnissbewertung dieser Studie.
Hormonmangel hat Ursachen, die trotz Behebung des Mangels Einfluss auf den Stoffwechsel haben.
Die beschriebene Auswirkung ist an Hand dieser Studie nicht auf die Wirkung des Hormons zurück zu führen, sondern auf die Unfähigkeit das selbst produzierte Cholesterin für Hormone, Verdauung (im weitesten Sinne) und Zellaufbau zu verbrauchen. Der Schlüssel dafür kann in Vitamin D Mangel liegen, bzw. einem anderen Synthesedefizit.
Substitution bedeutet aber auch, dass die körpereigene Syntheseleistung herabgestetzt wird zu einer geringeren Abnahme an bereit gestelltem Cholesterin führt, das dann wieder zu den genannten Problemen führen kann.

Dagegen stehen psychische Erkrankungen wie Depression (die oftmals auch tödlich enden können, also keinesfalls eine Bagatellerkrankung darstellt und bestenfalls eine reduzierte Lebensqualität bedeuten und auch hohe Kosten verursachen können), Störungen des Selbstbildes. Diese Folgen bleiben oft auch lange nach einer zu spät erfolgten Aufnahme einer Substitution erhalten. Deshalb ist Substitution keine Lifestyletherapie.

Deshalb halte ich die Aussage dieser Studienauswerter zudem für gefährlicher, als eine Therapie. Denn das eine gestörte Synthesekette in einem komplexen Organismus, bei dem das Endprodukt substituiert wird ohne die Ursache beheben zu können, grundsätzlich weiter von Auswirkungen seiner Krankheit bedroht ist, sollte klar sein. Es werden zumindest Sympthome gelindert. Der Schrecken einer Krankheit liegt eigentlich nicht im Tod, sondern im Leben damit.

Cortison (auch ein Hormon) hilft auch oft, behebt aber auch nicht die Krankheit an sich, trotz reduzierter Sympthome ist man weiter krank, aber es lebt sich besser, wenn auch mit neuen Baustellen.

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