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Feldheim macht sich von Stromkonzernen frei - Eigenes Energienetz installiert

Die Gemeinde Feldheim hatte nach der Investition in eine Biogas-Anlage den Strom nicht nur in das Netz einspeisen wollen und hat sich nun zur ersten Gemeinde Deutschlands entwickelt, die ihren Strombedarf selbst aus 100 Prozent erneuerbaren Energien deckt.

Die Gemeinde baute noch einen Windpark mit insgesamt 43 Turbinen. Allerdings hatte E.ON der Gemeinde den Verkauf des Stromnetzes verweigert. In einer Gemeindeversammlung wurde dann die Feldheim GmbH & Co KG gegründet, welche die Stromversorgung sicher stellt.

Die gegründete GmbH begann dann, Leitungen zu verlegen, sodass die Gemeinde nun ein eigenes Stromnetz besitzt. Statt ihre Stromkosten an die Energiekonzerne zu zahlen, bezahlen die Feldheimer nun die Kosten für ihr eigenes Stromnetz. Die Kilowattstunde kostet übrigens im Schnitt 16,6 Cent.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Netz, Strom, Gemeinde, Erneuerbare Energie
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2014 12:07 Uhr von Stefan62
 
+32 | -1
 
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Wenn nicht seit Jahrzehnten sämtliche Regierungen der Lobby der Stromkonzerne hörig gewesen wären und sind, könnte Deutschland viel weiter sein mit Ökostrom u.a. durch mehr dezentrale Versorgung. Aber daran verdienen EON und Co halt nichts.
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08.02.2014 12:10 Uhr von Blood_raven989
 
+33 | -0
 
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10 Cent weniger als bei mir ..... und ein Arschtritt für den Energiekonzern, wenn auch nur monetär ein kleiner arschtritt.
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08.02.2014 12:11 Uhr von tutnix
 
+18 | -0
 
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tja da hat sich e.on verpokert. trifft allerdings nicht den falschen ;).
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08.02.2014 12:19 Uhr von Humpelstilzchen
 
+17 | -0
 
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Richtig so! Die ganzen Lobbyisten mit Anlauf schön in den Arsch treten und sich unabhängig machen! Schon längst überfällig!
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08.02.2014 15:31 Uhr von Joeiiii
 
+5 | -0
 
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So mutig sind leider nicht alle Gemeinden, denn schließlich ist so eine Umsetzung auch mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden. Aber letztendlich lohnt es sich sicher.
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08.02.2014 18:20 Uhr von Perisecor
 
+0 | -3
 
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Und wie bewerkstelligt das keine kleine Gemeinde in der Pampa, sondern eine Industriestadt wie Stuttgart, Duisburg oder Hamburg?

Was macht diese Gemeinde, wenn extreme Windstille oder extremer Wind herrscht?
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08.02.2014 21:32 Uhr von georgygx
 
+1 | -0
 
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@Perisecor
Hast du die News nicht richtig gelesen ?

Die haben eine BIOGAS Anlage und als Erweiterung kommt noch WINDENERGIE.

Bedeutet also, dass sie doppelt versorgt sind und wenn eins ausfällt noch das Andere Strom garantiert.
Außerdem handelt es sich da nur um 37 Haushalte...

Sie werden den Strom sicherlich auch verkaufen und die Preise werden auch noch fallen, wenn die Kosten wieder eingeholt sind.

Bei einer Großstadt klappt sowas leider nicht.

Wir hier haben um unser Dorf herum auch unzählige Windräder aber müssen trotzdem den Strom aus dem Ruhrgebiet beziehen, während der Stromanbieter fett Knete macht

[ nachträglich editiert von georgygx ]
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09.02.2014 02:38 Uhr von wombie
 
+0 | -0
 
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Langfristig ist sowas sicher eine gute Idee, allerdings auch eher in kleinem Rahmen.

Dank ~200 Sonnentagen im Jahr ist unser Haeuschen auch schon seit Jahren autark: Tagsueber produzieren die Solarzellen meist zuviel Strom, der Ueberschuss wird gespeichert. Selbst wenn mal ein paar Tage die Panele voll ausfallen wuerden waer das gar kein Thema. Denn ein wenig kann man den Stromverbrauch ja durchaus beeinflussen.

Selbst unsere Autowerkstatt hat mittlerweile Solarzellen aufm Dach, allerdings ohne Speicher soweit ich weiss.

Allerdings kann man sich hierzulande (USA) dann oft auf einen langen Rechtsstreit einstellen wenn man dem lokalen Stromanbieter damit ans Bein pinkelt. Billig ist es auch nach wie vor nicht unbedingt, wenn es sich auch langfristig durchaus lohnt.
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09.02.2014 10:45 Uhr von s-quadrat
 
+2 | -1
 
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sehr geil, da hat nun also eon in der gesamten Gemeinde wertlose Kabel in der Erde rumliegen, für die man theoretisch noch Geld durch den Verkauf hätte bekommen können, sich aber geweigert hatte um Nachahmer zu verhindern...!? und bekommt nun exakt 0 Cent dafür =D

d.h. bald können sie dann das Kupfer wieder aus der Erde reißen und beim Schrotthändler verkaufen, da bekommt man noch einiges für, und der Wert steigt ja immer mehr... xD
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09.02.2014 14:04 Uhr von Kurt J
 
+1 | -0
 
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Genau dass ist das richtige Vorgehen!
so läßt sich die Energiewende durchaus bewältigen,
und auch ökologisch Sinnvoll in die Welt bringen.

Allerdings verstehe ich nicht weshalb die Gemeinde die Eon nicht zur Durchleitung des Stroms zwingen könnte? Nach EEG, also Windkraft und auch Bioanlage, muss die Durchleitung innerhalb des gleichen Niederspannungsnetzes zwingend gewährt werden.
Die anfallende Durchleitungsvergütung wäre mit ca. 4,5 Cent/ KW/h so hoch dass das Netzt erhalten und ausgebaut werden könnte und der ökologische Blödsinn eines 2. Netzes wäre erspart geblieben!
Ich bin der Ansicht jeder sollte ob mit großen oder kleinen EEG Anlagen Strom produzieren, ins Netz einspeisen und bei Bedarf wieder entnehmen können! Die nötigen Voraussetzungen wären wesentlich leichter zu schaffen als eine neue Hochspannungsautobahn quer durch Deutschland!

Aber im Konsenz betrachtet: Hut ab Feldheim !!!

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