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Frankreich: Personal hält zwei Manager bei Goodyear gefangen

In Amiens, im Norden Frankreichs, hält das Personal der Reifenfabrik Goodyear zwei Manager gefangen. Die Arbeiter wollen mit der Aktion eine höhere Entlassungsentschädigung erzwingen.

Fast alle 1.200 Mitarbeiter der Fabrik drohen ihren Job zu verlieren. Nach einem hitzigen Gespräch mit den Managern beschloss man, diese festzuhalten. Der Zugang zur Fabrik wurde zudem mit Reifenstapeln blockiert.

Seit fünf Jahren versucht Goodyear erfolglos die Fabrik zu reorganisieren. Durch Einmischung der Regierung, Proteste der Mitarbeiter und langwierige Entlassungsprozeduren, zieht sich die Reorganisation dahin.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankreich, Manager, Personal, Goodyear, Festhalten, Gefangenahme
Quelle: www.theaustralian.com.au

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.01.2014 16:42 Uhr von Perisecor
 
+5 | -13
 
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Deshalb geht Frankreich ja auch den Bach runter.
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06.01.2014 16:59 Uhr von evil1
 
+11 | -2
 
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die franzosen haben wenigstens noch eier. bei uns hätten sie die bude zu gemacht und alle hätten nur gemeckert!
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06.01.2014 17:27 Uhr von Perisecor
 
+6 | -12
 
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@ evil1 @ newsleser54

Wenn die Mitarbeiter was tun würden, dann müsste die Fabrik gar nicht geschlossen werden.

Aber gut, wenn ihr Freiheitsberaubung toll findet: Für wie lange darf ich euch denn in meinen Keller sperren?
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06.01.2014 17:39 Uhr von 4thelement
 
+6 | -4
 
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respekt ! die haben da noch streikkultur .... hier jammern se ja nur umme wette & wenn die polizei kommt wird sogar die straße freigemacht ....
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06.01.2014 18:28 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -4
 
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Ihr sprecht alle euren Respekt über die Streikkultur aus.

http://www.welt.de/...

Das kommt dabei raus. Die sind selber schuld das ihre Fabrik geschlossen wird.
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06.01.2014 21:32 Uhr von limasierra
 
+0 | -2
 
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Solche Mitarbeiter muss man frühzeitig erkennen, sodass es erst gar keine Mitarbeiter werden.
Hoffentlich haben sie wenigstens schon Pläne, wie sie ihre eigene Firma managen, vor allem wenn sie dann sozusagen ihre eigenen Mitarbeiter sind..
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06.01.2014 23:44 Uhr von Hugh
 
+3 | -0
 
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@ Perisecor:

Tja, Frankreich ist ein anschauliches Beispiel dafür, wohin der Sozialismus führt. Die Köpfe der Menschen sind mit der Vorstellung vergiftet, dass ein Unternehmer per se der Böse ist, den es zu knechten gilt.
Internationalen Wettbewerb und Globalisierung gibt es in dieser Weltanschauung nicht. Man glaubt, dass man sich ewig in seiner Gemütlichkeit einrichten kann und einfach so weiter macht wie immer.
Leider gibt es auch hierzulande reichlich Anhänger dieser Weltanschauung. Dann werden stets Frankreich und Italien für ihre Generalstreiks angehimmelt. "Die trauen sich noch was".
Doch was haben durchdrehende Bauern und brennende Strohballen genützt? Nichts. Das Land geht - wie Du es richtig sagst - den Bach runter. Die Zahlen sind verheerend. Das Land hat einen derart immensen Reformstau vorzuweisen, dass sich keiner ihn umzusetzen traut. Angesichts der französischen Mentalität wäre das politischer Selbstmord. Aber die sozialen Wohltaten von gestern sind die soziale Kälte von heute und die Pleite von morgen.
Sie haben den Bogen nach allen Regeln der Kunst überspannt.
Das bedeutet nicht, dass wir hier in Deutschland vom hohen Ross urteilen dürfen. Im Gegenteil: Es muss uns dazu anhalten, ständig aufs neue das Selbstbild zu justieren und zu überprüfen, ob und wie weit wir auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sind. Alles andere ist Augenwischerei für diejenigen, welche glauben, sich eine Faktenlage herbeiwünschen zu können.
Daher sage ich:

Frankreich sollte ein Beispiel sein - ein mahnendes Beispiel!

[ nachträglich editiert von Hugh ]
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07.01.2014 11:50 Uhr von Hugh
 
+1 | -1
 
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@ wok!

Wenn ich mich nicht irre, haben wir - aller berechtigten Kritik zum Trotz - in Deutschland Rekordeinnahmen bei den Steuern - von gefaketen Arbeitnehmern werden die sicherlich nicht erwirtschaftet worden sein.

