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Institut für Wirtschaftsforschung: So wird die Energiewende diskreditiert

Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erklärte beim Sender "Deutsche Welle" Hintergründe der Energiewende und sprach über Machtkämpfe hinter den Kulissen. Zugleich räumte sie dabei mit vielen Mythen der Energiewende auf.

Kemfert sagte: "Die Energiewende soll diskreditiert werden". Sie widersprach zum Beispiel dem Mythos, dass die Öko-Energien alleine für die Preissteigerungen beim Strom verantwortlich seien. Laut Kemfert stimmt das nicht, die Börsenpreise für Strom seien sehr niedrig - negative Berichte sollen demzufolge lediglich Unmut erzeugen.

Die Energiewirtschaft habe großen Einfluss bei den Parteien. "Bei den Sozialdemokraten gab es Wirtschaftsminister, die aus der Energiewirtschaft kamen, auch welche, die wieder zurück gingen. Heute haben Großkonzerne ein gewichtiges Wort mitzureden", so Kemfert.


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WebReporter: ewin12000
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Energie, Wende, Mythos, Ökostrom, Claudia Kemfert
Quelle: www.dw.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.12.2013 19:28 Uhr von Borgir
 
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Alleine sicherlich nicht. Die größte Verantwortung hat wohl die Politik in Sachen energieaufwendiger Industrie. Die bezahlt der Bürger mit immer höher werdenden Strompreisen. Darüber hinaus jammert die Industrie wegen der Kosten für die erneuerbaren Energien.
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15.12.2013 19:45 Uhr von NilsGH
 
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"Die Energiewende soll diskreditiert werden"

Von wem? Den Bürgern? Denen ist es egal wo der Strom herkommt, solange er billig ist. Den Stromkonzernen? Denen ist es auch egal, ob sie Windrädchen stellen oder neue Kohlkraftwerke bauen. Solange es sich rentiert. Der Politik? Die haben´s doch angestoßen. Der Presse? Was hat die davon, wenn kein Lobbyist dahinter steht. Und wer soll den schicken, wenn keiner ein Interesse am Diskreditieren hat?

Einzig die Industrie KÖNNTE ein Interesse haben, um von ihren Subventionen abzulenken. Da diese aber seit Jahren allseits bekannt sind, macht es nur wenig sinn, die Energiewende nun zu verunglimpfen und dort die Schuld für die gestiegenen Energiepreise "hinzuschieben".

Klar hat die Energiewende nicht allein damit zu tun. Aber zu einem großen Teil, da in ihr die ganzen Maßnahmen begründet liegen, die nun zur Verteuerung führen. Sie ist sozusagen (und im wahrsten Sinne des Wortes) der Ursprung allen Übels.

Und nur weil unsere Politiker sich mal wieder selbst beweihreuchern wollten haben sie die Wende durchgedrückt. Von anderen Ländern werden wir belächelt, weil wir wieder alleine die Welt retten wollen ... auf dem Rücken unserer Bevölkerung. Aber das hat sich das Gros unserer Bürger ja demokratisch gewählt. Also dürfen rund 70 % der Deutschen nicht meckern, sondern nur brav zahlen.

Ach, aber die liebe Frau Prof. Dr. Kemfert verdient wahrscheinlich derart gut, dass sie locker auch unsere Stromrechnung mit übernehmen könnte. Von daher kann sie die ganze Aufregung wahrscheinlich generell nicht nachvollziehen. Weltfremde "Experten" ...
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15.12.2013 22:42 Uhr von Der_Korrigierer
 
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Die Frau ist sehr schön, ich glaube ihr.
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15.12.2013 23:40 Uhr von hundheim
 
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Ist das nicht die Frau, die bei Wikipedia abgeschrieben hat?
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16.12.2013 13:34 Uhr von flipper242
 
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Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert ist so ziemlich die peinlichste Lobbyistin die es gibt. Sie redet so unverhohlen an der Realität vorbei, dass es weh tut und das auch noch so offensichtlich nachvollziehbar und absolut Fakten fern . Hauptsache die Ideologie stimmt

Nehmen wir mal nur die ersten zwei Punkte:

Zitat 1. Kemfert:
"Ein Mythos ist der, dass behauptet wird, dass wir in Deutschland permanent Atomstrom aus Frankreich oder Tschechin importieren müssten.
Das stimmt nicht. Wir haben in Deutschland einen Stromüberschuss und wir exportieren Strom preiswert in diese Länder."

