19.12.13 08:06 Uhr
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Wirtschaftsprofessoren finden Mindestlohnkonzept falsch

Etwa 130 führende Wirtschaftsprofessoren aus Deutschland sehen die derzeitige Praxis des Mindestlohns als falsch, weil sie Arbeitsplätze zerstört und nicht schafft.

Nach ihrer Idee müsste die Bundesregierung eine spezielle Institution einrichten, die den Mindestlohn flexibel festlegt und von verschiedenen Personen aus Fachbereichen besetzt wird, um somit einen als an den Markt angepassten Mindestlohn festzusetzen.

Eine ähnliche Einrichtung besteht bereits in London und nennt sich "Low Pay Commission".


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WebReporter: Higharcher
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Professor, Mindestlohn
Quelle: www.faz.net

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51 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.12.2013 08:18 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+48 | -9
 
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Vollhonks. Wenn ein Einkommen zum (Über-)Leben dann nicht ausreicht muss ein Zweitjob her. Das ist einerseits eine enorme Belastung für diese Arbeitnehmer, und andererseits sinkt damit die Quote von verfügbaren Arbeitsplätzen pro Kopf, was wiederum zu mehr Arbeitslosen führt, die ihrerseits den Staat zusätzliches Geld kosten.
Aber den Gierhälsen (Arbeitgeber, natürlich nicht alle) ist das ja egal. Hauptsache der eigene Kontostand stimmt.

[ nachträglich editiert von Kepas_Beleglorn ]
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19.12.2013 08:25 Uhr von smart1985
 
+30 | -0
 
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Nunja in den Niederlanden klappt das auch ganz gut und dort erhält man meistens sogar mehr als für die selbe arbeit in DE
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19.12.2013 08:52 Uhr von Tobi1983
 
+9 | -42
 
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19.12.2013 09:17 Uhr von jschling
 
+15 | -2
 
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der Mindestlohn muss nicht flexibel festgelegt werden, er muss einfach nur immer dahingehend aktualisiert werden, dass ein Mensch von diesem Lohn bei Vollbeschäftigung leben kann ohne dem Staat auf der Tasche zu liegen (Aufstocken = der Steuerzahler finanziert einen Teil seines Verdienstes) - basta !

Aber dank den Professoren sehe ich das Ende nun Nahen: spätestens 2017, ein Jahr nach der Mindestlohneinführung, werden wir wohl alle mit langen Haaren rumlaufen dürfen, denn dann wird der Haar-Markt ganz offensichtlich (so man den Experten glaubt) vollkommen zerstört sein und nirgends wird es mehr Frisösen geben (welche aktuell idR mit 5-6 Euro/Std deutlich unterm kommenden Mindestlohn verdienen). Guckt in andere Länder wo es den Mindestlohn schon seit Jahren gibt: überall nur noch ungepflegte, langhaarige Looser, so wird das bei uns dann auch bald sein :-(

Eine mir plausiblere Theorie hingegen besagt: wir haben nun weiss Gott keinen Arbeitskrätemangel = Arbeit die gemacht werden muss wird auch gemacht werden, es ist nur eine Frage zu welchem Preis, aber sie wird gemacht !
Arbeitskräftemangel ist sicherlich auch nicht zu wünschen - in den 60er und 70er Jahren konnten Arbeiter ihren Chefs auf der Nase rumtanzen (und völlig unglaublicher Weise haben selbst da alle gelebt und profitiert, inklusive dem Chef), das ist auch nicht das Wahre, aber so wie es jetzt ist, ist es noch viel schlimmer und da muss von staatlicher Seite eingegriffen werden.
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19.12.2013 09:20 Uhr von DerS
 
+4 | -29
 
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19.12.2013 09:28 Uhr von Jlaebbischer
 
+11 | -3
 
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Tja, der Name der Londoner Organistaion sagt ja schon alles LOW Pay...
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19.12.2013 09:37 Uhr von GroundHound
 
+13 | -0
 
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Handwerklich saubere Lösungen braucht man von unserer Regierung nicht erwarten.
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19.12.2013 09:42 Uhr von atrocity
 
+16 | -3
 
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@DerS: Wenn die Brötchen 10cent teuer werden müssen um den Mindestohn zu bezahlen dann sagt das nur eins aus: der Bäcker wird bisher zus chlecht bezahlt.

