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"Lebensgefährlich": Feuerwehrverband warnt vor neuem Kfz-Kühlmittel R1234yf

Das neue Kfz-Kältemittel R1234yf müsse umgehend gesetzlich verboten werden. Dies äußerte der stellvertretende Bundesvorsitzende des Berufsverbandes Feuerwehr, Daniel Dahlke. Das Kühlmittel sei für Ersthelfer und Polizisten "lebensgefährlich".

Grund ist der Fluorwasserstoff. Kommt der mit Wasser in Kontakt, kann sich Flusssäure bilden. Schon bei kleinsten Mengen, die man einatmet, können Organe irreversibel geschädigt werden. Hält der Gesetzgeber an dem Kühlmittel fest, müsste die Feuerwehr ihre Einsatzstrategie komplett ändern.

Alle Rettungskräfte müssten dann Atemschutzgeräte anlegen, was die Rettungszeit verlängert. Dahlke beklagt, dass R1234yf nur aufgrund des enorm starken Lobbydrucks der US-Chemieindustrie eingeführt wurde. Diese wollten eine "Lizenz zum Gelddrucken". CO2 als Alternative wäre nämlich viel zu billig.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Verbot, Kfz, R1234yf
Quelle: www.fr-online.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.01.2014 17:20 Uhr von Nasa01
 
+31 | -1
 
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Wenn das von einer Lobby kommt und mit viel Geld verbunden ist - dann wird das durchgedrückt.
Egal wie schädlich oder giftig es auch sein mag.

Das letzte Beispiel - Glühlampen > Energiesparlampen.
Da war´s exakt das gleiche.
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08.01.2014 17:50 Uhr von Kabawicht
 
+10 | -2
 
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Dieses Kühl-Mittel ist nicht nur für Ersthelfer gefährlich! Jeder Autofahrer hat bestimmt schon mal Kühlmittelverlust festgestellt.

[ nachträglich editiert von Kabawicht ]
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08.01.2014 18:06 Uhr von madafaka
 
+10 | -0
 
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Ich lese immer wieder Nachrichten wo ich mich immer wieder ärgere, aber nach zwei Minuten ist der Frust schon weg. Das Leben geht weiter, uns wurde beigebracht das das Business so läuft als Einzelner haben niemand eine Chance und solang niemand die Masse überzeugt passiert auch nichts!
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08.01.2014 18:27 Uhr von Jaecko
 
+6 | -1
 
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Nur Atemschutz bringt bei Flusssäure in etwa so viel, wie mit nem Grillhandschuh in nen Vulkan zu hopsen...
Da reicht eine Verätzung von ner etwa Bierdeckelgrossen Hautfläche für tödliche Wirkung.
Was warn da wieder für ein Ingenieur am Werk?
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08.01.2014 18:29 Uhr von Freddchen
 
+5 | -1
 
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madafaka hat recht, und genau aus dem Grund wird niemals was geändert weil die Lobby weiß, dass der Mensch dazu zu faul ist und sich nicht mit solchen Problemen belasten will. Das ist der einzige Grund warum es so viele Wirtschaftsverbrecher gibt. Die Gleichgültigkeit der Menschheit ist noch mal ihr Untergang.
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08.01.2014 19:08 Uhr von shadow#
 
+1 | -8
 
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"Der Feuerwehrverband", "die Feuerwehr", ...
Hochoffiziell, ganz schlimm und generell böse, könnte man jetzt denken. Ist aber gar nicht so.

Der "Berufsverband Feuerwehr" ist nämlich nur ein kleiner und in der Landschaft der deutschen Feuerwehren relativ unbedeutender e.V. mit irgendwo über 20.000 Mitgliedern, und seltsamerweise auch ziemlich der einzige, der größere Probleme mit dem "Killerkältemittel" hat.
Dieser Zirkus der auch 2011 schon veranstaltet wurde, ist einzig und allein für die Verteufelung in den Medien und der Öffentlichkeit verantwortlich.

