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Porno-Abmahnungen wegen "Redtube": Anwalt sicher - NRW wohl schadensersatzpflichtig

Der Fall der Streaming-Seite "Redtube" und den tausenden verschickten Abmahnungen schlägt weiter deutschlandweit hohe Wellen. Nun hat sich heute nochmals der auf Medienrecht spezialisierte Rechtsanwalt Christian Solmecke dazu gemeldet.

Seiner Ansicht nach ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen wohl Schadensersatzpflichtig gegenüber den Abgemahnten. Denn wie sich mittlerweile herausstellte, war selbst im Antrag auf die Herausgabe der Adressen keinesfalls von Tauschbörsen die Rede.

Entsprechend hätte der Beschluss nie ergehen dürfen. "Entweder haben die Richter den Antrag nicht gelesen, oder ihn nicht verstanden", so der Anwalt. Beim Kölner Landgericht spricht man mittlerweile offen von einem Versehen.


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WebReporter: Miietzii
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Porno, Anwalt, NRW, Redtube
Quelle: winfuture.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2013 13:45 Uhr von pjh64
 
+68 | -5
 
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Versehen? Ich nenne das bewußt platzierte Inkompetenz zur Begünstigung wirtschaftlicher Interessengruppen. Ist in unserem Recht ist das Gang und Gäbe. Sonst wären wir ja nicht zwangsweise kapitalistisch bis neofeudal organisiert.

[ nachträglich editiert von pjh64 ]
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16.12.2013 13:48 Uhr von muhkuh27
 
+32 | -1
 
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Neuland halt ;)
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16.12.2013 13:56 Uhr von Darkman149
 
+54 | -1
 
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Ein Versehen war das also, interessant. Wen bitte wollen die verarschen?! Erst Mist bauen und sich dann hinstellen und sachen "hoppla, das wollten wir aber nicht". Völliger Blödsinn!

Weiterhin bin ich der Meinung solchen Anwälten wie denen bei U+C gehört die Zulassung entzogen! Ich habe heute schon in einem Artikel zu diesem Thema ein Statement eines der Anwälte gelesen in dem er sinngemäß gesagt hat die haben sich auf Streamingportale gestürzt, weil sich das verfolgen von Tauschbörsennutzern finanziell nicht mehr lohnt.

Allein diese Aussage zeigt doch schon, dass es denen nicht ein bisschen darum geht wer nun Recht hat und wer da nun wessen Urheberrechte verletzt, sondern einfach nur ums Kohle scheffeln. Egal mit welchen Mitteln. Die sind schlimmer als Vertreter, die von Haus zu Hause ziehen.

Ich hoffe nur, dass dem Treiben bald einhalt geboten wird und die Betroffenen eine Möglichkeit bekommen ihr Geld zurück zu fordern. Entweder direkt von U+C oder vom Land NRW.
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16.12.2013 14:02 Uhr von azru-ino
 
+41 | -0
 
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Es kann kein Versehen sein. Einen Antrag mit über 10,000, nein sogar vielleicht 100,000 ip-Adresse, genehmigt man nicht einfach so. Sowas fällt auf. Jedem Routinier würde derartiges sofort auffallen.
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16.12.2013 14:36 Uhr von TamTamNews
 
+26 | -1
 
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"NRW wohl Schadensersatzpflichtig"


Also jetzt verdient U+C einen Haufen Geld, bezahlt vom Steuerzahler?

Wieso nicht einfach öffentlich sagen, das diese Abmahnungen ungültig sind und nicht gezahlt werden muss?

