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Türkei/Istanbul: Demonstration gegen Recep Tayyip Erdogan

In der türkischen Stadt Istanbul ist es am vergangenen Sonntag zu Demonstrationen gegen den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan gekommen. Die Polizei ging gegen die Demonstranten mit Wasserwerfern und Tränengas vor.

In der Stadt hatten sich Hunderte von Erdogan-Gegner zusammengefunden, um den Rücktritt des Regierungschefs zu fordern. Außerdem sprachen sie sich gegen die Absetzung Dutzender Polizeichefs im ganzen Land aus. Experten sehen diese Absetzungen als teil eines Machtkampfes in der Türkei an.

Zuvor hatte Erdogan internationale Gruppen vorgeworfen, eine Kampagne gegen die türkische Regierung zu fahren. An den Provokationen würden sich laut Erdogan auch ausländische Botschaften beteiligen, ShortNews berichtete bereits.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Demonstration, Istanbul, Recep Tayyip Erdogan, Erdogan
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.12.2013 11:15 Uhr von wichitis
 
+16 | -4
 
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Das Erdogan ein Psychpath ist,müsste nun jedem klar sein,dieser lupenreine Diktator,hält nichts von Demokratie,ab in die Wüste!!!!!
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23.12.2013 13:07 Uhr von Xerces
 
+2 | -15
 
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23.12.2013 14:14 Uhr von Xerces
 
+1 | -9
 
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@Serie:
"ach Xerces wenn es um bestimmte Themen geht immer schön relativieren:"

Nö.

"Erdogan wollte eine Art "Putin-Move" machen d.h. erst das Maximum an der Zeit als Ministerpräsident und dann als Staatspräsident ran und die Macht vorher auf diesen übertragen.
mit der 2/3 Mehrheit hat das wohl nicht ganz geklappt."

Ja, das wurde so angenommen. Aber gerade, dass er es nicht geschafft hat, ist doch ein Beleg für demokratische Verhältnisse.

"An Putins und Medwedews Bäumchenwelchseldich-Spiel war rechtlich gesehen auch Nichts zu beanstanden.
Natürlich tut einer Demokratie so etwas nicht wirklich gut und ich finde es auch schade, dass Medwedew weg vom Fenster ist, der war richtig gut."

Putin hat die Gerichte, das Parlament, die Oligarchen uvm. voll im Griff. Das hat Erdogan noch nicht geschafft.


"Kennst du den Spruch "unter den Blinden ist der Einäugige König" das Fußvolk von Erdowahn ist ungebildet und religiös verblendet."

So macht man es sich einfach, indem man den "Gegner" für blöd hält. Erdogan wurde sehr oft unterschätzt. Und das ist ein Fehler. Er ist weder ein Psychopath, noch ist er dumm. Das muß man anerkennen und ihn mit demokratischen Mitteln bekämpfen. Dieser Widerstand hat in der Türkei schon längst begonnen und, dass nun die Korruption unter seinen Ministern angegangen wird, zeigt, dass Erdogan bei weitem noch nicht die Gerichte kontrolliert.

"Erdogan selber und seine Clique sind jedoch ziemlich clever aber auch religiös verstrahlt und legen ein sehr aggressives Verhalten an den Tag, vor allem gegen die säkulare Bildungselite."

Ich weiß nicht, ob er wirklich religiös ist. Gülen ist religiös und er hält Erdogans Verhalten und Politik für unislamisch. Ich bin kein Theologe, aber ich denke Erdogan nutzt die Religion lediglich als Vehikel für seine Ziele.

"Und das EU Thema wird hier immer wieder genannt, weil es uns auf den Sack geht, dass hier die Links-Grünen uns immer erzählen wollen wie europäisch die Türkei doch sei."

Das ist ein komplett anderes Thema. Große Teile der türkischen Bevölkerung würde ich durchaus als europäisch betrachten. Aber hier geht es um Demonstrationen gegen Erdogan. Das hat mit der EU nichts zu tun.

"Selbst wenn sie das wäre, würde ich gegen einen Beitritt sein,"

Das ist dein Recht, so zu denken. Aber was soll das bezwecken? Eine "ich sage immer nein"-Haltung, ist sicher nicht hilfreich, wenn man sein Gegenüber zu etwas bewegen möchte.

