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Redtube-Porno-Abmahnungen: Landgericht Köln lenkt überraschend ein

Im Fall der jüngsten Abmahnwelle gegen die Nutzer der Porno-Plattform "Redtube" lenken die Richter am Landgericht Köln jetzt überraschend ein.

Nach Angaben des Gerichts am heutigen Freitag gaben einige Kammern zu, dass die Rechte der Betroffenen durch die Auskunftserteilung wohl verletzt worden sind.

Aktuell soll es rund 50 Beschwerden gegen die verfügten Auskunftsbeschlüsse der Richter am Gericht geben. Außerdem räumten einige Kammern jetzt ein, dass die Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit bei der Ermittlung der IP-Adressen mittlerweile beachtlich sind.


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WebReporter: Miietzii
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln, Porno, Landgericht, Bedenken, Redtube
Quelle: www.bild.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.12.2013 19:02 Uhr von Mauzen
 
+35 | -2
 
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Es gab doch ganz offiziell eine Ermächtigung dazu vom Richter. Jetzt wirds also so gedreht, dass allein die Abmahner schuld sind (schlimm genug, dass sich solche Leute "Anwalt" nennen). Viel eher sollte sich unsere Judikative mal Gedanken darüber machen, dass sie nicht mehr funktioniert, wenn Richter keine Ahnung von dem haben, über das sie gerade entscheiden (die streamingseite wurde da ja für eine "Tauschbörse" gehalten) Vielleicht sollte man mal gesetzlich regeln, dass echte Sachverständige dazugezogen werden müssen, wenn sie gebraucht werden. Kein Wunder, dass unsere Gerichte an der NSA-Sache nichts schlimmes finden konnten.
Sowas passiert ja sogar vor Gericht, dass Richter Leute wegen etwas verurteilen, von dem sie selbst nicht den blassesten Schimmer haben. Und das soll dann Gerechtigkeit sein.

Edit: Ahja, kein Wunder, dass die gerichtliche Fehlentscheidung einfach mal weggelassen wird, ist ja aus der BILD.

[ nachträglich editiert von Mauzen ]
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21.12.2013 09:17 Uhr von Bierpumpe1
 
+5 | -2
 
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Ich hoffe es noch erleben zu dürfen wie Herrn U.+ Schergen das Handwerk gelegt wird.
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21.12.2013 09:35 Uhr von Kingbee
 
+6 | -0
 
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Die Schuld liegt zu großen Teil eindeutig beim LG in Köln. Wie komen die dazu (das sie keine Ahnung haben von dem, was sie da herausgeben lassen, ist wohl jedem klar) irgendwelchen Winkeladvokaten aus irgendwelchen Dumsdörfern IPs von Mensceh n aus irgendwelchen Städten, Dörfern oder Flecken zu geben? Die Begündung, das die Telecom ja in Kölb sei, ist doch wohl sehr weit hergeholt. Haben wir jetzt wieder einen Justizminister? Und weiß der schon, wie wann Gesetz buchstabiert? Frohes Fest, allerseits.
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21.12.2013 09:46 Uhr von mort76
 
+1 | -2
 
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sommermensch,
denk mal an den seligen Günter Freiherr von Gravenreuth- der hat trotz ähnlich seriöser Vorgehensweise SEHR lange durchgehalten...

http://de.wikipedia.org/...
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21.12.2013 10:58 Uhr von Rekommandeur
 
+2 | -1
 
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Da dürfte aber hoffentlich noch mehr auf diese Abzockkanzlei zukommen...
Immerhin haben sie doch gewusst das dies kein Filesharing, sondern eine Streamingseite ist.
Also haben sie den Sachverhalt so verdreht, das sie an die IP´s kommen konnten, ohne das das LG genaure Prüfungen vornehmen musste.

Vortäuschung falscher Tatsachen ist bei Gericht auch nicht gerne gesehen...
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21.12.2013 11:02 Uhr von PeterLustig2009