13.02.14 14:55 Uhr
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München: Anwältin klagt wegen "positiver Diskriminierung" gegen Schufa

Eine Münchner Rechtsanwältin ist gegen die Schufa vor Gericht gezogen.

Die Wirtschaftsauskunftei habe sie trotz einer gemeinsamen Immobilie und gleichem Verdienst schlechter eingestuft als ihren Mann.

Die Schufa selbst spricht in diesem Fall von einer "positiven Diskriminierung", die Klägerin sagt: "Die Einbeziehung des Geschlechts in die Berechnung des Scores ist europarechtswidrig".


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, München, Klage, Diskriminierung, Schufa
Quelle: www.sueddeutsche.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.02.2014 15:08 Uhr von syndikatM
 
+3 | -8
 
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ist ja wohl ein witz? die schufa nutzt statistische wahrscheinlichkeiten. und wenn frauen z.b. häufiger nicht mehr nötige zahlungen tätigen können, weil sie öfters kinder kriegen als männer (quelle: wikipedia / gebärmutter, etc.), dann stehen sie in der schufa eben schlechter dar. wenn die rechtsanwältin recht bekommt wäre das ein skandal, sonst soll auch jeder berufstätige bei z.b. berufsunfähigkeitsversicherungen gleich viel zahlen.
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13.02.2014 15:12 Uhr von Darkman149
 
+1 | -6
 
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So sehr ich auch für Gleichberechtigung und solche Dinge bin, sehe ich das in diesem Fall so wie syndikatM. Es gibt nun einmal biologische Prozesse (Kinder kriegen) und damit verbundene Berufsausfallzeiten (Mutterschutz), der ausschließlich Frauen betrifft. Genau so gut kann ich mir aber vorstellen gibt es auch Fälle in denen Männer aus irgendwelchen Gründen schlechter gestellt sind als Frauen. Das finde ich in diesem Fall auch nicht verwerflich, sondern nachvollziehbar.
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13.02.2014 15:35 Uhr von Jolly.Roger
 
+7 | -5
 
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Gleichberechtigung macht da Sinn, wo man auch "gleich" ist.

Das ist aber nicht immer der Fall, was einige anscheinend gerne vergessen.

Männer springen ja auch ein paar Jahre früher in die Kiste, da klagt auch keine Frau dagegen, oder?
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13.02.2014 16:22 Uhr von NilsGH
 
+6 | -3
 
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Zitat: "Gleichberechtigung macht da Sinn, wo man auch "gleich" ist."

Super Satz! Den muss ich mir merken. Genau das versuche ich auch immer zu erklären. Von Frauen wird man aber angeschaut, als sei man ein Frauenhasser.

Fordere mal eine Männerquote für gewisse Berufe ... oder ne Frauenquote bei den Bauarbeitern ... da wirst du angeschaut ... :)

Aber in die Bundeswehr klagen wg. Gleichberechtigung und nicht die gleiche Leistung bringen können. Somit sind Frauen schlciht die schlechteren Soldaten. PUNKT. Was gibt´s da zu diskutieren? Wenn es um´s Leben geht will ich doch nicht wissentlich jemanden im Schützengraben haben von dem ich weiß, dass ein anderer mit großer Wahrscheinlichkeit meine Überlebenschance um 30 % steigern würde.

Und bei der Kalkulation der Schufa spielt Gleichberechtigung ebenfalls keine Rolle, sondern Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung betreffen.

Also, Frau Anwältin: Diese Klage ist so unsinnig wie ein drittes Nasenloch. Lassen Sie es einfach sein.
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13.02.2014 17:29 Uhr von Brem
 
+5 | -3
 
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Nun, das wäre die logische Schlussfolgerung. Versicherungen musste das auch schon lernen und umdenken.

Das die Schufa mal einen über die Mütze bekommt ist sicher mal an der Zeit.
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13.02.2014 21:54 Uhr von Joeiiii
 
+2 | -2
 
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Interessanterweise besteht man auch nur bei "normalen" Bezeichnungen auf weibliche und männliche Bezeichnungen wie beispielsweise Beamtin/Beamte, Verkäuferin/Verkäufer, Politikerin/Politiker... etc. besteht. Aber Verbrecher sind IMMER männlich, wenn es sich nicht ausdrücklich um Frauen handelt. Wird verallgemeinert, dann sind es immer nur Diebe und niemals Diebinnen, Gewalttäter und niemals Gewalttäterinnen oder als übergeordneter Begriff Verbrecher und niemals Verbrecherinnen.

Ist das nicht auch diskriminierend? NEIN, natürlich nicht. Das ist normal. Je männlicher, desto schlechter.
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14.02.2014 22:56 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -0
 
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Haben die beiden beispielsweise auch das gleiche Einkaufsverhalten?

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