05.01.14 12:33 Uhr
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Per USB-Stick: Kriminelle können spurlos am Geldautomaten Geld abheben

Auf dem 30. Chaos Communication Congress (30C3) in der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse einer Malware-Untersuchung bekannt gegeben. Und es wurde Unglaubliches festgestellt.

Dass Malware auf Geldautomaten kommt, ist nicht neu, aber der neue Code der aufgetaucht ist, ist so komplex, dass so etwas noch nie gesehen wurde. Auch die Taktik der Täter deutet auf Insiderwissen hin, da jemand Wissen muss, wo er Bohren soll.

Die Täter bohrten ein Loch in die Geldautomaten genau an der Stelle, an der der Rechner mit Windows XP sitzt, steckten eine USB Stick mit der Schadsoftware in den Rechner und Booteten den Rechner neu. Durch den Neustart wurde die Malware aktiviert und die Täter konnten Geld abheben, ohne eine Spur zu hinterlassen.


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WebReporter: Crawlerbot
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geld, Spur, USB, Kriminelle, Stick
Quelle: www.spiegel.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2014 12:35 Uhr von Crawlerbot
 
+5 | -42
 
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05.01.2014 12:50 Uhr von Rekommandeur
 
+57 | -4
 
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Bleibt denn nicht ein Loch durch das Aufbohren zurück?
Keine Spuren hinterlassen sieht anders aus...
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05.01.2014 12:51 Uhr von zoc
 
+9 | -18
 
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1. gebe ich zu, dass ich das nicht ganz glauben kann (auch wenns von einem "Spiegel" kommt
Auch deshalb, weil wohl kaum, mal eben beliebig gebohrt werden kann und man dann zufällig zu einem USB Anschluß kommt. Die Geldautomaten sind alle sehr unterschiedlich und die kleinen "Räume" dahinter sehen immer anders aus. Und mal eben an den Rechner rankommen ist blödsinn.

2. tja, wären die Banken, wie noch in den 90ern, bei OS/2 geblieben, wäre es auch nicht so einfach :-)
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05.01.2014 12:53 Uhr von Crawlerbot
 
+18 | -1
 
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@Rekommandeur

Sorry mehr durfte ich nicht in die News einbringen.
Die Löcher haben sie natürlich Professionell verklebt.

@zoc
Ich denke mal das viele Geldautomaten gleich aufgebaut sind, allein wegen der Technik die dahinter steckt. Das wäre zu kompliziert alle anders zu machen, und auch Kostenintensiv.
Außerdem war Insiderwissen dabei.
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05.01.2014 13:02 Uhr von Djerun
 
+8 | -4
 
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XP läuft auf den automaten, weil die banken geizig sind und keinen cent für spezielle software ausgeben wollen
also wird auch die software die den automaten steuert für windows geschrieben, obwohl linux durchaus möglich ist

wenn allerdings so einfach physikalischer zugriff auf den automaten bzw den pc möglich ist, dann hilft am ende auch kein sicheres betriebssystem

edit: geldautomaten von einem hersteller sind eigentlich immer gleich aufgebaut, aufgrund von patentrecht muss ja jeder etwas eigenes entwickeln und wird dann auch das benutzen

[ nachträglich editiert von Djerun ]
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05.01.2014 13:14 Uhr von muhukuh
 
+10 | -2
 
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@Crawlerbot

das hat nichts mit win xp zu tun, es handelt sich um einen hardware hack mit usb-stick.
da würde auch kein linux oder angepasstes system helfen, da hier die bank so klug war das booten von usb zuzulassen.
an das system kommt normal nichts ran.

@zoc
kam auch bei heise und die c3 ist da doch sehr zuverlässig.
die software wurde laut vortrag bei einer bank genutzt und für jeden automaten speziell angepasst. auch ein os/2 hätte da wenig erfolg dagegen gehabt, wer usb booting zulässt, ist halt "selbst schuld". die sind sogar an die volume serial gekommen.

ausführlicher bericht und screenshot wenn es dich interessiert ;)

http://www.heise.de/...
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05.01.2014 13:22 Uhr von NilsGH
 
+4 | -5
 
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Klingt für mich auch ein wenig hanebüchen.

