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Abmahnanwalt Urmann: Illegale Beschaffung der IP-Adressen sei "völlig egal"

Rechtsanwalt Thomas Urmann, der vor ein paar Tagen mit seiner Kanzlei U+C mehrere tausend Abmahnungen an Nutzer der Streamingplattform RedTube verschickt hatte, nimmt im Interview mit "Zeit Online" Stellung zu den Vorwürfen, dass die IP-Adressen der Nutzer möglicherweise illegal beschafft wurden.

"Selbst wenn die IP-Adressen auf eine illegale Art erlangt worden wären, kann uns das juristisch völlig egal sein. Denn ein Gericht hat sich das angeschaut und einen Beschluss erlassen", so Urmann.

Demnach stünde das Landgericht Köln in der Verantwortung, da dieses die Anträge auf Herausgabe der Adressen stattgegeben hatte : "Sollte sich am Ende herausstellen, dass alles falsch war, könnte nach der Gesetzeslage an uns keine Haftung herangetragen werden."


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WebReporter: the_reaper
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: illegal, IP-Adresse, Redtube
Quelle: www.zeit.de

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78 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.12.2013 15:25 Uhr von Borgir
 
+165 | -3
 
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Der soll mal den richtigen abmahnen der ihm dann mal im Dunkeln inklusive Baseballschläger begegnet.
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17.12.2013 15:29 Uhr von DarkBluesky
 
+129 | -2
 
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Leider hat der Herr Rechtsanwalt seinen EID vergessen, das Gesetz zu Schützen . Somit sollte er Exmatrikuliert werden, dann weis er das Rechtsbruch auch Strafbar ist.
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17.12.2013 15:31 Uhr von magnificus
 
+89 | -1
 
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Was für ein Aalglatter Schweinehund!
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17.12.2013 15:33 Uhr von ewin12000
 
+30 | -2
 
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Die wissen ganz genau das denen nichts passieren kann. Das Risiko ist scheinbar richtig gering für die. Leider....
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17.12.2013 15:33 Uhr von 54in7
 
+59 | -1
 
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wird zeit das der abmahnwelle ein Riegel vorgesetzt wird und das per Gesetz
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17.12.2013 15:38 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+17 | -29
 
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17.12.2013 15:42 Uhr von Falap6
 
+9 | -29
 
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17.12.2013 15:54 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -53
 
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17.12.2013 15:55 Uhr von Falap6
 
+6 | -7
 
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@BastB

Das war wohl ursprünglich mal so, als einige gedacht haben, die hätten bei der Antragstellung auf IP-Beschaffung gelogen und behauptet, diese hätten filesharing betrieben.
So wie es jetzt aussieht haben sie aber geschrieben, dass jene Nutzer ein Streaming-Angebot genutzt hätten, und das für das Streaming nötige Herunterladen in den Cache bereits als Vervielfältigung gewertet werden müsse. Dem hat das Gericht in mehreren Fälle anscheinend zugestimmt.

Wenn das wirklich so abgelaufen sein sollte, dann frage ich mich, wo hier die illegale Handlung sein sollte.
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17.12.2013 16:06 Uhr von Daffney
 
+15 | -0
 
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Selbst wenn das in Köln von Richtern des Landesgerichtshofes so entschieden wurde, so steht dem Urteil in letzter Instanz noch der Bundesgerichtshof in Karlsruhe gegenüber der das Urteil aufheben kann. Deshalb versteh ich nicht warum Urmann sich seiner Sache so sicher ist.
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17.12.2013 16:23 Uhr von lopad
 
+29 | -1
 
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Dieser Mensch ist eine Schande für seinen gesamten Berufsstand.

Kanzlei schließen und gegen alle Beteiligten Berufsverbote verhängen!
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17.12.2013 16:24 Uhr von magnificus
 
+12 | -0
 
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Gute Frage Sumpfgurke

"Denn ein Gericht hat sich das angeschaut und einen Beschluss erlassen", so Urmann. "

Was angeschaut? Stand in dem Antrag, wie sie an die IP`s gekommen sind? Sicher nicht, denn dann hätte das Gericht dem Antrag nicht stattgegeben.
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17.12.2013 16:29 Uhr von xDP02
 
+1 | -0
 
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@ SumpfGurke
Du weist das man Dinge wie Gesichter und Nummernschilder unkenntlich machen kann?
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17.12.2013 16:31 Uhr von Falap6
 
+2 | -12
 
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17.12.2013 16:34 Uhr von MegaTefyt82
 
+19 | -0
 
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So wie es im Moment aussieht, wurden die IP-Adressen nicht nur einfach beschafft, sondern die "Opfer" auch auf besagte Videos umgeleitet und das über mehrere Seiten, wovon eine dann die IP-Adressen gespeichert hat. Möglicherweise wurden also die "Urheberechtsverletzungen" künstlich erzeugt. Siehe auch:

http://www.stern.de/...
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17.12.2013 16:35 Uhr von Lornsen
 
+17 | -0
 
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die Tugend in die Mitte, sagte der Teufel und setzte sich zwischen zwei Anwälte.
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17.12.2013 16:39 Uhr von Falap6
 
+2 | -8
 
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@SumpfGurke

Ein generelles "Beweisverwertungsverbot" gibt es in Deutschland nicht. Es kommt in einem Verfahren wenn überhaupt zu einer Abwägung der Rechtsgüter.