Zum Vergleich dazu vertritt der DFV (Deutscher Feuerwehr Verband) ziemlich alles was mit Feuerwehr beschriftet ist und hat mal so gar kein Problem mit R-1234yf:
http://www.dfv.org/...

Irgendwie doof diese relativ sinnlose Panikmache, könnte man jetzt meinen - ist aber tatsächlich klasse!

Nach den neuesten Presseberichten wollen alle großen deutschen Autobauer jetzt auf CO2 als Kältemittel setzen, die Kunden werden die teurere Technik ausnahmsweise mal gerne bezahlen und neben dem Sicherheitsgewinn für Rettungskräfte tun sie damit vor allem etwas für die Umwelt - ganz ohne es zu wollen.
Und wenn der erste Ingenieur auf die Idee kommt, einfach noch ein paar Kilo CO2 mehr da reinzupacken und das Ding als Feuerlöschanlage für den Motorraum mitzuverwenden, ist eh alles super.

Gebt den Typen irgendeinen Umweltpreis, den haben sie sich redlich verdient.
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08.01.2014 20:25 Uhr von klacm
 
+2 | -0
 
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@shadow
"Die Kältemittelhersteller werden in Kürze ein Sicherheitsdatenblatt und auf der Grundlage umfangreicher interner und externer Erkentnisse Umluft unabhängiges Atemschutzgerät(PA) und Persönliche Schutzausrüstung(PSA) vorschreiben.
Heisst: Einsatzkräfte sind vor den Gefahren des Kältemittels geschützt, WENN sie ein Atemschutzgerät benutzen. und den teil mit der PSA könnte darauf hinweisen, dass die Einsatzkräfte ggf. nur mit Chemieschutzanzug in die nähe des brennenden Fahrzeugs dürfen.
Wenn sich wirklich, bei kontakt mit Wasser, Flusssäure bildet, wird man nicht drum rum kommen, bei Fahrzeugbränden mit diesem Kühlmittel den Gefahrgutzug des entsprechenden Kreisfeuerwehrverbandes mitzualarmieren, um den Gefahren vorzubeugen.

Für die die es nicht wissen: Flusssäure frisst sich unsichtbar durch die Haut und frisst einen von innen heraus auf. Man sollte es also nicht nur einatmen, sondern den kompletten Kontakt mit dem Stoff vermeiden.
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08.01.2014 20:42 Uhr von Nasa01
 
+3 | -0
 
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@shadow

Umstritten ist die neue Chemikalie R1234yf, weil sie sich bei weitaus niedrigeren Temperaturen als das bisher eingesetzte Kältemittel R134a entzünden kann und dadurch gefährliche Fahrzeugbrände drohen. Zudem reagiert der Fluorwasserstoff mit der Umgebungsfeuchtigkeit zu stark ätzender Flusssäure. Auch das kann Insassen und die Rettungskräfte gefährden.

Insofern kann man die Bedenken durchaus nachvollziehen - oder?
Ich würde das jetzt nicht als sinnlose Panikmache abtun.
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09.01.2014 00:58 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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@ Nasa01
Der Unterschied ist eben, dass alle anderen mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangegangen sind und eine sinnvolle Risikoabschätzung durchgeführt haben, anstatt in Panik zu verfallen.

Wenn dann noch jemand die Zusammenhänge gar nicht versteht, wie z.B. Kabawicht...
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09.01.2014 09:26 Uhr von Nasa01
 
+1 | -0
 
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@shadow
Auszug aus Wiki
"Eine handtellergroße Verätzung durch 40-%-ige Flusssäure ist in aller Regel durch resorptive Giftwirkung tödlich. Besonders gefährlich ist, dass ein warnender Schmerz oft erst mit einer Verzögerung von mehreren Stunden auftritt. Schmerzstillende Mittel, selbst Betäubungsmittel wie Morphin und Fentanyl, sind hierbei fast wirkungslos. Im schlimmsten Fall muss die Gliedmaße oder ein großer Teil davon aufgrund der tödlichen Wirkung von Flusssäure amputiert werden."

Also ich würde mich als Feuerwehrler auch dagegen stemmen.
Nicht panisch, aber durchaus mit Nachdruck.

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