Ach dann verdienen U+C keine Millionen, ich verstehe^^
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16.12.2013 14:38 Uhr von Ich_denke_erst
 
+11 | -1
 
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Da macht schon wieder einer ein Geschäft - nämlich der Gegenanwalt. Wenn mir ein Abmahnanwalt einen Brief schreibt brauche ich keinen Anwalt einschalten. Wenn ich ganz auf Nummer Sicher gehen will schreibe ich den Abmahnanwalt einen Dreizeiler in dem ich pauschal alle Vorwürfe zurückweise. Dann muss er mich schon verklagen.
Für was soll den bitte Schadenersatz gefordert werden?
Wo kein Schaden entstanden ist kann auch kein Schadenersatz gefordert werden. Ich sehe hier nicht einmal einen immateriellen Schaden. Jeder kann doch jedem eine Abmahnung schicken - dazu braucht es keinen Anwalt.
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16.12.2013 14:56 Uhr von ThomasHambrecht
 
+12 | -0
 
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@Ich_denke_erst
Schaden hatten die Internetprovider.

Hoffentlich schicken die Internet-Provider (wie Telekom) auch ihre Rechnung an NRW. Das kostet ja auch ein bisschen Zeit und noch mehr Geld, wenn man mal tausende Adressen recherchiert.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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16.12.2013 15:02 Uhr von Shan_sn
 
+9 | -0
 
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Dann soll jeder abhemahnte versehentlich NRW auf Schadensersatz verklagen.

Und wenn das Versehen bemerkt wird, diese Konsequenz ebenso Rückgängig machen, wie die Folge des NRW-Versehes Rückgängig gemacht werden kann.
/Ironie off

Vielleicht ist es genau das was staatliche Organe jetzt brauchen um zur Besinnung im Vorratsdatenwahn uvm zu kommen. Eins auf die Nuss!
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16.12.2013 15:08 Uhr von ROBKAYE
 
+16 | -0
 
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Dieser kleine, miese Drecksack von "Anwalt", seines Zeichens Chef der Kanzlei Urmann & Collegen - hier vorab schon mal den Link für den Shitstorm: http://urmann.com/ - und die Rechteinhaber von RedTube haben laut Heise-Recherchen tausende völlig ahnungsloser Nutzer mit Hilfe des Werbenetzwerks "Trafficholder", dass dazu dient, Internetseitenbenutzer bei einem Klick auf einen Link vorab auf eine andere Werbeseite umzuleiten, auf die Seite "RedTube" umgeleitet, dort mit vorinstallierten Skripts den Traffic mitgeschnitten, die IP-Adressen geloggt und haben sich dabei wohl gedacht, sie können auf diese Weise so richtig fetten Reibach machen... Allen Anwälten, die dieser Kanzlei angehören, muss dringend die Lizenz entzogen werden.

http://www.heise.de/...

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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16.12.2013 15:27 Uhr von Endgegner
 
+13 | -0
 
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Die kriminelle Energie der Täter scheint groß zu sein, möglicherweise steckt der Richter mit unter einer Decke (wenn man schon so gute Kontakte zu Urmann + Collegen hat).
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16.12.2013 15:51 Uhr von magnificus
 
+5 | -0
 
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Trotzdem ist doch das Streamen im Netz nicht illegal.
Also sind die Abmahnungen nichtig?

Gibt es das in anderen Ländern auch, in dem Ausmaß?

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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16.12.2013 16:38 Uhr von magnificus
 
+3 | -0
 
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Muss man für Dinge, die nicht illegal sind und man zu unrecht abgemahnt wurde eine solche Erklärung abgeben?
Was soll ich denn unterlassen, zu streamen?
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16.12.2013 17:04 Uhr von magnificus
 
+4 | -0
 
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http://www.stern.de/...

"Muss man eine Unterlassungserklärung abgeben?