"da man den ganzen Rattenschwanz "Naher und mittlerer Osten" mitzieht. Die Türkei hat eine sehr lange Grenze zu einigen instabilen Ländern, die Grenzen dort sind einfach nicht kontrollierbar."

Das verstehe ich nicht. Die EU ist kein Militärbündnis und die meisten Länder der EU sind in der NATO. Damit sind das auch beispielsweise deutsche Verteidigungsgrenzen.

Und man sollte auch nicht vergessen, dass mitten durch Deutschlands eine der gefährlichsten Grenzen der Welt ging. BRD und DDR standen sich als Feinde gegenüber. Das hat man auch überwunden.
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23.12.2013 14:22 Uhr von Xerces
 
+1 | -7
 
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@sukor:
"Du bewunderst also jemanden, der mit zweifelhaften Mitteln an die Macht gekommen ist?"

Erdogan ist demokratisch gewählt. Das bezweifelt doch niemand ernsthaft. Und klar, kann man die Leistungen dieses Mannes anerkennen oder gar bewundern. Dennoch kann man ihn kritisieren und gegen ihn sein.

"Auch wenn sich manches wie eine kaputte Platte anhört, manchmal muss man die Wahrheit eben öfter wiederholen, bis sie wahrgenommen wird."

Ich kann das Wort "Wahrheit" nicht mehr hören. Jeder behauptet im Besitz der Wahrheit zu sein. Versucht doch eure Thesen sauber zu belegen, wenn es zum Thema paßt. Hier geht es um Demonstrationen und nicht um die EU.

"Und noch etwas. Wer seinen Gegnern droht die Hände zu brechen, weil sie eine andere Meinung haben als er, und nicht blindlinks seinen Parolen folgt, der bleibt für mich ein Neandertaler."

Du kennst türkische Redewendungen nicht. Wörtliche Übersetzungen führen in die Irre. Der Spruch bedeutet eher, dass man jmdn. an etwas hindern wird.

"Ich bin nicht generell gegen die Türkei. Da er jedoch einmal von der Mehrheit gewählt wurde, scheint auch die Mehrheit der Türken seine Gedanken zu unterstützen. Und diese laufen nun einmal nicht mit denen der EU konform."

Schon wieder so eine komische These. Erdogan hat der TR Stabilität gebracht. Die Opposition ist schwach. Nicht jeder, der ihn gewählt hat, teilt alle seiner Ansichten und Vorhaben.

Der Begriff EU-Konformität ist unscharf und sicher nicht definiert. Es gibt EU-Kriterien, aber die treffen eben auch nicht auf alle EU-Mitglieder zu.

Wie konform, ist das Verbot von Homo-Ehen in Kroatien, die Unterdrückung von Minderheiten in Ungarn? Die zunehmende Entmachtung des Parlaments in Ungarn? Die eingeschränkte Religionsfreiheit in Polen, Griechenland ua.?
Die Korruption in Rumänien und Bulgarien?
Ist das alles EU-konform? Wenn ja, ist die Türkei schon längst EU-konform.


"Sicher gibt es auch intelligente und kritische Stimmen im Land (wie die Demonstrationen zeigen), nur leider werden die von dem Regierungschef in der Regel als politische Gefangene einfach weggeschlossen, oder mundtot gemacht."

Das stimmt so pauschal auch nicht. Es sind Hunderttausende, die bisher demonstriert haben und es gibt sicher viele mehr, die Erdogan abwählen würden, wenn denn jetzt Wahlen wären.

Ich tippe mal darauf, dass er nicht wiedergewählt werden wird. Die AKP muß nun von Erdogan auf beispielsweise Gül umschwenken, damit sie weiterhin Erfolg haben kann.

Aber das ist auch ein neues Thema.
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23.12.2013 16:53 Uhr von Faceried
 
+3 | -3
 
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Zur Zeit läuft eine massive Säuberungsaktion. Und Erdogan schränkt weiter die Meinungsfreiheit ein.

"Seinen Posten abgeben musste unterdessen auch der Chef der türkischen Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (T?B). Er wurde durch einen dem Geheimdienst Nahestehenden ersetzt."

Nun muss man wohl aufpassen, was man so im Internet von sich gibt.

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