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Jim Reid von der Deutschen Bank: Finanzsystem braucht globales Schuldenmonster

Der Chef-Stratege der Deutschen Bank, Jim Reid, hat geäußert, dass die Zentralbanken mit ihrer Niedrigzinspolitik und dem massiven Drucken von Geld ein neues und globales Schuldenmonster bauen würden.

"Das ist nun seit 10 bis 15 Jahren ein Dauerthema auf den globalen Finanzmärkten vor allem in der entwickelten Welt, aber seit der Finanzkrise auch in den Schwellenländern. Wir haben ein globales Schulden-Monster geschaffen", so Reid.

Dieses Schuldenmonster sei nun so groß und essenziell für das Finanzsystem, dass man den Kurs nicht mehr einfach ändern könne, ohne riesige Konsequenzen herauf zu beschwören, so Reid weiter.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schulden, Deutsche Bank, Zentralbank, Finanzsystem
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2014 22:17 Uhr von Gorli
 
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Das ist ein interessantes neues Thema, was eigentlich keiner so wirklich erwartet hatte: Sind die G20 Staaten sozusagen FED/EZB angefixt und damit abhängig geworden. Die Märkte brechen ja schon zusammen wenn die FED nur laut nachdenkt, eventuell aufzuhören das Geld zu verschenken. (Türkei und Brasilien).

Aber ehrlich: Wen jucken die niedrigen Zinsen eigentlich? Selbst wer Bargeldbestände im 6 Stelligen Bereich auf dem Girokonto (was wohl kaum jemand macht) hat verliert kaum mehr als ein paar Euro pro Jahr. Erst bei 8 oder 9 Stelligen Beträgen tut es weh, aber wer soviel Geld hat, verdient in der Regel das Millionenfache des Verlustes im gleichen Zeitraum.

Da her nochmal: Quo vadis Zinsanhebung?
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06.02.2014 00:53 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Das ist ein interessantes neues Thema, was eigentlich keiner so wirklich erwartet hatte: (...)" (Gorli)
Ich weiß ja nicht, woher Du Deine Informationen erhältst, aber für mich ist das kein wirklich neues Thema. Interessant ist es tatsächlich. Es ist schon von Interesse, wenn die Geldmenge ständig ohne Gegenwert ausgeweitet wird und dies weltweit. Nur weil man sich an den Währungskursen orientiert, heißt dies nicht, daß nicht auch andere Währungen denselben Unfug anstellen. Schließlich trifft man sich ja in Basel.
Und Bargeldbestände hat man zuhause und nicht auf der Bank, denn dort befindet sich kein Bargeld außer im angemieteten Bankfach.
Wenn also "das Millionenfache" verdient wird, stellt sich ja die Frage, woher das genommen wird, denn die Ungleichheit nimmt ja zu und von denen, die nichts haben, kann ja nichts mehr genommen werden.
Es ist eine Blasenwirtschaft und Larry Summers hat vor einigen Monaten gerade die richtige Frage gestellt - nämlich die nach dem Zustand der Realwirtschaft, wobei er sich ausdrücklich bei Bernanke für seine Geldpolitik bedankte. Er machte darauf aufmerksam, daß es sich um eine "säkulare Wachstumschwäche" der Wirtschaft handeln könnte. Diese sei bereits im Jahr 2000 eingetreten - mit Ende der Internet-Blase, was auch meine Meinung bereits in den Jahren danach wurde - rein intuitiv. Larry Summers ist es zu verdanken, daß darüber jetzt öffentlich nachgedacht wird. Diese Wachstumsschwäche rührt daher, daß nicht genügend investiert wird - in die Realwirtschaft natürlich. Auch die Zinslage hat nicht zu entsprechendem Verhalten geführt. Er schlug zur Lösung dieser Wachstumsschwäche ein staatliches Investitionsprogramm vor oder aber die Abschaffung des Bargelds, so daß man negative Zinsen als Strafzinsen für alle Bankguthaben einführen kann.
Was macht Schweden gerade? Warum muß man horrende Bankgebühren für Bareinzahlungen auf ein fremdes Konto zahlen? Warum hat die holländische ABN den Bargeldverkehr abgeschafft? Warum faselt ein Mitglied der Bundesbank in öffentlichen Vorträgen in Hamburg etwas vom "auslaufendem Modell" des Barzahlungsverkehrs? Warum wird der europäische Zahlungsverkehr eingeführt?

"Da her nochmal: Quo vadis Zinsanhebung?" (Gorli)
http://www.pbs.org/...
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/...

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