Auf der zweiten Seite unter dem Punkt II.1 wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung verlangt. In Tauschbörsenfällen gehört das dazu, vermutlich ist deshalb auch hier eine Aufforderung eingebaut. Rechtlich ist die Unterlassungserklärung nämlich nicht geschuldet: Es gibt keine Urheberrechtsverletzung, also kann es auch keine Wiederholungsgefahr geben."
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16.12.2013 17:48 Uhr von Daenerys
 
+2 | -0
 
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@Robkaye

denen passiert gar nichts. Der Rechteinhaber hockt in der Schweiz, U+C werden sich damit rausreden, nur in gutem Glauben an die "Rechtmässigkeit der Forderung" die Abmahnungen versendet zu haben. Warum wohl sollen die 250€ auf das Konto von The Archive in der Schweiz gezahlt werden, wo doch nur 15€ Schadensersatz, der Rest aber Ermittlungskosten und Anwaltsgebühren sind.
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16.12.2013 21:51 Uhr von Eysenbeiss
 
+1 | -0
 
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Tausendfaches Versehen, na selbstverständlich.
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16.12.2013 22:55 Uhr von Ranzi
 
+2 | -0
 
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Es stellt zusätzlich noch die Frage, wie diese kriminellen Email-Trittbrettfahrer an die originalen Daten, wie Namen und die dazu gehörigen Emailadressen gekommen sind. Ich habe nämlich auch so eine Email bekommen, auf eine Emailadresse, die nicht öffentlich bekannt ist. Das würde mich brennend interessieren.

[ nachträglich editiert von Ranzi ]
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16.12.2013 22:58 Uhr von cruelannexy
 
+2 | -0
 
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ich kann die richter verstehen! Internet ist für uns alle Neuland und die Zeit sich damit auseinanderzusetzen fehlt nun mal also unterschreiben und gut ist, traumjob!
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16.12.2013 23:41 Uhr von TK-CEM
 
+2 | -0
 
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Seit wann hat schon mal ein Land einzelnen Bürgern Schadenersatz gezahlt, wenn staatliche Organe Mist gebaut haben? Ich kenne keinen einzigen Fall. Im Gegenteil - es wird alles so hingedreht, dass entweder ein Bauernopfer gefunden wird oder jeder betroffene Bürger mit Spott verhöhnt wird.

Wer glaubt, dass hier in irgend einer Form "Recht" gesprochen oder "Gerechtigkeit" ausgeübt wird, der glaubt auch an den Weihnachtsmann oder frisst kleine Kinder.

So what - it´s my project only.
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17.12.2013 02:24 Uhr von Albion85
 
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Das OLG Köln ist für die Telekom zuständig was bedeutet, dass dort seit Jahren ständig solche Gesuche eingehen. Ich kann mir vorstellen, dass es jeden Richter aus Berufung ankotzt, sich täglich mit solch eintönigem Zeugs rumzuschlagen. Klar, man hätte sorfältiger lesen sollen. Einige Richter haben das auch getan, ein paar Anträge wurden abgelehnt. Dennoch kann ich gut nachvollziehen, das man sich hat täuschen lassen. Die Anträge waren, wie es scheint, genau darauf ausgelegt. Wenn das OLG einen Fehler eingesteht, dann ist das doch durchaus als positiv zu werten. Das ist immerhin die anständigste Art mit der Sache umzugehen. Ebenfalls dürfte den betroffenen Richtern sehr daran gelegen sein, diese Täuschung nachzuweisen. Insgesamt sehe ich das ganze als einen Schritt in die richtige Richtung: In Zukunft wird man genauer prüfen, was man in Sachen Urheberrecht unterschreibt und den Anwälten genauer auf die Finger schauen. Pech hatten bei der Sache nur die Leute, die schon gezahlt haben und selbst diese könnten Schadensersatz verlangen.
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19.12.2013 19:45 Uhr von Daenerys
 
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Stellt Euch mal vor...

ich bekommt jeden Tag 50 vierseitige Schreiben eines Rechtsanwalts wegen Urheberrechtsverletzung vorgesetzt...und das schon seit nem Jahr. Alles ist immer gleich, nur der Name, die Anschrift und das geschützte Werk sind unterschiedlich. Und immer müßt Ihr dem ganzen zustimmen. Eines Tages ändert der Anwalt 5 oder 6 kleine Wörtchen auf Seite 3 was an der Formatierung des Schreibens nichts ändert.

Und wer sich jetzt sicher ist, dass er es an des Richters stelle gemerkt hätte, der darf gerne den ersten Stein werfen.

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