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CSU: Ausnahmen beim Mindestlohn vorgesehen

Offenbar ist der neue Koalitionsvertrag derart gestaltet, dass dieser eine Ausnahme beim Mindestlohn für Rentner, Studenten, Schüler und ehrenamtliche Helfer, welche eine geringe Vergütung erhalten, vorsieht.

Dies geht auf ein Bestreben der bayerischen CSU hervor, wie Frau Ilse Aigner derzeitige Wirtschaftsministerin von der CSU angekündigt hat.

Es geht offenbar darum, dass die Mindestlohnregelung für einige Job-Bereiche, sowie dessen Tätige einfach keinen Sinn ergeben würde.


WebReporter: Higharcher
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CSU, Mindestlohn, Koalitionsvertrag, Ausnahme
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2013 08:10 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -4
 
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jschling
"ehrenamtlich Helfer - arbeiten eigentlich kostenlos,"

Nö, die Übungsleiter Freibetrag beträgt 2400 € der sollte sicher nicht unter den Mindestlohn fallen.
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16.12.2013 08:34 Uhr von artefaktum
 
+7 | -1
 
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"Es geht offenbar darum, dass die Mindestlohnregelung für einige Job-Bereiche, sowie dessen Tätige einfach keinen Sinn ergeben würde."

Wieso? Wenn man freiwillig ehrenamtlich arbeitet ist das ja okay. Aber warum soll für Rentner, Schüler und Studenten ein Mindestlohn keinen Sinn ergeben? Warum stellt man sie dann überhaupt an? Wer würde diese Arbeit machen, wenn es keine Rentner, Schüler und Studenten gäbe? Welche Anreize werden da geschaffen?

Und noch mal zum mitschreiben: Das Ding heißt allgemeiner(!) Mindestlohn.
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16.12.2013 09:07 Uhr von Rechtschreiber
 
+1 | -4
 
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Ausnahmen sind schon in Ordnung. Was ist mit einem Zeitungsausträger? Soll der etwa nach Stunden bezahlt werden?

Prinzipiell würde ich ausnahmeregelungen nur dann zulassen, wenn anderweitig nach abgelieferter Stückzahl berechnet wird. Dann allerdings muss die Stückvergütung zu ausgelegt werden, dass sich unterm Strich bei normalem Arbeitstempo der gesetzliche Mindestlohn ergibt.

Wie dem auch sei: Die SPD hat es in bald 100 Jahren nicht geschafft, einen Mindestlohn einzuführen, obwohl sie die Möglichkeit oft genug hatten. Jetzt kann man halt alles ganz bequem auf die CSU/CDU schieben.

Ich warte jetzt schon auf die Neuwahlen. Mein Tipp ist mitte/ende 2014.
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16.12.2013 09:09 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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@Rechtschreiber

"Was ist mit einem Zeitungsausträger? Soll der etwa nach Stunden bezahlt werden?"

Natürlich. Der allgemeine Mindestohn ist ein Zeitlohn. Zeitungen Austragen ist auch eine Arbeit.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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16.12.2013 09:51 Uhr von Rechtschreiber
 
+1 | -0
 
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@artefakt: Nein, wenn er 8,50 Euro Stundenlohn verdienen soll, und er im Schnitt 100 Häuser pro Stunde schafft, dann muss die "pro Prospekt"-Vergütung eben auf 8,5ct. pro Stück festgelegt werden. Wenn er aber trödelt, und nur 50 schafft, ist es halt sein Problem.
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16.12.2013 10:20 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -4
 
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@ jschling
Wieso soll eine ehrenamtlicher Übungsleiter unter den Mindestlohn fallen? Dann würde jede Ehrenamtliche Tätigkeit vernichtet werden.

" Zumindest erhalten die Übungsleiter dann aber Mindestlohn und liegen nicht der Allgemeinheit auf der Tasche"

Du meinst der soll dann von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit leben? Das geht doch nicht.
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16.12.2013 10:33 Uhr von DJCray
 
+2 | -0
 
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Warum sollen Studenten die ein Praktikum machen müssen ausgenommen werden?

Ich hatte damals auch ein Praktikum erhalten, dass weniger gebracht hatte als ich für die Miete (zusätzlich zu meinem Studentenwohnheimsplatz) bezahlen musste.
Auch konnte ich nicht mehr "nebenbei" arbeiten, da das Praktikum ja Vollzeit war.

Ich musste also vorab dafür sparen um meine Praktikumszeit zu finanzieren.

Es war hart an der Grenze zu dem was "normal" ist.

Und das auch nur, weil die Studenten es machen müssen und die Unternehmen die Studenten entweder kaum oder manchmal auch garnicht bezahlen "wollen".

Eine Bezahlung, die zumindest die laufenden Kosten abdecken würde (Miete und Verpflegung in der Kantine) wäre zumindest einfacher für den Studenten.

Aber die CSU-Fritzen musste wohl noch nie ein Praktikum leisten oder genauer finanzieren, dann wüssten die auch, wie sehr es einen in finanzielle Probleme brachte.

Gru
DJ
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16.12.2013 10:48 Uhr von Crawlerbot
 
+3 | -1
 
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Diese Scheiß CSU, wer hat die eigentlich Gewählt, das sie da überhaupt mitbestimmen darf.

Ich glaube auf dem Wahlzettel stand nur CDU und nicht CSU.
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16.12.2013 11:02 Uhr von trakser
 
+2 | -0
 
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Mindestlohn bei ehrenamtlichen Helfer macht keinen Sinn. Das erkennt man schon an dem Wort "ehrenamtlich".

Für alle anderen macht er Sinn. Er sollte so hoch sein, dass eine durchschnittliche Familie bei einer Vollzeitstelle keinen Anspruch auf Sozialleistungen mehr hat. Das ist nun mal der Gesellschaftsvertrag den wir haben. Wir erlauben Unternehmern, ihre Haftung auf 25000€ zu begrenzen. Wir erlauben Unternehmern, ihrer Belegschaft weniger zu zahlen als sie erwirtschaften. Wir verlangen dafür aber, dass Unternehmer für ihre Belegschaft Verantwortung übernehmen.

[ nachträglich editiert von trakser ]
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16.12.2013 11:31 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -3
 
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@DJCray
"Warum sollen Studenten die ein Praktikum machen müssen ausgenommen werden?"

Also, ich kann es verstehen, bei uns bekommt außer Anerkennungsjahrpraktikanten, keine Kohle und das ist auch nachvollziehbar. Es werden schon so kaum Praktikanten genommen, da ein 4. Semester mehr arbeit macht als er bringt.
Aber sicher gibt es Branchen in denen es anders aussieht.
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16.12.2013 11:55 Uhr von maki
 
+3 | -1
 
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Wenn man Hirnamputierte wählen lässt...
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16.12.2013 12:12 Uhr von Azureon
 
+2 | -0
 
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So kriegt man auch die Rentner wieder ans Arbeiten.
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16.12.2013 16:29 Uhr von uwele2
 
+0 | -0
 
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"Ausgenommen vom Mindestlohn sind Geringverdienende"
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17.12.2013 18:12 Uhr von Biblio
 
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Da werden schon wieder die richtigen ausgenommen.

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