Sicher wird dieser Stick auf bei einigen Geldautomaten funktionieren. Aicherlich aber nicht auf allen.

Unterschiedliche Banken nutzen unterschiedliche Systeme. Die Systeme der Sparkassen und der Volks- & Raiffeisenbanken beispielsweise sind völlig unterschiedlich.

Daher bezweifle ich, dass der Stick mit beiden kompatibel ist.

Andererseits aber wäre es wohl ein Leichtes, den Stick anzupassen, sollten wirklich ALLE Systme auf Win XP basieren.

Dass Banken bei derart sensiblen Geräten Windows nutzen ist schon ein Skandal. Klar, die programmieren das alles auch nicht (mehr) selbst, aber die Sachverständigen der Bank müssten doch technisch fit genug sein zu wissen, dass man Windows im Allgemeinen besser nicht für sichere Systeme nutzt.

Andererseits erklärt das auch die dauernden Meldungen der Automaten: "Dieser Geldautomat ist zur Zeit leider außer Betrieb" ;)
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05.01.2014 13:22 Uhr von Tuvok_
 
+4 | -1
 
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und das das Mainboard so eingestellt ist das es erstmal von USB bootet... aber das ist warhscheinlich für den Wartungstechnike rmal gedacht und an solche Szenarien nicht gedacht worden.
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05.01.2014 13:30 Uhr von Anomalie
 
+9 | -8
 
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wenn ich mich den ganzen schwachsinn hier so durchlese was einige leute hier so abgeben, muss ich echt sagen "einfach mal die fresse halten wenn man keine ahnung hat"...

ich war servicetechniker für banken, und kann daher sagen wie ein geldautomat aufgebaut ist.... sicherlich ist die software von den banken anders, jedoch, abhängig von der modelreihe eines herstellers, nicht die hardware...

@ Djerun

von wegen geizig... hier solltest du mal ganz schnell zurück rudern freund nase... du hast absolut keine ahnung was die banken im hintergrund alles tun um genau so etwas vorzubeugen... das denkst du wieviele geldautomaten ich zu meiner zeit als techniker von tag zu tag umgerüstet habe?!

das die geldautomaten noch unter winxp laufen liegt an der tatsache, dass gewisse organisationen (nicht die banken), momentan kein anderes betriebssystem zulassen, weil windows xp noch das sicherste ist. hier müssen unzählige tests durchgeführt werden, und das dauert seine zeit...

erst vor 3 jahren wurde von win nt auf xp umgestellt... momentan laufen tests mit windows 7...

bekomms echt an der klatsche mit manchen leuten hier...

edit: ein beispiel noch: in einem geldautomat und in einem kontoauszugsdrucker von einem hersteller sind genau die selben pcs drin... lediglich eine einstellung im bios reicht um beiden maschinen zu sagen was sie eigentlich sind,...



[ nachträglich editiert von Anomalie ]
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05.01.2014 13:34 Uhr von Djerun
 
+2 | -2
 
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@Anomalie
glaubst du die banken rüsten freiwillig um?

EPP-sichtschutz? quatsch brauchen wir nicht
und dann ging es aufeinmal ganz fix wie überall so ein sichtschutz aufgetaucht ist ......
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05.01.2014 13:39 Uhr von Anomalie
 
+5 | -5
 
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das hat nichts mit freiwillig oder zwang zu tun...

naturlich sind geldautomaten oder drucker lediglich ein service der bank, aber genau für diesen service wird eine menge getan...
bloß verstehe ich nicht wie man ständig seinen senf zu irgrend etwas geben kann, worüber man im grunde genommen keine ahnung hat !

