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Birma: Vergewaltigungen dienen weiterhin als Waffe des Militärs

Obwohl es der zivilen Regierung von Präsident Thein Sein vor drei Jahren gelang, die Macht in Birma zu übernehmen, hat sich an der brutalen Herrschaft durch die Armee im Land nichts geändert. Das Militär nutzt weiterhin Vergewaltigungen als Waffe. Das Ziel seien Einschüchterungen bestimmter ethnischer Gruppen.

Das geht aus einem Bericht der Organisation Frauenliga hervor, der am vergangenen Dienstag veröffentlicht wurde. Bisher sind 100 Vergewaltigungen dokumentiert, aber man geht von einer weit aus größeren Dunkelziffer aus. In 50 Prozent der Fälle handelt es sich um Gruppenvergewaltigungen.

Viele der Opfer sind Kinder. Über 25 Prozent der Frauen wurden getötet oder erlagen ihren inneren Verletzungen. Soldaten seien für die meisten der Verbrechen verantwortlich, wie zum Beispiel Kommandeure. Die Vergewaltiger werden nie angeklagt und deswegen geht man nicht von einer Besserung der Lage aus, wenn sich die Verfassung nicht ändern sollte.


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WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Vergewaltigung, Soldat, Waffe, Militär, Sexueller Missbrauch, Birma, Frauenfeindlichkeit
Quelle: www.taz.de

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