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Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer fordert Ausnahmen vom Mindestlohn

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, fordert Ausnahmen vom Mindestlohn. Laut Kramer würde momentan der Eindruck erweckt in Deutschland lebe ein Volk von Niedriglöhnern. Seiner Meinung nach stimmt das nicht.

Langzeitarbeitslose sollen den Mindestlohn von 8,50 Euro anfänglich nicht erhalten. Aber auch junge Menschen mit weniger guter Qualifikation sollen vom Mindestlohn ausgenommen werden.

Ingo Kramer begründet die Ausnahmen damit, dass seiner Ansicht nach diese Gruppen es dann wesentlich schwerer haben in den Arbeitsmarkt zu gelangen. Auch meint der BDA-Präsident, man solle nicht den volkswirtschaftlichen Nutzen eines Mindestlohns überschätzen.


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WebReporter: ewin12000
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeitsmarkt, Mindestlohn, Arbeitgeberpräsident
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.12.2013 07:32 Uhr von HumancentiPad
 
+9 | -0
 
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Und für den Mindestlohn von 8,50 € möchte man auch noch qualifizierte Mitarbeiter haben........!

"man solle nicht den volkswirtschaftlichen Nutzen eines Mindestlohns überschätzen."
Man sollte die Bedürfnisse der Arbeitnehmer aber auch nicht unterschätzen.


[ nachträglich editiert von HumancentiPad ]
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20.12.2013 07:39 Uhr von Ms.Ria
 
+7 | -0
 
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Wenn das so wird, dann bin ich gespannt welcher Langzeitarbeitslose überhaupt zum arbeiten motiviert wird wenn er genauso viel, wenn nicht sogar weniger netto raushat als seine Hartz4-Bezüge (incl. Miete). Ich finde in Anbetracht der gestiegenen Energie- und allgemeinen Alltagskosten 8,50€ schon sehr knapp bemessen. Arbeit muss sich für jeden, der einen Vollzeitjob ausführt, auch lohnen. Durch ehrliche Arbeit wird man selten reich, aber man sollte davon wenigstens leben und nicht nur überleben können - meine Meinung.
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20.12.2013 08:31 Uhr von Joker01
 
+8 | -0
 
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"Laut Kramer würde momentan der Eindruck erweckt in Deutschland lebe ein Volk von Niedriglöhnern."

dieser Schmierlappen kennt wohl die Realität im Arbeitsmarkt nicht; wie denn auch, dieser Arbeitgeber-Arschkriecher hat ja noch nie im Leben richtig gearbeitet.

[ nachträglich editiert von Joker01 ]
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20.12.2013 08:46 Uhr von magnificus
 
+5 | -0
 
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Gleich mal den Mindestlohn aufweichen, um so nach und nach immer mehr Ausnahmen durch zuwinken. Typisch!
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20.12.2013 09:28 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -1
 
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Wie die Regierung, kaum im Amt wird die Senkung der Rentenbeiträge im Eilverfahren gestoppt.

Kaum an der Spitze, werden weiterhin nur sinnlose Forderungen gestellt. Worüber der Idiot, und ich mein wirklich Idiot wohl nicht nachgedacht hat:

Ein Mindestlohn gilt ja für Alle. Wer soll es dann wegen des Lohns auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben? Außerdem: Wenn Dt. kein Niedriglöhnerland ist, dann müsste er ja auch keine Angst vor dem ML haben, so viele die das dann bezahlen müssten können es ja dann nicht sein ;)

Ist ja keiner verpflichtet zu sagen, dass er Langzeitarbeitslos ist/war. Letztlich entscheidet eine gute Bewerbung/Lebenslauf ob man zumindest ein Vorstellungsgespräch bekommt. Statt zu sagen: Ich war Arbeitslos, kann man auch sagen: Ich war 4 Jahre im Verkauf tätig. Meine Aufgaben waren die Beratung der Kunden, Pflege des Warenbestandes etc. Wer würde dahinter schon einen €-Job vermuten? Und für die Zweifler: Doch, so was gibt es wirklich. Es gibt tatsächlich Arbeitslose die 4 Jahre lang in einem Betrieb für 1 Euro ARBEITEN.
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20.12.2013 09:34 Uhr von Schmollschwund
 
+3 | -0
 
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So langsam find ich´s echt widerlich was sich (die großen) Industrie und Wirtschaft (inkl. deren Verbände) da raus nehmen. Immer mehr wird gefordert und immer mehr bekommt man auch dafür.

Wenn sogar schon dagegen angekämpft wird, dass ein Mensch der Vollzeit arbeiten geht, auch davon leben kann, dann zeigt dass schon eine gewisse Raffgier und vor allem soziale Ignoranz.