selbst der beste epp sichtschutz bringt nichts, wenn ein großteil der deutschen bevölkerung so doof ist und bei der pin eingabe nicht die hand drüber macht, oder seine pin auf die karte oder im geldbeutel hat, oder man diese auch noch laut vorredet wenn man an der eingabe ist...
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05.01.2014 14:11 Uhr von Djerun
 
+1 | -0
 
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natürlich zwingen die versicherungen die banken nicht etwas für die sicherheit zu tun, dann müssen halt die banken für die entstehenden schäden selbst haften ......
das wäre finanziell für die banken schonmal schlecht
der zwang kommt von den, von dir bereits angesprochenen organisationen, die den banken die erlaubniss entziehen, kreditkarten auszugeben, zu akzeptieren bzw zahlungsverkehr von kreditkarten und sonstigen karten durchzuführen
was defacto bedeutet, das diese banken vom elektronischen zahlungsverkehr ausgeschlossen sind

aber da du ja so viel ahnung hast, ist dir das bestimmt bewußt
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05.01.2014 15:21 Uhr von jupiter_0815
 
+4 | -1
 
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Da jetzt eine Mechanische Lösung zu finden dürfte wohl eher kein problem sein.

Dicke " Edelstahl-Panzer-Dings-Platte " und die Bohren sich einen Wolf.

:)
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05.01.2014 15:57 Uhr von Xerces
 
+7 | -5
 
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@anomalie:
"wenn ich mich den ganzen schwachsinn hier so durchlese was einige leute hier so abgeben, muss ich echt sagen "einfach mal die fresse halten wenn man keine ahnung hat"..."

Das ist bei dir natürlich sicher anders. Du bist ja ein Super-Fachmann, oder?

"ich war servicetechniker für banken, und kann daher sagen wie ein geldautomat aufgebaut ist...."

Aha. Du meinst wohl, dass Module austauschen usw. reichen, um diese Maschinen zu verstehen? Ich tippe mal, dass ein "Service-Techniker", relativ wenig Ahnung von Informatik hat.

"sicherlich ist die software von den banken anders, jedoch, abhängig von der modelreihe eines herstellers, nicht die hardware..."


Der Satz ist unverständlich (neben der gewöhnungsbedürftigen Rechtschreibung). Die Software der Banken ist anders, jedoch abhängig von der Modellreihe, aber nicht von der Hardware? Hä?

Willst du damit sagen, dass die Hardware immer gleich ist?

"von wegen geizig... hier solltest du mal ganz schnell zurück rudern freund nase... du hast absolut keine ahnung was die banken im hintergrund alles tun um genau so etwas vorzubeugen... das denkst du wieviele geldautomaten ich zu meiner zeit als techniker von tag zu tag umgerüstet habe?!"


Drei? Was spielt denn das für eine Rolle? Dass XP veraltet ist und ein Sicherheitsmodell hat, das einem Flickenteppich gleicht (COM/DCOM, Pufferüberläufe, automatisches Laden von Komponenten usw.), weiß doch inzwischen jeder. Und Microsoft selbst warnt vor Sicherheitslücken.

"das die geldautomaten noch unter winxp laufen liegt an der tatsache, dass gewisse organisationen (nicht die banken), momentan kein anderes betriebssystem zulassen, weil windows xp noch das sicherste ist. hier müssen unzählige tests durchgeführt werden, und das dauert seine zeit..."

Wie lange schon gibt es Alternativen? Hardware wie Software muß kaufmännisch über einen gewissen Zeitraum abgeschrieben werden. Die Banken unterlassen dies oft bei der Software. Hinzu kommt, dass man der Philosophie unterliegt, dass man funktionierendes nicht ändern sollte. Das rächt sich manchmal. Desweiteren war hier offensichtlich der Automat ungünstig konfiguriert (Boot durch USB, Abhängen des Netzwerkes). Das hätte man verhindern können. Wenn ein Zugang durch USB notwendig ist, könnte man diese zentral über das Netz temporär öffnen und durch Zertifikate sichern. Das geht auch unter XP.

