12.02.14 12:05 Uhr
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BGH-Urteil: Kinder sind trotz Kontaktabbruch verpflichtet, für Eltern zu zahlen

Der Bundesgerichtshof hatte geurteilt, dass Kinder für ihre Eltern auch dann noch zahlen müssen, wenn sie längst den Kontakt zueinander abgebrochen haben.

Geklagt hatte ein Mann, der einen Teil der Heimkosten leisten musste, obwohl er 43 Jahre lang nicht mit seinem Vater gesprochen hatte.

Die Richter befanden jedoch, auch dann sei der Anspruch auf Elternunterhalt nicht verwirkt.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Eltern, BGH
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.02.2014 12:09 Uhr von Azureon
 
+13 | -2
 
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Völlig falsches Urteil
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12.02.2014 12:24 Uhr von Marco Werner
 
+4 | -0
 
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Dann werden wohl in Zukunft wesentlich mehr Todesanzeigen mit "Plötzlich und unerwartet verstarb...." beginnen :-/
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12.02.2014 12:26 Uhr von brycer
 
+4 | -10
 
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@Azureon:
Wieso das Urteil gleich als völlig falsch abtun?
Wir wissen ja nicht einmal aus welchem Grund der Vater den Kontakt abgebrochen hat. Wieviel hat ihm der Vater, trotz der Beschränkung auf ´den strengsten Pflichtteil, dennoch vererbt.
Hat der Sohn am Ende doch noch prfitiert? Und warum soll der Sohn, der ja von seinen Vater offenkundig auch nichts mehr wissen wollte, ein Erbteil von einem Menschen einkassieren, der ihn nie interessiert hat und im Gegenzug die Allgemeinheit für die Kosten der Unterbringung aufkommen?

@voice36:
Mit ´nie gesprochen und 0 Verbindungen im Leben´ liegst du etwas falsch. Immerhin hatten die beiden Kontakt bis der Sohn 17 Jahre alt war. 17 Jahre hat der Vater auch gezahlt usw.

[ nachträglich editiert von brycer ]
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12.02.2014 12:55 Uhr von brycer
 
+2 | -4
 
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Hmmm - mit 17 Jahren noch ein sensibles Kind, aber schon mit 18 alles tun dürfen wollen...:-P
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12.02.2014 14:28 Uhr von quade34
 
+3 | -2
 
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Urteil richtig. Weshalb soll der Steuerzahler statt der Erben die Kosten tragen . Die andere Seite wäre, leugnet man die Kontakte, soll man nicht zahlen müssen. Das will auch keiner und würde dann zur Regel.
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12.02.2014 14:39 Uhr von GroundHound
 
+3 | -5
 
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Ich finde das Urteil richtig.
Immerhin hat der Mann seinen Sohn bis zum 17. Lebensjahr groß gezogen.
Das hat einen Haufen Geld gekostet.
Die Kosten für den Unterhalt des Vaters können übrigens von der Steuer abgesetzt werden, das mildert die Sache.

P.S.: Mit Sicherheit hätte der Mann ein Erbe, bei dem was bei rum kommt, nicht ausgeschlagen. Kein Kontakt hin oder her.

[ nachträglich editiert von GroundHound ]
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12.02.2014 15:13 Uhr von Suky
 
+3 | -2
 
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Also ich finde so ein Urteil nicht in Ordnung.

Ich selber erfuhr mit 8 Jahren das ich eine Mutter habe, und wenn ich von meinen insgesamt 37 Jahren die ich alt bin zusammen rechne wie oft ich sie gesehen habe, oder von ihr etwas gehört habe komme ich nicht ein mal auf ein Jahr.

Dummerweise hat sie vor 4 Jahren das letzte mal telefonischen Kontakt zu mir gehabt was bedeutet ich muss für sie dank dieses Urteils für eine Frau aufkommen die ich eigentlich gar nicht kenne.

Wird ja immer besser dieser (un)Rechtsstaat.

[ nachträglich editiert von Suky ]
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12.02.2014 16:49 Uhr von Azureon
 
+3 | -1
 
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"Die andere Seite wäre, leugnet man die Kontakte, soll man nicht zahlen müssen. Das will auch keiner und würde dann zur Regel. "

Man kann sich seine Eltern nicht aussuchen. Daher fällt für mich dieses Urteil unter Sippenhaft. Auf der anderen Seite, dürfen Eltern nicht für ihre verzogen Rotzblagen angeklagt werden wenn sie noch nicht strafmündig sind. Da ist die Sippenhaft plötzlich nicht rechtmäßig.

Wenn mein Vater mal ins Pflegeheim muss, weil er nichts mehr kann, bin ich der dumme der für ihn zahlen darf. Als Dank dafür, dass er sein ganzes Leben lang nichts geleistet hat und nur auf der faulen Haut lag. Und genau das stinkt mir ganz gewaltig. Ich als Kind, kann nichts dafür, dass er ein Versager ist und nicht für sich selbst gesorgt hat. Warum soll ich also damit bestraft werden? Das ist btw. Geld was mir dann mal im Alter fehlen wird.
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12.02.2014 17:03 Uhr von ted1405
 
+1 | -1
 
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Was viele nicht sehen ...

der Mann hat wohlmöglich sein Leben lang gearbeitet, jeden Monat einen nicht unbedeutenden Teil seines Einkommens in die Sozialversicherung und Rentenkasse eingezahlt

Am Ende kommt nicht genug raus, also müssen auch die Kinder noch mit ran ... zusätzlich zu ihrem Anteil, den sie Monat für Monat wiederum an den Staat abbezahlen.

Und jetzt kann man mal in Ruhe darüber nachdenken, was in diesem Staat gewaltig schief läuft.
Unsere Gelder werden an anderer Stelle verbraten und entsprechend muss immer mehr dem Bürger aufgedrückt werden - egal wie! Genau diese Mentalität (Kosten für den Staat minimal halten) haben leider auch Gerichte perfekt verinnerlicht.

Von daher war gar kein anderes Urteil möglich.
Unabhängig davon, ob das nun moralisch richtig oder falsch ist - jedes andere Urteil wäre für die Staatsfinanzen wohlmöglich katastrophal.
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12.02.2014 19:41 Uhr von Azureon
 
+4 | -1
 
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"Unabhängig davon, ob das nun moralisch richtig oder falsch ist - jedes andere Urteil wäre für die Staatsfinanzen wohlmöglich katastrophal. "

Ansich nicht, aber die feinen Herren hauen Millionen / Milliarden für einen Schrott wie den BER raus, weil in Deutschland der Durchschnittsbürger nen Scheiss wert ist.

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