Der Mindestlohn ist das was mindestens nötig ist um zu überleben. Wenn ein Job schlechter bezahlt wird dann braucht man den Job nicht und es ist nicht schade wenn er weg fällt.
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19.12.2013 09:42 Uhr von BRILLOCK2003
 
+11 | -2
 
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Mindeslohn?? von was für Gelder sprechen wir den hier in einem der Rechsten Länder der Welt? Von 8,50,darf ich mal Laut Lachen.Der Wirtschaft geht es gut,aber für den normalen malocher ist kein Geld da,da soll die Gemeinschaft für Zahlen? Ist das der richtige weg?
Ich Glaube das wenn jemand in unserem Lande,nicht in der Lage ist 8,50 Euro zu Zahlen,dann hat er etwas nicht richtig gemacht,also soll er seinen Laden dicht machen,ganz einfach.
In vielen anderen Länder in Europa,gibt es Vernünftige Löhne,nur hier geht die Welt unter,wenn der malocher einiger maßen Bezahlt werden soll? Werdet Endlich Wach,und laßt euch doch nicht so einen Mist erzählen.Vor ein Paar jahren,hat der Mann ganz alleine,eine Familie Ernährt,und jetzt können viele nicht mal normal Leben,obwohl beide 8 std.Arbeiten gehen.
Von WÜRDE die doch Eigentlich der Mensch haben sollte,wollen wir mal gar nicht reden.
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19.12.2013 09:46 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+8 | -1
 
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@DerS
Mag sein, dass ein Mindestlohn der freien Marktwirtschaft widerspricht. Aber wer sagt denn, dass die freie Marktwirtschaft der Weisheit letzter Schluss ist? Nicht nur Staatsformen lassen sich reformieren (Monarchie, Oligarchie, Autokratie, Diktatur, Demokratie). Auch eine Wirtschaftsform kann sich weiter entwickeln.
Als vor einigen hundert Jahren die Binnenzölle im Deutschen Reich abgeschafft wurden, waren die Geldsäcke sicherlich auch nicht glücklich und haben das Ende der Wirtschaft herauf beschworen.
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19.12.2013 09:58 Uhr von EkSeS
 
+13 | -1
 
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@ DerS
"In einem kapitalistischen System muss es nun mal gering Verdiener geben. Wer gute Arbeit macht, der wird auch gut bezahlt.
Den Leuten steht es immerhin frei so einem Job nachzugehen, Alternativen gibt es immer. "

- Auch ein Geringverdiener sollte soviel kreigen daß, er nicht aufstocken braucht.
Warum soll "ich" (gemeint: Amt / Steuerzahler) dafür zahlen, damit ein Geier noch mehr Personen beschäftigen kann ? !

- Wenn Mindestlohn eingeführt wird, wird die Auswahl für Arbeitsuchende besser bzw. mehr, da man ehe den gleichen Lohn bekommt.
- - -

Die Professoren sollen nicht rumrechnen wie verrückt, sondern mit Leuten unterhalten die Zweitjob suchen oder aufstocken müssen weil, das Geld am Monatsende fürs ÜBERleben nicht reicht.

[ nachträglich editiert von EkSeS ]
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19.12.2013 10:13 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+9 | -1
 
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@Hibbelig
Das mit dem Trinkgeld würde ich so nicht unterschreiben.
Und Jobs für gering qualifizierte gibt es auch genug. Beispiel Reinigungskraft. Das kann jeder, man muss nur wollen. Ich will Reinigungskräfte damit nicht herab würdigen. Ich habe Respekt vor den Menschen, die diesen Knochenjob machen.

Da dank Automatisierung die Arbeit trotz allem immer weniger wird, muss das derzeitige Wirtschaftssystem so oder so in den nächsten Jahrzehnten von Grund auf neu aufgebaut werden. Denn wer kein Geld hat, kann auch nichts konsumieren. Und das schadet letzten Endes der gesamten Wirtschaft.