Du als Service-Techniker kannst sicher beantworten, warum dies nicht getan wurde.


"erst vor 3 jahren wurde von win nt auf xp umgestellt... momentan laufen tests mit windows 7..."

Was verspricht man sich davon? Wenn man die gleichen Lücken (Nicht gepanzertes Gehäuse, Boot über USB, Abklemmen des Netzes, keine Zertifikate) offen läßt, wird einem Windows 7 auch nicht helfen.
Man kann unter jedem Betriebssystem falsch oder unsicher konfigurieren.

"bekomms echt an der klatsche mit manchen leuten hier..."

Willst du damit auf deine weit überlegene Sachkenntnis anspielen? Nun, da habe ich so meine Zweifel, dass du tatsächlich so fachkundig bist.


"edit: ein beispiel noch: in einem geldautomat und in einem kontoauszugsdrucker von einem hersteller sind genau die selben pcs drin... lediglich eine einstellung im bios reicht um beiden maschinen zu sagen was sie eigentlich sind,... "

Geil. Es gibt Programme, die auf einem PC mal einen Brief tippen lassen und mal damit ein Spiel ermöglichen. Und das Beste ist, dass der PC vorher gar nicht weiß, ob er nun eine Schreibmaschine oder eine Daddelmaschine ist. Man muß einmal hier und einmal da klicken. Super Technik, was?
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05.01.2014 16:15 Uhr von langweiler48
 
+6 | -0
 
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Ich möchte mich jetzt hier nicht in die fachlich sehr kompetenten Kommentaren einklinken. Ich möchte nur mal Folgendes anfügen. Wer Geldautomaten eine externe Bootmöglichkeit gibt, der braucht auch die Tresore im Gebäude nicht mehr sichern.
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05.01.2014 16:42 Uhr von tvpit
 
+13 | -0
 
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Mit Win95 wäre das nicht passiert,es hätte den USB Stick nicht erkannt.
--ironie off...
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05.01.2014 18:07 Uhr von Schmollschwund
 
+4 | -3
 
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@Crawlerbot

Sorry mehr durfte ich nicht in die News einbringen.
Die Löcher haben sie natürlich Professionell verklebt.
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Warum hast du dann mehr als 300 Zeichen im letzten Abschnitt?

Außerdem: Statt z.B. "Die Täter" kann man auch schreiben; "Sie". Das es Täter sind, ergibt sich aus dem Kontext. Man kann also sparen um sinnvolle Infos mit einzubinden....

Statt "Geldautomat"kann man auch nur "Automat" schreiben, ergibt sich auch aus dem Kontext. Hast ja "Geldautomat" schon in der Überschrift. Wenn der Leser das nicht rafft, dann sollte er keine News lesen ;)
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05.01.2014 18:26 Uhr von turmfalke
 
+0 | -3
 
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Weiß jemand wo der Bohrer angesetzt wird und warum laufen die Geldautomaten unter XP, haben Experten nicht gesagt es sei das anfälligste Windows geworden weil es kaum noch Updates gibt?
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05.01.2014 18:37 Uhr von Sir-Hoschi
 
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Die buchen das Geld wenigstens nicht von einem fremden Konto sondern räumen ein beliebiges Geldfach im Automaten leer. Bankraub ohne Waffen und Tote/Verletzte. Sauber.

...solange die nicht auf die Idee kommen, das von den Steuerzahlern ausgleichen zu lassen ;-)
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05.01.2014 23:45 Uhr von Mauzen
 
+3 | -0
 
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Und jede normale Antivirensoftware, selbst mit freier gewerblicher Nutzung, haben inzwischen einen Autorun blocker drin, um gerade solche Infektionen durch USB sticks zu verhindern.
Vielleicht sollte man auch mal daran denken, das ganze System nicht einfach ungesichert laufen zu lassen. Selbst die Ticketautomaten in der Bahn müssen entsperrt werden bevor da irgendwas software oder hardwaremäßiges gemacht werden kann.

