21.02.14 11:23 Uhr
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Bayrische Mundart: Resultiert daraus ein Minderwertigkeitskomplex?

Gibt es eine Benachteiligung einer im Originaldialekt sprechenden Bevölkerung, so zum Beispiel die Bayern, welche gar zu Minderwertigkeitskomplexen führt? Offensichtlich traut man sich heutzutage immer weniger, seiner Mundart freien Lauf zu lassen.

Am heutigen "Tag der Muttersprache" weist der Vorsitzende des Bundes "Bairische Sprache", Sepp Obermeier, darauf hin, so zu sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Es hapert gewaltig, reklamiert er, gerade in der Öffentlichkeit seinen eigenen Dialekt nicht zu unterdrücken.

Ein Abklatsch dessen sei es, wenn sich "echte" Bayern sprachlich verstellen. So wie die Skifahrer Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther im TV. Eine leichte Färbung hört man zwar, doch kein einziges Dialektwort. Im Nee-, Nö-, Nich-Wettbewerb würden sie mühelos eine Medaille holen, so Obermeier.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Bayern, Sprache, Mundart
Quelle: www.pnp.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.02.2014 11:44 Uhr von Jolly.Roger
 
+10 | -4
 
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Was hat des jetzt mit Minderwertigkeitskomplex zu tun, wenn ich mich in einer Unterhaltung mit einem Breißn nicht zwei- oder dreimal wiederholen will, weil er den Dialekt nicht versteht?

Wir Bayern sind eben sprachbegabt und können beides ;-)
(Ja, das gilt für alle deutschen Dialekte)
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21.02.2014 12:53 Uhr von GroundHound
 
+2 | -2
 
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Irgend wann gibt es auf der Erde eh nur noch eine Sprache.
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22.02.2014 05:54 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -0
 
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als bayer, oder als x-beliebiger der einen dialekt pflegt, kann man über solche neuigkeiten nur schmunzeln.

ich kann mich mit jedem isar-preußen auf hochdeutsch unterhalten. umgekehrt wird es für den sprachlich umerzogenen schwierig, sich an einer unterhaltung im umland zu beteiligen wo bayerisch geredet wird.

wer ist jetzt im nachteil, und wer soll da jetzt minderwertigkeitskomplexe haben?

ich als bayer und ein nach mundart redender mit sicherheit nicht.

host mi? ^^
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23.02.2014 01:12 Uhr von mcdar
 
+1 | -1
 
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Die armen "Mundartler" fallen sogar in eigenem Lande auf. Die Rechtschreibung fällt solchen immer schwerer, da sie immer umdenken müssen. Wenn diese dann englisch reden hört sich das ähnlich an wie bei Asiaten. Zumindest eine mundartfreie Sprache sollte man schon beherrschen.
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23.03.2014 16:51 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -0
 
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@ Wolfsburger
"wenn er nichtmal die Notwendigkeit einer einheitlichen Sprache innerhalb eines Landes versteht?"
Diese Notwendigkeit gibt es nicht, siehe Schweiz.
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24.03.2014 17:44 Uhr von Rychveldir
 
+0 | -0
 
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Ja... schön wärs, wenn das so einfach wäre. Ich würde von über 95% im eigenen Land nicht verstanden werden, in der Schweiz wohl 50-60% und Deutschland gar von gut 99%. Ich lebe seit fast 9 Jahren nicht mehr an einem Ort, wo ich mit meiner Mundart verstanden werde und sogar einen Ort weiter mussten sich die anderen Schüler erstmal drauf einstellen, bevor sie es verstanden.

Ich mag meine Mundart, aber sie ist außerhalb eines 50-km-Kreises um meinen Heimatort einfach nicht alltagstauglich. Die Menschen, mit denen ich mehr als einmal im Jahr Kontakt habe und deren Mundart die selbe ist, kann ich an einer halben Hand abzählen, meine Familie mal ausgenommen.

Gut gemeint, aber in einer Welt, wo 500 km nichts mehr bedeuten leider sehr schwierig umzusetzen.

I gang wuoli mit´ör Louöt übör d´Hoschtat ga Äuöli bota. :>

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