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Sylter verliert Geldbörse: Fahndung nach dem Finder über Facebook gestartet

Am vergangenen Sonnabend hat ein Sylter an nahe einer Tankstelle seinen Geldbeutel verloren. Eine Überwachungskamera der Tankstelle zeigte, dass das Portemonnaie von einem Mann gefunden wurde, der es einfach offenbar einfach eingesteckt hat.

Der Sylter hat die Bilder der Überwachungskamera ins Internet gestellt und im sozialen Netzwerk Facebook in der Gruppe Gesucht-Gefunden-Sylt veröffentlicht. Insgesamt wurden so 5.886 Gruppenmitglieder mit der "Fahndung" nach dem Finder des Geldbeutels bedacht.

"Lieber Finder, ich darf davon ausgehen, dass Du noch vorhast, meine Geldbörse (...) abzugeben, inklusive Inhalt versteht sich", so der Text zum veröffentlichten Video. Andernfalls werde Anzeige erstattet. In dem Forum ist allerdings eine Diskussion entbrannt. "Datenrechtlich verwerflich" wurde geäußert.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Facebook, Fahndung, Finder, Geldbörse
Quelle: www.shz.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.01.2014 09:24 Uhr von blade31
 
+11 | -0
 
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Wie kommt der Typ an die Bilder der Überwachungskamera?
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08.01.2014 09:30 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+9 | -0
 
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Der Tankstellenbetreiber hat die Bilder der Überwachungskamera zur Verfügung gestellt bzw. freigegeben. Genau das scheint auch nun das eigentliche Problem zu sein.
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08.01.2014 09:42 Uhr von catdeelay
 
+7 | -2
 
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neben dem dubiosen erlangen der Bilder ist es in Deutschland auch illegal selbst Fahndungsaufrufe zu starten. Dies darf ausschließlich die Polizei.

Dem unehrlichen Finder gehören aber auch die Hammelbeine langgezogen.
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08.01.2014 09:54 Uhr von Dillenger
 
+2 | -0
 
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Ohje, das hört sich nach einem langen Rechtsstreit an. Ganz klar ist aber, der Tankstellenbesitzer hat die Bilder nicht raus zu geben und der Geldbörsen-Verlierer hat nicht in Facebook so einen Aufruf zu starten :-(
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08.01.2014 09:57 Uhr von Dillenger
 
+4 | -2
 
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Und ALLE, die die Börse selbst behalten hätten, zeigen nun mit dem Finger auf den "Finder"...
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08.01.2014 10:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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Ich weiß von einem Fall, wo nicht einmal die Polizei die Bilder auswerten durfte. Obwohl Polizei und Tankstellenbesitzer den Dieb auf der Überwachung erkannten, unterschreib der Richter nichts.
Der Sinn der Videoüberwachung ist offensichtlich nur, dass man den Dieb beim Wegfahren erwischen muss, und die Autonummer der Polizei sofort melden muss.
Hinterher auswerten ist offenbar nicht.
Aber ich bin kein Rechtsexperte.
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08.01.2014 10:23 Uhr von Rechtschreiber
 
+1 | -9
 
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Unterschlagung ist eine Straftat und damit ist es legitim, ein Fahndungsphoto ins Netz zu stellen. Sein Recht auf Anonymität hat er durch sein eigenes Handeln verwirkt.
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08.01.2014 10:31 Uhr von Dillenger
 
+3 | -1
 
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Da gibt es nur ein kleines Problem. Sobald Finder sagt, er wollte es zurück bringen und dazu MUSSTE er es ja einstecken, ist die Unterschlagungssache hinfällig.
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08.01.2014 10:46 Uhr von Rechtschreiber
 
+0 | -2
 
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Aber auf die Idee, das Ding bei der Tankstelle abzugeben, kam er nicht. Auch nicht bei der Polizei, denn die hätten den Besitzer UNVERZÜGLICH darüber in Kenntnis gesetzt. Die Tatsache, dass der Besitzer die Zeit hatte, sich die Überwachungsaufnahmen zu holen, und dann auch noch im Netz einen Aufruf zu starten, spricht wohl dafür, dass der Finder weniger die Absicht hatte, das Teil zurückzugeben, und eher dafür, dass das Geld rausgenommen - und der Geldbeutel weggeworfen wurde.
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08.01.2014 11:17 Uhr von Dillenger
 
+1 | -0
 
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So legst Du das aus, andersherum : Der Finder wollte die Börse zum Fundbüro bringen. Ihm kam etwas dazwischen, so das er im Laufe der nächsten Tage, dieses aufsuchen wollte. Er ist nicht verpflichtet es an der Tanke oder bei der Polizei abzugeben. Er kann es auch zum Rathaus bringen, je nach Gusto.
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08.01.2014 11:41 Uhr von Winneh
 
+3 | -0
 
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Quelle lesen hilft..

"Der Sylter, dem dies am vergangenen Sonnabendabend passierte, schritt zur Tat: Er ließ sich von der Tankstelle die Bilder der Überwachungskameras geben und stellte den vermeintlichen Portemonnaie-Dieb ins Internet, auf die Facebookseite der Gruppe Gesucht-Gefunden-Sylt. "

"Die Tankstelle darf zwar Bilder aus ihren Überwachungskameras herausgeben, „aber nur zur Strafverfolgung“. Der Eigentümer des Portemonnaies hätte mit den Bildern also gleich zur Polizei gehen müssen. Dass er die Fotos stattdessen auf Facebook veröffentlicht hat, sieht Langenkämper dagegen als „Form der Nötigung“"

Sollte also klar sein, das die Aktion rechtlich nach hinten losgeht wenn er an den falschen gerät.
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08.01.2014 12:12 Uhr von Pumba1986
 
+1 | -0
 
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Ne Anzeige wäre n Schnitt ins eigene Fleisch, denn Tankstellenbesitzer und der "beklaute" machen sich mit dem Video strafbar.

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