05.01.14 14:20 Uhr
 534
 

Medienforscher: GEZ-Sender verhindern Medienvielfalt und Ideen

Der freie Wettbewerb wird durch die GEZ-Gebühren der öffentlich-rechtlichen Sender verzerrt. Zu diesem Ergebnis kam der Medienforscher Stephan Russ-Mohl. Außerdem würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Aufgaben, die ihm in der Gründerzeit zugewiesen wurden, nicht mehr erfüllen.

Die Sender würden mit der Gebühr ein Marktversagen nicht korrigieren sondern einen Marktplatz der Ideen blockieren. Außerdem würde die Meinungsvielfalt verhindert.

"Die ursprüngliche Rechtfertigung ihres Daseins ist für öffentliche Rundfunkanstalten bereits lange vor dem Siegeszug des Internets entfallen. Statt knapper Frequenzen gibt es inzwischen Plattformen im Überfluss, um ein vielstimmiges Angebot zu sichern", so Russ-Mohl.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Sender, Wettbewerb, GEZ
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Marvels "Inhumans" haben einen Veröffentlichungstermin bei ABC erhalten
Darum hat die ARD nicht über den mutmaßlichen Mordfall in Freiburg berichtet
Busenwunder Bettie Ballhaus: Nackter Adventskalender im Netz

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.01.2014 14:54 Uhr von Hugh
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Hätte man nicht korrekter Weise auf den Originalartikel der NZZ verlinken können?
Dort ist weder von der GEZ die Rede, noch übermäßig vom deutschen Fernsehen. Im Kern werden da erzkapitalistische Standpunkte vertreten: Der Markt regelt es. Es wird unter anderem auf eine libertäre Sicht verwiesen (immerhin eine wesentliche Säule der Tea Party).
Ich frage mich, wo die Privaten mit ihrem Unterhaltungs-Brei wesentliches zur Medienvielfalt beitragen. Ich sehe da Verdummung und bloße Unterhaltung über weite Strecken. Aber wenn man gegen die ÖR und die GEZ hetzen kann, sieht man darüber gern hinweg, gelle?

Ein schöner Auszug noch:

"Sendungen, die nur kleinen Gruppen erkennbaren Zusatznutzen stiften, sind in die Programme am späten Abend oder in die Ghettos von 3sat oder Arte verbannt, (...) Aber selbst bei solchen oftmals qualitätsvollen Angeboten, die ganz klar nicht für die Allgemeinheit, sondern eher für elitäre, gebildete Zielgruppen konzipiert sind, kann man streiten, ob auf diese Weise Public Value entsteht. Wären diese kleinen Zielgruppen nicht zahlungskräftig genug, um sich solche Inhalte auch auf einem freien Kommunikationsmarkt kaufen zu können?"

Aha, ein anspruchsvolles Programm soll also nur einer zahlungskräftigen Elite offen stehen. Der Pöbel ist ja sowieso nur an Schund interessiert. Ärmere, die aber an qualitativen Inhalten interessiert sind, gibt es in dieser Weltanschauung offenbar nicht, oder aber, sie sollen gefälligst dumm bleiben.
Was für ein Menschenbild wird hier eigentlich durch die Hintertür verkauft? Ein obskur-libertäres eben, das davon spricht, dass jeder seinen Platz in der Gesellschaft schon gerechterweise inne hat.

Leider habe ich keinen Zweifel daran, dass die Mehrheit der User auf Shortnews bei dem Artikel noch in die Hände klatscht. Mit der Hetze gegen GEZ/ÖR (bei aller berechtigten Kritik!! Ich wäre z.B. dafür, Unterhaltungsformate komplett, und Sport größtenteils auszugliedern) kann man immer noch punkten und es so schaffen, die Menschen in die kurzsichtige Selbstentmündigung zu treiben.

[ nachträglich editiert von Hugh ]
Kommentar ansehen
05.01.2014 15:35 Uhr von Bildungsminister
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Ich könnte der Argumentation folgen, wenn die Privatsender in irgendeiner Form zur qualitativen Entwicklung des TVs und seiner Programme beigetragen hätten. Dem ist aber schlicht nicht so. Viel mehr sind es gerade die Privatsender, welche seit vielen Jahren versuchen den Zuschauer kontinuierlich zu verblöden, und dem Gros der Leute gefällt das auch noch. Von einem erkennbaren Auftrag zur Förderung von Kultur und Bildung kann da schon lange nicht mehr die Rede sein. Es sei denn Kultur definiert sich heute über Bauern die Frauen suchen und Leute die im Dschungel Känguru-Hoden essen. Dann will ich aber erst recht nicht Teil dessen sein.

Man mag GEZ und ÖR kritisieren, aber insgesamt sehe ich sie nicht als Bremskeil, sondern als eine letzte Instanz vor der völligen Verdummung der Massen. Das gesagt - Auch das was auf den ÖR läuft ist teils schon recht fraglich, aber in keiner Form mit dem zu vergleichen was Tags und Abends auf den Privaten läuft. Wo also der Verzicht auf GEZ und ÖR zu einer qualitativen Steigerung führen soll, kann ich hier bei weitem nicht erkennen.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
Kommentar ansehen
05.01.2014 16:00 Uhr von Hugh
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ Bildungsminister:

Man darf vor allem mal eines nicht vergessen: Das Privatfernsehen in Deutschland war eine Erfindung der Werbewirtschaft, um den öffentlich-rechtlichen Regularien zu entgehen. Mit anderen Worten: Das Privatfernsehen wurde einzig zu dem Zweck geschaffen, Zuschauer im Dauerfeuer mit Werbung zu berieseln. Der "Inhalt" ist quasi nur ein Vorwand, um dieses Ziel zu erreichen.
Kommentar ansehen
05.01.2014 23:43 Uhr von Dillenger
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
GEZ bekommen die von mir nicht und hier der Grund: Haben T-home Entertain und zahlen dafür schon genug.Meiner Meinung ( und diese muss nicht zwingend richtig sein ;-) )nach, ist die Telekom in der Pflicht, einen Teil der Einnahmen an die GEZ abzuführen, doppelt zahle ich jedenfalls nicht. T-home Entertain bietet übrigens reichhaltiges "Bildungs-und Informationsfernsehen" an.

Refresh |<-- <-   1-4/4   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Michigan: Wahlkampfhelfer von Donald Trump wurde wegen Wahlbetrugs verurteilt
1. Fußball-Bundesliga: Hamburger SV gewinnt mit 2:0 in Darmstadt
Marvels "Inhumans" haben einen Veröffentlichungstermin bei ABC erhalten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?