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Bad Oeynhausen: Kein Platz auf Transplantationsliste - Patient konnte kein Deutsch

Die Ärzte des Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen (HDZ) hatten im Jahr 2010 einem irakischen Flüchtling die Aufnahme in die Herztransplantationsliste verweigert, weil dieser sich nicht ausreichend verständigen konnte.

Die Klinik begründete das damit, dass der 62-jährige Mann aufgrund der Probleme mit der Verständigung nicht alle Maßnahmen verstehen und umsetzten könne. Dagegen hat der 62-jährige Mann nun geklagt und fordert 10.000 Euro Schadenersatz. Ein Gericht muss jetzt über den Streit entscheiden.

"Ich finde, dass ich von dem Krankenhaus menschlich und gesundheitlich im Stich gelassen worden bin", teilt Rashow-Hussein schriftlich über seinen Anwalt mit.


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WebReporter: kleefisch
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutsch, Patient, Transplantation, Bad Oeynhausen
Quelle: www.westline.de
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.12.2013 10:34 Uhr von blade31
 
+27 | -2
 
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Aber zum verklagen reichen natürlich die Deutschkenntnisse

[ nachträglich editiert von blade31 ]
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17.12.2013 10:38 Uhr von Hirnfurz
 
+15 | -0
 
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Genau. Mit dem Geld wird er bestimmt glücklich und gesund!

Damit dürfte er nicht durchkommen, da der Patient ja gar nicht versteht, wie er die Immunsuppresiva zu nehmen hat bzw. wann er zum Follow-Up erscheinen muss. Ausser, er kann Englisch. Wenn nicht, dann ist er "non-compliant", was ein klares Ausschlusskriterium darstellt. Im Transplantationszentrum, wo ich mal gearbeitet habe, wurden auch Araber transplantiert, allerdings haben sie alles verstanden, die konnten auch Englisch.
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17.12.2013 10:44 Uhr von blade31
 
+6 | -0
 
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Bitte sei einfach ruhig Benedikt83 bitte!
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17.12.2013 10:48 Uhr von Hirnfurz
 
+5 | -0
 
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Manchmal denke ich, so manche Kommentatoren könnten doch auch freiwillig ihre lebenswichtigen Organe spenden - damit wäre der Allgemeinheit ein grosser Dienst erwiesen^^
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17.12.2013 10:59 Uhr von psycoman
 
+5 | -0
 
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Dafür noch Geld zu wollen ist wirklich dreist. Es ist doch seine eigene Schuld. Wer es in zehn Jahren nicht schafft Deutsch zu lernen, und der Mann lebt seit über 13 Jahren hier, also schon zehn Jahre als im die Klinik die Behandlung wegen mangelnder Sprachkenntnis verweigerte, der darf sich nun wirklich nicht beschweren.

Wäre er sechs Monate hier gewesen könnte ich seinen Unmut verstehen, aber in einem Jahrzehnt sollte es doch möglich sein sich ein Mindestmaß an Sprachkenntnis zu erwerben.
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17.12.2013 11:28 Uhr von langweiler48
 
+0 | -6
 
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Da haben einige eventuell den Eid des Hippokrates den sie als Arzt geschworen haben vergessen, oder hat man an dem Manifest des berühmten Arztes etwas grundlegendes geändert, dass es aus ärztlicher Sicht doch verschiedene Rangstufen unter der gesamten Menschheit gibt?
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17.12.2013 11:44 Uhr von sfobiwahn
 
+4 | -1
 
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@langweiler48: Den Eid schwört kein einziger Arzt, es ist eine Art Richtlinie an die sich Ärzte halten sollen, nicht mehr und nicht weniger.

[ nachträglich editiert von sfobiwahn ]
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17.12.2013 18:56 Uhr von langweiler48
 
+0 | -1
 
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17.12.2013 11:44 Uhr von sfobiwahn

Es gibt ungeschriebene Gesetze. Und dies ist so eines und wird auch heute noch berücksichtige, wenn ein Arzt Hilfe unterlässt. Ich denke du kennst auch das Wort Ehrenkodex

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