Womit wir beim Bedingungslosen Grundeinkommen wären. Und bevor jetzt gleich wieder die Finanzierungskeule geschwungen wird: ALG, ALG II und wie die ganzen Zuschüsse heißen können ersatzlos gestrichen werden. Saktionen und Offenlegung des Privatlebens, wie es derzeit bei HARTZ IV der Fall ist, sind damit hinfällig. Dadurch reduziert sich auch der Arbeitsaufwand in der Verwaltung. Auch die staatliche Rente wäre als solche nicht mehr erforderlich. Statt dessen kann man seine Finanzen ja durch private Altersvorsorge ergänzen. Das Geld das dabei gespart wird dürfte genügen, um das BGE gegen zu finanzieren. Das alles setzt natürlich voraus, speziell im Hinblick auf die Versorgung im Alter (Stichwort "Altersarmut") muss ein BGE hoch genug ausfallen, dass ein 80jähriger keinen Nebenjob braucht um über die Runden zu kommen.

[ nachträglich editiert von Kepas_Beleglorn ]
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19.12.2013 10:22 Uhr von Schmollschwund
 
+6 | -0
 
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@Chocobo77

Zitat:"Durch den Mindestlohn werden längerfristig Angestellte deutlich besser gestellt. Das ist richtig so!"
---
Du verstehst da was falsch. Mindestlohn ist KEINE Belohnung für die, die länger dabei sind. Hier obliegt es deinem Chef, deine Leistung (Erfahrung) entsprechend zu honorieren. Ein Mindestlohn soll ein gewisses Existenzminimum für Alle sichern. Das ist ein kompletter Unterschied.
--------------------------------------------

Zitat: "Dadurch, dass der Mindestlohn nicht für Langzeitarbeitslose gilt, werden Leute, die seit vielen Jahren nicht mehr gearbeitet haben, durch die anfangs sehr schlecht bezahlte Arbeit wieder aktiviert und motiviert (oder sanktioniert)"

LOL...Ich versteh was du meinst, der erste Absatz war ja schließlich auch recht unprovokativ
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19.12.2013 10:31 Uhr von GroundHound
 
+3 | -2
 
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Mindestlohn ist notwendig. Aber ich bin auch für eine flexible Lösung, da wirtschaftliche Lage oder Lebenserhaltungskosten abhängig von der Region sind.
Auch könnte man über zeitlich befristete Ausnahmeregelungen für Firmen nachdenken, die in Schwierigkeiten geraten.
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19.12.2013 10:31 Uhr von perMagna
 
+12 | -3
 
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Selbst ein Mindestlohn von 8,50€ ist doch sinnlos.

160*8,5 = 1360, zieht man so 30% Steuern ab, bleibt man bei 950€. Miete, Strom, Telekommunikation und es bleiben vielleicht sensationelle 300€ über, jenachdem wo man wohnt.

Da würde ich auch Hartz IV und Schwarzarbeit vorziehen.
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19.12.2013 10:54 Uhr von Schischkebap69
 
+1 | -9
 
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ein flächendeckender Mindestlohn wird nur noch mehr "Fachkräfte" aus dem europäischem Ausland anlocken die hier jetzt schon auf jeder Baustelle zu finden sind.
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19.12.2013 10:57 Uhr von Schmollschwund
 
+6 | -1
 
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@Chocobo77
Manchmal glaub ich, solche Kommentare entfließen einem gewissen beruflichen Erfahrungsschatz. Mach mit deinem Chef das, was du hier tust, dann kriegste in Zukunft vielleicht auch mal so viel Lohn wie ein Hartz IV Empfänger. ;)

[ nachträglich editiert von Schmollschwund ]
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19.12.2013 11:01 Uhr von artefaktum
 
+8 | -1
 
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@DerS

"Mindestlohn widerspricht der freien Marktwirtschaft."

Zunächst leben wir laut Verfassung in einer sozialen(!) Marktwirtschaft.