Du erwartest also, dass die "Politiker" was machen (so interpretiere ich jetzt mal zusammenfassend Deinen letzten Beitrag). Ja was denn?
Fakt ist: Wenn sich eine Unternehmung nicht rechnet, dann kann man das auch durch Proteste nicht ändern.
Die Franzosen schaufeln sich im Endeffekt ihr eigenes Grab. Für welchen Investor soll das noch ein attraktives Land sein?
Wenn ich nun noch höre, dass dort gesetzlich verboten werden soll, gewinnbringende Firmen zu schließen/zu verlagern, dann fällt mir da echt nichts mehr zu ein. Das ist Wirtschaftspolitik, die von Populismus, Kurzsichtigkeit und planwirtschaftlichen Holzhammermethoden geprägt ist. Frankreich blickt auf eine lange Tradition arbeitnehmerfreundlicher Gesetzgebungen und Regierungen zurück und unterhält einen regelrechten Wald an Staatsbetrieben. Während die Staatsquote in Deutschland in den letzten 10 Jahren abgenommen hat, hat sie in Frankreich zugenommen. Und, was hat es den Franzosen denn gebracht? Sie stehen vor einem Berg von Problemen, der ein fundamentales Umdenken erfordert. Nur, weil sie es jahrzehntelang verpennt haben, kommt es am Ende drei mal so dick. Früher oder später wird - und Du wirst Dich an meine Worte noch erinnern - Frankreich ganz unweigerlich vor den volkswirtschaftlichen Wahrheiten stehen.
Das hat alles nichts mit "bösen Investoren" zu tun. Das ist eine Mentalität, welche die Schuld immer beim anderen sucht. Daher auch Dein Bananenrepublik-Avatar. Darf ich Dich mal fragen, ob Du Dich jemals über einen längeren Zeitraum (ich meine keinen Pauschal-Urlaub) mal in einer echten Bananenrepublik aufgehalten hast?
Mir erscheint das Gehabe mit der "Bananenrepublik Deutschland" doch geradezu als dekadente Verdrehung der Wirklichkeit.
Im Übrigen: Du sprichst Dich gegen die Diskriminierung von Arbeitslosen und gegen niedrige Löhne aus. Ich auch! Ehrlich! Offen gesagt habe ich eine gehörige Zeit lang sogar selber für einen Mini-Lohn gearbeitet, ungefähr für 3€ netto die Stunde. Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass man einen hohen Lohn nicht mit der Brechstange einführen kann.
Bist Du schon mal auf die Idee gekommen, dass diese Problematik nicht doch eine eher komplexere ist und nicht am bloßen Willen von Politik und Wirtschaft scheitert?
Mit anderen Worten ausgedrückt: Würdest Du für das identische Produkt made in Germany das fünffache zahlen?
Und wenn ja, was hätte dann der Arbeitnehmer davon, wenn sein hoher Lohn von einem noch höheren Preisniveau aufgefressen würde? Derartigen Forderungen liegt daher zunächst mal ein fundamentaler Irrtum bei der systematischen erheblichen Überschätzung der Gewinnspanne in vielen Unternehmen ein: Man glaubt, dass der deutlich höhere Lohn nur vom exorbitanten Gewinn des Unternehmers abgezogen wird. Was glaubst Du aber, wie knapp in den meisten Unternehmen kalkuliert wird? Von den allerkleinsten bis zu den allergrößten Firmen. Und die Kunden wollen es so. Denn eine Lohnerhöhung kann rechnerisch nur noch mit einer Erhöhung des Preises des Produktes oder der Dienstleistung bezahlt werden.
Mein ehemaliger Chef hat das auch versucht. Hat allen gute Löhne gezahlt, hatte aber das Problem, mit einer geizigen Kundschaft zu tun zu haben: "Was können wir an dem Preis denn noch machen?". Folge: Insolvenz.
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07.01.2014 12:17 Uhr von Perisecor
 
+1 | -3
 
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@ wok!

"Die Arbeiter arbeiten da IM MOMENT nur drei Stunden am Tag..."

Nein, die niedrige Produktivität in Frankreich ist ja kein Geheimnis und keine Neuigkeit. In der entsprechenden News wurde auch ganz klar gesagt, dass das ´in Frankreich eben so sei´ - also nicht nur jetzt genau zu diesem Zeitpunkt in dieser einen Fabrik.


"Vielleicht hat die Heuschrecke - pardon, der Investor - nur gemerkt, dass sich die Reifenindustrie doch nicht so zum Auspressen lohnt?"

http://en.wikipedia.org/...

Vielleicht bist du auch einfach nur mal wieder total schlecht informiert und die "Heuschrecke" und "Investor" weiß als Reifenhersteller sogar ziemlich genau, wie der Hase in der Reifenindustrie läuft?


"Vor einem Jahr gab es sogar Pläne der Mitarbeiter, das Werk zu übernehmen. Unterstützung bekamen sie dafür nicht..."

Weil es keinen vernünftigen Geschäftsplan gab!



Dein zweiter Kommentar ist inhaltlich genauso Unsinn. Alleine der Vergleich Deutschland mit Frankreich hinkt - von der in Frankreich kaum noch vorhandenen Solidarität und vor allem deren zahlreicher Nachteile ganz zu schweigen.

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