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Das zerbröckelnde Wissen aus Timbuktu über lebensrettende Naturmedizin

Vor 700 Jahren war Timbuktu, heute im westafrikanischen Staat Mali gelegen, der größte Handelsplatz für Bücher und alte Schriften. In Bamako, der Hauptstadt Malis, lagern 300.000 alte Manuskripte aus Timbuktu in einem erodierendem Zementhaus im zweiten Stock.

Der Zeitraum der Sammlung reicht vom 13. bis zum 17. Jahrhundert und befasst sich unter anderem auch mit medizinischen Themen. Nikolay Dobronravin von der Staatlichen Universität Sankt Petersburg in Russland ist ein Gelehrter für alte westafrikanischen Handschriften.

Er glaubt, dass die Schulmediziner von diesen Manuskripten dazulernen könnten. Einfache Kräuter, die in jeder Küche zu finden sind, könnten längst vergessene Heilmittel sein. Ein Beispiel ist Artemisinin, das aus einjährigem Beifuß gewonnen und seit dem Jahr 2001 gegen Malaria eingesetzt wird.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissen, Medizin, Timbuktu
Quelle: nautil.us

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2014 10:43 Uhr von Ms.Ria
 
+8 | -0
 
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"Er glaubt, dass die Schulmediziner von diesen Manuskripten dazulernen könnten. "

Das glaub ich auch, man könnte diese alten Kenntnisse mit dem heutigen medizischen Wissensstand noch optimieren und breitgefächerter einsetzen. Es gibt ja so viele chemische Medikamente die einem verschrieben werden, durch die man durch die Nebenwirkungen noch kranker werden kann als man es eh schon ist. Vllt könnte das durch natürliche Medizin verringert oder umgangen werden. Aber dann verdienen ja die Chemie- und Pharmakonzerne weniger... und solange Geld höher gestellt ist wie das meschliche Wohl, wird das erstmal nix.
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15.01.2014 11:51 Uhr von sooma
 
+6 | -1
 
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Schnell digitalisieren, bevor die "Rebellen" den Rest auch noch zerstören.
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15.01.2014 13:05 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+7 | -3
 
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Woher kommt eigentlich der Irrglaube das Pflanzliche Arzneien keine oder zumindestens erheblich weniger Nebenwirkungen hätten als andere Arzneien ?

Trotzdem sollte man diese Dokumente restaurieren, historisch gesehen sind diese wohl sehr wertvoll.
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15.01.2014 13:45 Uhr von GroundHound
 
+4 | -1
 
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Sicher gibt es Naturheilverfahren, die schon früher bekannt waren.
Zu viel sollte man sich davon aber nicht erhoffen, denn vor 700 Jahren starben die Menschen wie die Fliegen an Krankheiten, die die moderne Medizin heute problemlos heilt. So weit her kann es also mit der "lebensrettenden Naturmedizin" nicht sein.
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15.01.2014 14:45 Uhr von perMagna
 
+3 | -1
 
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"Woher kommt eigentlich der Irrglaube das Pflanzliche Arzneien keine oder zumindestens erheblich weniger Nebenwirkungen hätten als andere Arzneien ?"

Das weiß ich auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass wenn Menschen etwas nicht verstehen, sie gerne etwas mystisches hineininterpretieren.
Man kann sagen, die Kraft des Fingerhuts überträgt sich auf das Herz, oder man sagt einfach, dass Digitoxin die Na/K-ATPase hemmt, Calcium steigt und die Kontraktionskraft des Herzmuskels steigt.
Wenn man sich einmal die Mühe macht und den Körper als großes Reagenzglas anzusehen, verliert man schnell die Begeisterung für "Pflanzliches" oder Homöopathie.
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15.01.2014 14:56 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -0
 
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@Child_of_Sun_24

Ja, gute Frage.
Natürlich = gesund, kann keine Nebenwirkungen haben.
Die alten "Kräuterhexen" wissen aber recht genau um die Nebenwirkungen. Die modernen Homöopathen hingegen scheinen dieses Wissen verloren zu haben.

Beifuß z.b in natürlicher Form enthält auch einige Allergene und hat zudem eine Fehlgeburten fördernde Wirkung. Mag bei Malaria vielleicht das kleinere Übel sein, aber alles andere als "nebenwirkungsfrei", zumindest für eine schwangere Malariapatientin....

Ja, die Bücher könnten evtl. interessant sein und sollten digitalisiert werden. Und wenn man damit zumindest die bisherigen Forschungen nochmal prüft.
Aber auf "lebensrettende Medizin" würde ich da jetzt nicht hoffen....

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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15.01.2014 22:30 Uhr von Joeiiii
 
+1 | -2
 
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Wenn die Pharmaindustrie davon Wind bekommt, und das wird sie, weil darüber berichtet wird, dann sehe ich die Manuskripte schon brennen. :-(

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