Und wirklich "frei" ist diese Wirtschaft auch nicht, siehe z.B, Subventionen.

Und ergänzendes Hartz 4 aufgrund zu niedriger Löhne hat ja nun auch nicht viel mit "freier" Marktwirtschaft zu tun, wenn der Steuerzahler Privatunternehmen die Löhne subventioniert.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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19.12.2013 11:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+10 | -0
 
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Wir haben keine freie Marktwirtschaft - solange die Arbeitsämter die Arbeitslosen in die unterbezahlten Jobs zwingt und sie der Staat danach durch Aufstockung subventioniert.
Einzige Alternative wäre, dass jeder unter 8,50 Euro kündigen kann und ohne Konsequenzen zum Arbeitsamt gehen kann.
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19.12.2013 11:28 Uhr von mort76
 
+8 | -0
 
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Schischkebap,
warum sollte man auf osteuropäische Fachkräfte zurückgreifen, wenn es beim Lohn eh nichts mehr zu drücken gibt?
Der Mindestlohn verhindert Lohndumping, und wenn man sowieso den Mindestlohn zahlen muß, kann man eben auch gleich einen Inländer einstellen- wo siehst du da ein Problem?
Und für uns fehlende, echte Fachkräfte gibts dann gleich einen Anreiz, wieder herzukommen- das sollte ja wohl auch kein Problem darstellen.
Bisher bleiben die Fachkräfte doch fort, weil unser Lohnniveau so niedrig ist...

In vielen anderen Ländern feiert man mit dem Mindestlohn große Erfolge- daran sollten die Herren Professoren vielleicht auch mal denken. Und wenn man an den ganzen Unsinn denkt, den exakt diese Berufsgruppe uns schon aufgetischt hat...
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19.12.2013 11:31 Uhr von Knopperz
 
+8 | -2
 
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Vielleicht sollte man das Gehalt der "Professoren" mal anpassen auf den Level eines Hilfsarbeiters, der Monat für Monat zusätzlich beim Amt aufstocken muss.
Mal gucken wie diese "schlauen Menschen" dann darüber denken ;)

Dieses selten dämliche Volk hat doch keine Ahnung.

[ nachträglich editiert von Knopperz ]
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19.12.2013 11:42 Uhr von Fomas
 
+7 | -1
 
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Ok, wenn Wirtschaftsprofessoren das für blöd halten, ist es das Richtigste, was gemacht werden konnte. Nix da an den Markt angepasster Mindestlohn. Der Markt soll sich mal anpassen, denn so wie er jetzt ist funktioniert da gar nix.
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19.12.2013 11:52 Uhr von GroundHound
 
+1 | -5
 
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Um mal eines klar zu stellen. Die Wirtschaftsprofessoren halten den Mindestlohn nicht pauschal für falsch.
Sie halten es nur für falsch, dass er nicht flexibel gestaltet wurde.
Und ich denke das ist richtig. In Köln ist sicherlich ein höherer Mindestlohn angemessen, wie in Sachsen auf dem Land, oder in Mecklenburg-Vorpommern an der Küste, da in Köln z.B. die Mieten viel höher sind.

Zudem sollte ein Arbeitnehmer auch das Recht haben, für weniger zu arbeiten. Nur gezwungen werden sollte er nicht (vom Jobcenter).

Des weiteren wäre eine zeitlich befristete Ausnahmeregelung für in Schwierigkeiten geratene Unternehmen sinnvoll.
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19.12.2013 11:57 Uhr von shadow#
 
+6 | -2
 
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Sieh an, die AfDler kommen wieder aus ihren Loechern gekrochen...
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19.12.2013 12:13 Uhr von BRILLOCK2003
 
+8 | -1
 
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Vielleicht sollten wir erst mal Feststellen,was ein Richtiger Arbeitsplatz Überhaupt ist.Von meiner Arbeit sollte ich Leben können,ohne wenn und aber.Ein Arbeitsplatz wo ich am Ende des Monats zum Amt rennen muß,das ich Überhaupt Überleben kann,ist kein Arbeitsplatz.

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