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Olympia 2014 in Sotschi: Politischer Boykott schadet dem Sport

Einige westliche Politiker, unter anderem der deutsche Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Angela Merkel, werden bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi nicht anwesend sein. Diesem politischen Boykott schließen sich weitere westliche Politiker an. Schaden nimmt dabei der olympische Geist und der Sport.

Die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau wurden von den USA und der Bundesrepublik Deutschland sowohl politisch als auch sportlich boykottiert. Zu den kommenden Winterspielen sind nach aktuellem Stand alle Mannschaften dabei. Sport und Politik werden somit nicht von einander getrennt.

Das weitere Verhalten hochrangiger Politiker wird möglicherweise auch von der Entwicklung des Streits zwischen der EU und Russland um die Ukraine abhängen. Hier zeichnet sich noch keine Lösung ab. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Winterspiele als Politikum herhalten müssen.


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WebReporter: rb10
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Sport, Olympia, Boykott, Sotschi, Olympische Winterspiele 2014
Quelle: www.asentanews.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.12.2013 09:43 Uhr von rb10
 
+2 | -3
 
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Die möglicherweise wirklich wichtigen Gründe hinter dem Boykott der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi/Russland durch westliche Politiker
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26.12.2013 11:11 Uhr von brycer
 
+3 | -1
 
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Sport und Politik zu trennen war schon immer schwer. Das fängt schon im nationalen Bereich an (z.B. die Frage welcher Sportler welcher Disziplin soll, wenn überhaupt, welche Unterstützung in welchem Umfang/welcher Höhe bekommen.)
Diese Unterstützung wird ja meist vom Staat finanziert und der entscheidet auch (mittels der nationalen Sportbünde, die finanziell vom Staat, also von der Politik abhängig sind) welche Sportler zu den Wettkämpfen fahren dürfen. Politisch unbequeme Sportler haben da oft sehr geringe Chancen. ;-P
Bei den Spielen treten die Wettkämpfer ja eigentlich nicht für sich an, sondern für ihr Land und den Medaillenspiegel des selbigen. Damit sich die Staatsoberhäupter dann damit brüsten können wie gut doch ´ihre Sportler´ sind.
Natürlich spielt auch die Weltpolitik eine Rolle und die Spiele werden da zum Spielball.
Einen ´normalen´ Besuch abzusagen, das fällt der Welt nicht auf. Aber den olympischen Spielen fern zu bleiben und die Gründe dafür zu nennen, das erweckt mehr Aufmerksamkeit in der Welt.
Das war aber schon immer so. 1972 protestierten 40 schwarzafrikanische Staaten gegen die Rassenpolitik vom damaligen Rhodesien (heute Simbabwe) und drohten mit Abreise - Erfolg: Rhodesien wurde ausgeschlossen.
1968 das selbe Spiel mit Südafrika.
1976 reisten 22 afrikanische Mannschaften wieder ab, weil Neuseeland zugelassen wurde. Deren Rugby-Mannschaft hatte kurz vorher in Südafrika gespielt, was den Boykottstaaten nicht gefiel.
1980 und 1984 waren Moskau und Los Angeles Spielbälle der Politik.
...
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26.12.2013 12:04 Uhr von Bildungsminister
 
+1 | -1
 
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Die Lösung ist doch ganz einfach - Niemand zwingt das Olympische Komitee, oder auch die Fifa, oder wen auch immer, große Sportveranstaltungen an Länder zu vergeben, welche einen eher zweifelhaften Ruf haben, vor allem wenn es um Menschenrechte geht. Das betrifft ja nicht nur Russland, sondern nicht zuletzt auch Katar bei der Fußball-WM.

Zu sagen, dass solche Veranstaltungen den Fokus auf diese Verletzungen der Menschenrechte lenken, und es deswegen gut sei dort Großveranstaltungen abzuhalten, aber im gleichem Atemzug zu sagen, man wollte nichts politisieren zieht einfach nicht. Das hat man nicht zuletzt in China gesehen, wo sich absolut gar nichts verändert hat.

Warum zäumt man das Pferd nicht von hinten auf? - Wenn ihr Großveranstaltungen in eurem Land wollt, dann ändert eure Politik und Menschenrechtslage, dann kann man drüber sprechen. - Dann muss man sich im Nachgang auch nicht mit Boykott und dergleichen rumärgern und Sportlern raten sich ja nicht freiheitlich zu zeigen.

Natürlich schadet der Boykott dem Sport. Aber doch nur, weil irgendwer, und das primär wegen Geld, zuvor entschieden hat diese Veranstaltung in ein Land zu vergeben, von dem jeder weiß wie es um die politische Lage steht. Es zwingt doch niemand irgend wen sportliche Veranstaltungen in solche Länder zu vergeben. Da geht es einzig darum, was am Ende auf der Haben-Seite steht.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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26.12.2013 12:13 Uhr von hugrate
 
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"Schaden nimmt dabei der olympische Geist und der Sport"

der olympische geist würde sich seit vielen jahren nur noch im grabe umdrehen...

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