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Von der Politik in die Wirtschaft und dabei richtig absahnen

Die Liste der ehemaligen Politiker, die in die Wirtschaft gewechselt sind, ist lang. Auf ihr tauchen Namen wie Rezzo Schlauch oder Roland Koch auf. Dieser Wechsel lässt es in den Kassen noch einmal richtig klingeln, wenn die politische Laufbahn beendet wurde.

Die Verknüpfung von Politik und Wirtschaft wird vor allem deutlich, wenn man sich Fälle wie den von Eckard von Klaeden ansieht. Dieser wechselte zur Daimler AG und ließ sein Amt als Staatsminister ruhen. Allerdings traf sich Klaeden schon während seines politischen Amtes mit Daimler-Vertretern.

Heribert Zitzelsberger schoss aber den Vogel ab indem er als Finanzexperte zu Bayer wechselte und dem Konzern so helfen konnte, so wenige Steuern zu zahlen wie möglich. Finanzminister Eichel wollte ihn dann wieder und Bayer ließ ihn gehen weil er in Berlin wichtiger war als in Leverkusen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Wirtschaft, Roland Koch
Quelle: www.rtl.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.12.2013 12:48 Uhr von Borgir
 
+6 | -0
 
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Ich finde, dass man das unterbinden müsste. Davon abgesehen ist das doch eine Art Vorteilsnahme im Amt, oder?
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24.12.2013 13:01 Uhr von RainerKoeln
 
+0 | -3
 
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"Bayer ließ ihn gehen.."
Was sollen sie denn machen? Ihn ins Büro ketten? Eine Kündigung ist ein einseitiges Geschäft und bedarf keiner Zustimmung.

Zudem: Die Bayer AG ist dazu verpflichtet so wenig Steuer wie möglich zu zahlen. Andernfalls könnten die Aktionäre wegen Veruntreuung von Geldern klagen. Gleiches macht übrigens auch VW im großen Stile, und hier ist bekanntlich der Staat ein großer Anteilseigner.
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24.12.2013 13:17 Uhr von artefaktum
 
+2 | -1
 
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@RainerKoeln

"Eine Kündigung ist ein einseitiges Geschäft und bedarf keiner Zustimmung."

Es geht auch nicht darum, dass er seinen politschen Posten aufgibt, sonder darum, was er danach macht.

"Die Bayer AG ist dazu verpflichtet so wenig Steuer wie möglich zu zahlen. Andernfalls könnten die Aktionäre wegen Veruntreuung von Geldern klagen."

Und eben jene Steuergesetze, auf denen das beruht, wurden von denen in der Politik beschlossen, die später in die Wirtschaft gehen. Das ist ein Interessenkonflikt.

In vielen ausländischen Ländern gibt es Gesetze, die einen Wechsel von Politikern in die Wirtschaft nach ihrer politischen Laufbahn für eine Karrenzzeit von mehreren Jahren verbieten - eben aufgrund dieses Interessenkonflikts.

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