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Teure EU-Richtlinie könnte Aus für viele Schausteller sein

Eine bereits zehn Jahre alte EU-Norm gilt jetzt als deutsche Richtlinie für zahlreiche Fahrgeschäfte. Dabei hat aber Deutschland auf die EU-Norm noch mal eine Änderung drauf gesetzt, die die Umsetzung erst richtig teuer macht.

Die EU hatte verschärfte Sicherheitsvorschriften für neue Fahrgeschäfte erlassen, Deutschland hat diese auf bestehende Geräte ausgeweitet. Auf die Betreiber kommen so Kosten bis zu 80.000 Euro zu.

Für einige Betreiber bedeutet dies das sichere Ende ihres Geschäftes. Dies wäre aber auch höchstwahrscheinlich das Ende für viele kleinere Jahresmärkte.


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WebReporter: Sittichvieh
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Aus, Richtlinie, EU-Richtlinie, Schausteller
Quelle: www.recklinghaeuser-zeitung.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2014 12:36 Uhr von brycer
 
+3 | -22
 
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14.01.2014 12:55 Uhr von deraufdersucheist
 
+13 | -1
 
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Immer noch besser, noch sicherer, noch noch noch. Bis heute hatten die Fahrgeschäfte auch nicht täglich einen Todesfall, oder?

Also was soll die ganze Vorschreiberei? Normaler Menschenverstand, das ist das Rezept!
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14.01.2014 13:19 Uhr von DIMO58
 
+14 | -2
 
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Hi,
ich habe selbst eine Zeit lang als Schausteller gearbeitet und hatte dabei mit bekommen wie peinlich genau nach jedem Aufbau und VOR der jeweiligen Inbetriebnahme die Fahrgeschäfte vom TÜV untersucht werden.
Aus meiner Erfahrung wäre es besser genauer drauf zu achten das alkoholisierte Gäste nicht in Fahrgeschäfte einsteigen dürfen.
OK, das gibt oft Stunk wenn einer dann nicht mitfahren darf, aber die Sicherheit sollte hier vor dem Spaß stehen.

Auch sollte ab und zu mal kontrollieret werden ob die Bediener des jeweiligen Fahrgeschäftes auch wirklich 0 Promille haben was ja auch Vorschrift ist.

Jedenfalls sind die Fahrgeschäfte schon jetzt sicherer als Auto-/Motorrad fahren und zu Fuß über die Straße gehen!

[ nachträglich editiert von DIMO58 ]
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14.01.2014 13:23 Uhr von brycer
 
+1 | -3
 
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@deraufdersucheist:
Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Aber warum muss auch immer erst etwas passieren (das Kind in den Brunnen fallen), bevor man etwas tut?
Dein ganzer Menschenverstand nützt dir nichts mehr, wenn du bei höherer Geschwindigkeit aus dem Fahrgeschäft fliegst oder eventuell die ganze Gondel mit dir flöten geht.
Tatsache ist auch, dass die Fahrgeschäfte immer spektakulärer und schneller sein müssen. Dass da dann andere Sicherheitsmaßstäbe angesetzt werden, das ist doch auch klar.
Ob man mit der Ausweitung auf bestehende Fahrgeschäfte versäumnisse aus der Vergangenheit aufarbeiten will? Gut möglich - aber für uns mit Sicherheit nicht zu ergründen.
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14.01.2014 13:37 Uhr von derSchmu2.0
 
+4 | -1
 
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Die Verantwortung wird/muss geteilt werden.
Ich sehe das so, dass wir in Deutschland mit dem TÜV schon eine gute Institution haben, die vor allem bei mobilen Fahrgeschäften genau hinschaut, bevor sie in Betrieb genommen werden. Wenn dann dennoch was passiert, muss man das leidergottes als Schicksal abtun. 100%ige Absicherung gibt es nicht und wer an diese festhalten will...der soll sich zu Hause in Watte einpacken fernab von allen Zündquellen.
Gehe ich auf so ein Fahrgeschäft, muss ich auch mit einer Restwahrscheinlichkeit rechnen, dass doch irgendwas schiefgeht...für alles gibt es keine Absicherung.
Wir haben momentan einen gesunden Punkt, denke ich, wo die Fahrgeschäfte vom Eintritt, der ja teilweise schon nicht ohne ist, leben können, ohne Fahrgäste von den Preisen abschrecken zu müssen und die Sicherheit auf der Strecke zu lassen. Allerdings reicht schon schlechtes Wetter aus, um die Umsätze ins Minus purzeln zu lassen.
Höhere Auflagen hätten den Effekt, dass die Sicherheit unverhältnissmäßig zum Nutzen steigt. Was nützt einem die sicherste mobile Achterbahn der Welt, wenn keiner mehr aufgrund der gestiegenen Eintrittspreise damit fahren will?