Warum bekommen unsere Banken das nicht hin? Zu geizig zumindest einen Fachinformatiker pro Bezirk einzustellen? Die könnten das auf jeden Fall schon.

Naja selber schuld, gegen die Malware habe ich noch nicht mal groß was. Endlich wird mal bei der Bank direkt gestohlen, und die Bank muss für ihre eigenen Fehler bezahlen, nicht der Kunde.

[ nachträglich editiert von Mauzen ]
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06.01.2014 09:26 Uhr von Djerun
 
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zu den fragen warum xp läuft:
ein geldautomat hat keine verbindung zum internet, die werden über eine direktverbindung an die rechenzentren der banken bzw der betreibenden firmen angeschlossen und die vorgaben von pci-dss bzw visa/dk schreiben entsprechende schutzmaßnahmen für diese netzbereiche vor
zusätzlich ist ein direkter zugriff auf die usb-ports des rechners für unbefugte nicht üblich,
so das sich entsprechende schutzsoftware erübrigt

und was viele auch vergessen: wir sprechen hier nicht von einem heimrechner, der mit beliebiger, frei erhältlicher software betrieben werden kann
im gewerblichen umfeld, insbesondere mit derart sicherheitskritischen anforderungen, muss auch die software diesen anforderungen genügen
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06.01.2014 10:07 Uhr von Xerces
 
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@djerun:
"ein geldautomat hat keine verbindung zum internet..."

Okay. Das war hier aber nicht das Problem. Problematisch war, dass man die Verbindung zum Intranet komplett kappen konnte, ohne dass es Auswirkungen auf die Funktion des Automaten hatte. Man konnte in aller Ruhe Protokolle löschen, zusätzliche Software installieren usw. Warum wurde der Code nicht beispielsweise über Zertifikate und Verschlüsselung geschützt? Warum gab es keinen Hashkey über den gesamten Code, um Manipulationen zu erkennen?

"bzw visa/dk schreiben entsprechende schutzmaßnahmen für diese netzbereiche vor"

Welche Schutzmaßnahmen? Offensichtlich sind diese Maßnahmen nicht hinreichend.

"zusätzlich ist ein direkter zugriff auf die usb-ports des rechners für unbefugte nicht üblich,
so das sich entsprechende schutzsoftware erübrigt"

Ach so. Und von "Innen" geht keine Gefahr aus? Es gibt keine illoyale Mitarbeiter? Es gab noch nie Insider, die Missbrauch betrieben? Sorry, aber das ist reichlich naiv für eine Bank, für die eine Gefahr gerade durch eigene Mitarbeiter besteht (Stichwort: Steuer-CDs).

"und was viele auch vergessen: wir sprechen hier nicht von einem heimrechner, der mit beliebiger, frei erhältlicher software betrieben werden kann"

Eben nicht. Die Täter konnten ihre eigene Software ausführen, Daten und Protokolle löschen uvm.

"im gewerblichen umfeld, insbesondere mit derart sicherheitskritischen anforderungen, muss auch die software diesen anforderungen genügen"

Nochmal, welche Anforderungen? Offensichtlich reichen diese nicht, wenn ein Bohrer, ein Stick mit Software genügen, um beliebig Geld vom Automaten abheben zu können.

Ich gebe dir aber darin recht, dass das alles nicht unmittelbar was mit XP zu tun hat, sondern eher mit fehlerhafter, unsicherer Konfiguration der Umgebung und schlechter Banksoftware, die Kompromittierungen schlichtweg nicht erkannt hat.
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06.01.2014 11:03 Uhr von Djerun
 