Ein übertriebenes Beispiel aus amerikanischen Filmen wäre, dass ein Polizist unrechtmäßig in die Wohnung eines Verdächtigen eindringt, weil ein Stempel auf dem Durchsuchungsbefehl fehlt oder ähnliches, und dort die Mordwaffe findet. Diese würde dann in Deutschland höchstvermutlich dennoch im Strafprozess einer Mordanklage zugelassen. In vielen Fällen wären die meisten Nutzer auch einverstanden mit einer solchen Regelung. Geht es aber um Urheberrecht ist eine sachliche Diskussion meisten kaum möglich.
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17.12.2013 16:41 Uhr von Falap6
 
+3 | -1
 
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@MegaTefyt82

Wenn das stimmt, sieht die Sache wieder ganz anders.
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17.12.2013 16:43 Uhr von Perisecor
 
+4 | -12
 
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@ SumpfGurke

Früchte des vergifteten Baumes dürfen in Deutschland idR problemlos verwendet werden.

Dashcam-Videos sind zumindest in Deutschland in Strafrechtsverfahren quasi kein Problem. Im Zivilrecht kommt es auf den Richter an, aber auch dort gibt es immer weniger Probleme.

Die von dir genannten Dinge sind in aller Regel nicht einschlägig.


Nach deinen Aussagen zu urteilen hoffe ich, dass diese Freundin keine Anwältin für deutsches Recht ist....
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17.12.2013 16:52 Uhr von Perisecor
 
+2 | -11
 
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@ Zuckerstange

Bitte Strafrecht von Zivilrecht trennen. Und dann auch nochmal die Trennung von Urteilen und (temporär) Beschlüssen.
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17.12.2013 16:58 Uhr von SN_Spitfire
 
+7 | -0
 
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Geht es hier um die illegale Beschaffung der IP-Adressen?

Ja!

Das hat aber nichts damit zu tun, ob die Gerichte den Antrag durchwinken.
Der Antrag war nämlich dafür da, den Inhaber der damaligen IP-Adresse in Erfahrung bringen zu dürfen durch die Provider.

Die Beschaffung, also das Aufzeichnen der Zugriffe und der erfolgte Zugriff an sich, sind ja schon zu hinterfragen.
Sollte ich so ein Schreiben erhalten, würde mein Anwalt (ein Glück haben wir einen in der Verwandschaft) den in der Luft zerreissen.
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17.12.2013 17:08 Uhr von Falap6
 
+1 | -6
 
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@SN_Spitfire
"Das hat aber nichts damit zu tun, ob die Gerichte den Antrag durchwinken."

Natürlich hat das was damit zu tun, und sogar sehr viel. Das Gericht kann ja nicht das Herausgeben von persönlichen Daten genehmigen, nur weil irgendwer fragt. Der Antragsteller muss dies gut begründen und dazu gehört eben, was jene Person hinter einer IP getan haben soll, Beweise/Indizien vorlegen und dazu gehört eben auch, wie man an diese IP gekommen ist.

@Zuckerstange, jenen Antrag hat wohl nicht U&C eingereicht, sonder jmd anders. U&C regelt nur die Abmahnung.
"Das hat aber nichts damit zu tun, ob die Gerichte den Antrag durchwinken."
Das ist zumindest auch die Vermutung des Interviewers in der Quelle und wird von U&C strikt verneint. Die behaupten es gab viele Anträge und in einigen wurde hin und hergeschrieben und somit wurde sich wohl damit auseinandergesetzt.

[ nachträglich editiert von Falap6 ]
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17.12.2013 17:13 Uhr von jschling
 
+6 | -0
 
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auch wenns irgendwie traurig ist: illegal beschaffte Daten sind zumindest nicht automatisch nicht zugelassen als Beweismittel.
Das sehen wir ja an den Steuer-CDs aus der Schweiz, Luxenburg usw: definitiv illegal erworben, trotzdem zu 100% verwertbar.
Persönlich bin ich aber auch der Meinung, dass illegal beschaffte Daten (Steuer-CDs) nicht zugelassen werden sollten, denn ein Staat, der sich nicht an seine eigenen Gesetze hält, ist eine Banenenrepublik. Und wenn man nen Arsch in der Hose hat, könnte man bezüglich Steuerflüchtlingen den anderen Ländern schnell klar machen, dass es so nicht geht - das Problem ist nur, dass unsere Politiker das überhaupt nicht wirklich wollen.
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17.12.2013 17:14 Uhr von hxmbrsel
 
+5 | -1
 
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Cool früher waren wir Ein Volk, heute sind wir 80Millionen Völker im Land.
Jeder für sich und jeder versucht den anderen noch ekliger zu bespucken als der vorherige.
Entweder wachsen wir bald zu einem Volk zusammen und entledigen uns der Schmarotzer oder wir sollten aufhören hier weiter zu Kommentieren!
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17.12.2013 17:16 Uhr von no_trespassing
 
+6 | -0
 
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Strategisch unklug, was er da macht er bringt das Gericht gegen sich auf. Sobald das LG Köln seine Mitschuld eingesteht, nicht besser hingeschaut zu haben, hat Urmann richtig Probleme, denn dann wird sich die StA genauer mit der Illegalität befassen.
Zumal Urmann indirekt die illegale Herkunft ja fast zugegeben hat.
Und nur weil es einem Gericht vorgelegt wurde,heißt das noch lange nicht, dass es dadurch legal wird.

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