[ nachträglich editiert von derSchmu2.0 ]
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15.01.2014 09:32 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Schon wieder ein Verstoß der EU gegen das Subsidiaritätsprinzip:
"Im Saldo, so hätte eine erste ehrliche Bestandsaufnahme zu lauten, ist die europäische Integration eben keine reine Erfolgsgeschichte. Sie ist teilweise degeneriert. In den sechzig Jahren ihres Bestehens hat die EU in vielen Feldern mehr Kompetenzen auf sich geladen, als ihr guttut - und in einigen Feldern zu wenige. Für beides, für das Zuviel hier und für das Zuwenig dort, tragen in erster Linie die Mitgliedsstaaten die Verantwortung; sie, niemand sonst, haben die EU entsprechend ausgestattet, zuletzt mithilfe eines Lissabon-Vertrages, über dessen unheimliches Kompetenzpotenzial sie sich heute, bei genauerem Hinsehen, mächtig sorgen. Schuld an dieser Unwucht hat freilich auch der avantgardistische Dünkel vieler Kommissionsbeamter, die glauben, für die segenreichste politische Institution aller Zeiten zu arbeiten. In vier Jahren als Korrespondent in Brüssel habe ich immer wieder Eurokraten getroffen, die freiweg eingeräumt haben, dass ihnen der Grundsatz der Subsidiarität, also der Vorrang der nationalen Ebene herzlich egal sei." (Jochen Bittner, DIE ZEIT vom 2. Januar 2014, S. 5)
In der Wochenzeitschrift DIE ZEIT sitzt das Steering Committee der Bilderberger - also das Committee, das die Einladung zu deren Konferenzen verschickt.

Es ist also an der Zeit, das "Immer tiefer" (Herbert von Arnim, Das Europa-Komplott) soweit abzuschwächen, daß die Bürger der EU es nicht erdrückend empfinden. Ist es denn realitätsfern, ein Bedürfnis nach eigener Identität zu haben? Allein in Deutschland wird schon dadurch diese Identität nivelliert, wenn sich die Mundarten in den einzelnen Landesteilen verlieren. Wieviel größer ist das Unverständnis dafür, auch noch die einzelnen Sprachräume zu nivellieren? Die Realität: Es sind zuviele, die da nicht mehr mithalten können. Der Traum vom Englisch wird in Deutschland aufgrund seiner Geschichte geträumt. In Spanien sieht das völlig anders aus. Auch der Vergleich mit Indien klappt nicht, weil Indien Englisch nur aufgrund seiner Kolonialgeschichte als gemeinsame Basis hat. Freiwillig hätten sie das nicht gemacht.
Auch in deutschen Unternehmen herrscht nur ein Niveau rudimentärem Englisch, auf das man sich geeinigt hat, um kommunizieren zu können.
Angeblich ist Europa eine Demokratie. Wenn dem aber so ist, wird man den Menschen in Europa kaum ihre eigene Identität klauen können. Und dieses Kalkül fehlt den Eurokraten bei deren von Jochen Bittner beschriebenen Einstellung gegenüber "ihrem" Volk. Die Eurokraten betrachten nämlich "ihr" Volk nicht als Volk, sondern als Manövriermasse, die so zurechtgeknetet wird, daß sie ihren Vorstellungen entspricht - nämlich "immer tiefer" integriert wird, wie es durch das Programm "immer tiefer" - da europäische übergeordnete Rechtsnorm - den Eurokraten vorgegeben wird.

Es ist dieses Programm des "immer tiefer", das reflexartig für die Eurokraten herhalten muß, um ihren Machthunger zu stillen. "Ihr" Volk ist ihnen ziemlich egal, da sie sich ja nicht um das Volk selbst nicht zu kümmern haben, sondern die nationalen Regierungen, die aber dankbar für Europa sind, weil sie unangenehme Themen nach Europa abschieben können. Wie sagte noch FDP-Brüderle ehrlicherweise bei Maybrit Illner im Wortgefecht vor Jahren in einer Talk-Show zu irgendeinem Thema: "Über Europa geht das."
Also technische Handhabung eines Themas: Abschieben des Themas an Europa, stille Lobbyarbeit am Thema in Brüssel, Aufregung über die EU-Richtlinie im eigenem Land. Das ist Europa.
Ist diese Meinung unrealistisch? Ich glaube nein: 80 Prozent aller Gesetze stammen aus Europa.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]

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