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@Xerces

da ich nicht weiß wo dieser geldautomat stand kann ich auch nicht sagen welche vorschriften da im einzelnen gelten
ich kenne mich maximal mit den vorgaben in deutschland aus


in kanada ist es zb so, das ein barbesitzer einen geldautomaten aufstellen kann und da kann ich zb nicht sicher sagen, das dieser automat an ein rechenzentrum angebunden ist, was den kontakt permanent überwacht
(bei stromausfällen kann die verbindung zb ja auch unterbrochen sein)
deshalb geht man in kanada auch eher direkt an automaten die von banken aufgestellt werden
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06.01.2014 11:23 Uhr von Xerces
 
+1 | -0
 
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@djerun:

"da ich nicht weiß wo dieser geldautomat stand kann ich auch nicht sagen welche vorschriften da im einzelnen gelten"

Scheint in Brasilien passiert zu sein. Hauptpunkt war ja, dass physische Angriffe (Zugang zu einem USB-Port) möglich waren. In Deutschland sind die Automaten ja gepanzert.

"ich kenne mich maximal mit den vorgaben in deutschland aus"

Interessant ist aber, dass du dich genau zu diesem Vorgang hier geäußert hast und nun zurückruderst. Außerdem wäre es interessant zu wissen, wie denn die Vorgaben in Deutschland genau diesen "Einbruch" verhindert hätten. Ich habe hierzu ein paar übliche Mechanismen aufgelistet. Sind denn wenigstens diese oder ähnliche in den Vorgaben, die du erwähnst, vorhanden?

"in kanada ist es zb so, das ein barbesitzer einen geldautomaten aufstellen kann und da kann ich zb nicht sicher sagen, das dieser automat an ein rechenzentrum angebunden ist, was den kontakt permanent überwacht"

Darum geht es doch gar nicht. Natürlich darf so ein Gerät auch autark arbeiten, wenn es denn unbedingt nötig ist. Aber warum ist es zulässig, einen Zugang (USB) zu benutzen, ohne dass eine Überprüfung über einen geschützten Server (Zertifikate) durchgeführt wird? Warum kann man Protokolle löschen, ohne dass diese zuvor auf einem Server gesichert werden? Außerdem kann man auch eine Verbindung über VPN über GSM, UMTS o.ä. aufbauen. Jede Kasse mit EC-Funktion baut eine temporäre ISDN-Verbindung zur Bank auf.

"(bei stromausfällen kann die verbindung zb ja auch unterbrochen sein)"

Stromausfall wo? Beim Automaten? Dann dürfte der ganze Automat nicht funktionieren. Im Rechenzentrum der Bank? Dann wird über USV das Zentrum heruntergefahren und ein Schwenk auf ein anderes Rechenzentrum durchgeführt, das eine exakte Kopie des ausgefallenen Systems darstellt.
Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Szenarien in den Rechenzentren der Banken abgedeckt sind.

"deshalb geht man in kanada auch eher direkt an automaten die von banken aufgestellt werden"

Verstehe ich nicht. Jetzt haben wir neben Brasilien, Deutschland auch noch Kanada zur Diskussion, wobei doch die Systeme überall sicher laufen sollten.

Ich bleibe dabei, das System war geradezu sträflich ungesichert. Ich hätte gerne Informationen hierzu, ob ein ähnliches Vorgehen von Tätern auch in Deutschland möglich wäre, wenn die Täter denn physischen Zugang zu den Automaten hätten.
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06.01.2014 11:38 Uhr von Djerun
 
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@Xerces
bei meinem post, den du zitiert hast ging es grundsätzlich um die frage warum xp benutzt wird
das der physikalische zugang und die ungenügende absicherung den "diebstahl" erst möglich machten habe ich auch schon geschrieben

bei entsprechendem unsicheren umfeld ist so ein angriff in deutschland auch möglich, der computer eines geldautomaten sitzt nicht immer im safe
siehe hier:
http://upload.wikimedia.org/...
links oben sitzt der lüfter des pc


alles andere waren beispiele die zeigen sollten, das es nicht überall so wie in deutschland ist

achja und ob es sich um geräte aus brasilien handelt möchte ich nicht bejahen, da brasilien stark auf open source setzt und microsoft und windows aus vielen bereichen verbannt hat

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