Würde er Präsident werden wollen, wenn man ihm sagen würde, dass er, weil er halt neu auf dem Posten ist, in den ersten 12 Monaten für das Gehalt der Putzfrau arbeiten muss?
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20.12.2013 09:38 Uhr von frederichards
 
+2 | -0
 
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mind. 8,50 Euro/Stunde = ungelernte Kräfte
ab 16 Euro/pro Stunde = gelernte Kräfte, qualifizierte Kräfte.
Das sind doch nur profitgeile Ausbeuter.

Vielleicht brauchen wir mal wieder eine Währungsreform, wo dann jeder 100 Euro in die Tasche bekommt und der Rest in die Staatsverschuldung gesteckt wird (die dann im Plus steht), dann stimmts auch wieder mit dem Wirtschaftswachstum.
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20.12.2013 10:14 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -0
 
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bei dem Foto muss ich irgendwie an Monty Python denken ;)
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20.12.2013 16:16 Uhr von ewin12000
 
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In einem andern Forum hatte jemand ein schönes Bild dazu gepostet. Ich find es wirklich passend:

http://metaller-fuer-krefeld.de/...
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22.12.2013 14:57 Uhr von Schmollschwund
 
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Neuester CSU-Sreich: Mindestlohn solle nicht für Rentner gelten, die von ihrer Rente leben können.... P E R V E R S, weil es nichts anderes heißt wie: Deine Lebensumstände entscheiden über den Lohn den du erhälst. Es ist nicht mehr die Arbeit die über deinen Lohn entscheidet, sondern deine Lebensumstände.

Wenn ein Rentner 10.000€ Rente erhält, selbst dann hat der gefälligst einen Mindestlohn zu bekommen. Es sollte immer noch dem Menschen überlassen sein, sich die Arbeit rauszusuchen, die am meisten Profit abwirft.
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22.12.2013 14:58 Uhr von Schmollschwund
 
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Wenn ich mir dann noch diese dümmlichen Argumentationen dieses neuen Arbeitgeber-Präsidenten durchlese, dann bekomme ich einen heftigen Brechreiz:

Alle Zitate aus: http://www.sueddeutsche.de/...

Zitat: "Wenn für solche Menschen (Langzeitarbeitslose) die 8,50 Euro von Anfang zu zahlen sind, wird es für sie noch schwerer, einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden."

Antwort: Wer soll denn Nachteile haben, wenn ALLE 8,50 bekommen? Beim Arbeitskräftemangel dürfte der Lohn ja wohl kaum einer Einstellung im Wege stehen. Genauso wie bei Deiner Klientel: Ist der Markt knapp, dann werden die Waren teurer.

Zitat: "Wir haben 42 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, aber nur rund zwei Millionen Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob, die weniger als 8,50 Euro verdienen."

Antwort: Also, wenn es doch "nur" 2 Millionen sind, wovor hast du und deine Klientel dann Angst? Wisst ihr etwa, dass die Zahlen gar nicht stimmen und es in Wahrheit bedeutend mehr sind? Denn nur so ist euer Widerstand zu erklären. Wenn es nämlich tatsächlich 4 Millionen sind, dann würde euch das doppelt so viel kosten. Also, über welche Zahl sprechen wir WIRKLICH?

Dann der absolute OBER-Schwachsinn:

Zitat: Das Vorhaben der Koalition, Leiharbeiter nach neun Monaten genauso zu bezahlen wie vergleichbare Stammbeschäftigte, bezeichnete er als schwieriges Unterfangen. "Es muss ein Verfahren gefunden werden, bei dem klar ist, wer hier mit wem verglichen wird", sagte er. Sonst komme es dazu, "dass ein Arbeitgeber den Zeitarbeitnehmer Maier nach neun Monaten wie Herrn Schulze von der Stammbelegschaft entlohnen will, Herr Maier aber wie Herr Müller bezahlt werden möchte".

Antwort: L O L !!! Es mag ja sein, dass in Deinen Kreisen Gier weit verbreitet ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Maier, der nach 9 Monaten gerade eine Lohnerhöhung bekommen hat, sofort auf Herrn Müller giert und dessen Gehalt auch noch will.....

Dann aber das schönste:
Zitat: "Der 60-jähriger Unternehmer, der selbst FDP-Mitglied (..) Das ist Klientelpolitik", sagte Kramer. "Ich verbinde damit das Miteinander von Arbeitnehmern und Arbeitgeber im Betrieb. Diese beiden Seiten zusammenzubringen, das ist vielleicht bei der FDP etwas unter die Räder gekommen."

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