10.01.14 12:05 Uhr
 6.610
 

Bundesgerichtshof: Mahnschreiben von Anwälten können auch versuchte Nötigung sein

Der Bundesgerichtshof bestätigt ein Urteil gegen einen Juristen, der wegen Nötigung verurteilt worden war (Urteil vom 05.11.2013, Az.: 1 StR 162/13).

Der Anwalt hatte für ein unseriöses Gewinnspielunternehmen Mahnschreiben aufgesetzt, die das Unternehmen in seinem eigenen Namen selbstständig an seine Kunden verschickte, teils mit Androhungen, den Staatsanwalt wegen Betruges einzuschalten.

Der Anwalt verdiente dabei mit 150.000 Euro nicht schlecht. Wegen der Androhung einer Strafanzeige erhielt er aber eine Anzeige und wurde wegen versuchter Nötigung verurteilt.