Sehr geehrte Frau Kemfert, dass obige Zitat ist eine Nebelkerze, denn das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Auch als fachfremde Wirtschaftswissenschaftlerin , sollte es sich auch zu ihnen herum gesprochen haben (besonders wenn man sich als Expertin bezeichnet), dass Strom produziert werden muss wenn er gebraucht wird. Es nützt also nichts, wenn die Windräder und Solarpanels kräftig Strom produzieren, wenn er nicht gebraucht wird und umgekehrt. Also am Bedarf vorbei produzieren, oder gar das Netz überfluten , dass sogar ihre in Punkt zwei angesprochener Börsenpreis negativ werden (also wir bezahlen für Stromabnahme), oder eben gar nichts produziert wird. Daher gibt es einen stetigen Im- und Export im europäischen Stromnetz. Die Lastläufe kann man prima bei den Netzbetreibern angucken, die Preisentwicklungen bei der EEX. Ohne den Import von Strom egal welcher Couleur aus dem Ausland wären hier andauernd die Lichter aus, auch schon vor 20 Jahren - jetzt nur häufiger.


Zitat 2. Kemfert:
"Ein zweiter Mythos ist die Behauptung, dass der Strompreis alleine auf Grund der Erneuerbaren Energien steige. Die Ökoenergien werden als Preistreiber stigmatisiert. Das stimmt auch nicht. Wir haben sehr niedrige Börsenpreise beim Strom. Würden diese niedrigen Preise an die Verbraucher weitergereicht, könnte auch der Strompreis stabil bleiben."

Auch wieder so eine Nebelformulierung ...." alleine auf Grund " allein nicht aber hauptsächlich. Als Expertin sollten sie aber wissen wie die EEX also die Strombörse und der Einkauf der Anbieter so funktionuckelt. Es ist mehr ein Spotmarket auf welchem ca. 20% gehandelt wird, die restlichen 80% sind langfristige Sachen. Aber das ist hierbei eher nebensächlich, denn egal wie die Börsenpreise sind, die EEG-Vergütung wird den Anlagenbetreibern bezahlt und die Diskrepanz zwischen Börsenpreis und der Vergütung wird dem EEG-Umlage Konto zu gerechnet. D.h. ganz simpel ist der Börsenpreis niedrig steigt die EEG-Umlage stärker. der Base Price der ELIX z.Z. Beträgt 49,85 Cent MWh also 4,985 Cent die kWh. Nun bekommt ein Solarpanelbetreiber der seine Solaranlage 2001 gebaut hat pro kWh eine Vergütung* von 50,6 Cent/kWh also schon mal mehr als eine GWh an der Börse kostet. In diesem ungünstigsten Beispiel heißt das also: Vergütung* 50,6 Cent - Börsenpreis 4,985 Cent = 45,615 Cent Diskrepanz. Für eine Anlage vom 2.4.2010 heißt das heute dann: Vergütung*: 39,14 Cent - Börsenpreis 4,985 Cent = 34,155 Cent Diskrepanz. Für eine Anlage Baujahr ab 1.1.2014 Vergütung* 13,68 Cent - Börsenpreis 4,985 Cent = 8,695 Cent Diskrepanz. Durchschnittlich werden z.Z. ca. 32-34 Cent Vergütung pro kWh gezahlt (bezogen auf alle Anlagen egal welchen Jahres). *http://www.sfv.de/...

Der Börsenpreis ist also nur ein reine Nebelkerze und hat mit den Endkundenpreisen insoweit wenig Zutun. Doch erhöht dieser, umso niedriger er ist signifikant die EEG-Umlage.

Aber völlig egal was ich hier geschrieben habe. Jeder kann seine eigene Stromrechnung nehmen, denn darauf ist aufgeführt wie viel EEG,KWK etc. ihn persönlich kosten und sieht es damit schwarz auf weiß.

[ nachträglich editiert von flipper242 ]
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16.12.2013 19:09 Uhr von ewin12000
 
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@ flipper242 du widersprichst dir aber eben selbst in deinem Komentar bzw. willst frei Kempfert widerlegen und bestätigst dabei Ihre Aussage.

Zum einen wird sehr wohl der Solarstrom genau dann produziert wenn er gebraucht wird und das lässt sich sogar nachweisen und wird von niemanden nichtmal den Energieversorgern bestritten. Der Punkt ist, das der Solarstrom dann produziert wird, wenn er gebraucht wird und das zum Preisverfall an der Börse führt und deswegen werden (wie auch von der Energiewirtschaft behauptet) die Kraftwerke der Energiewirtschaft unrentabel.

Punkt zwei ist an deiner Rechnug das die EEG-Umlage nicht wie von der behauptet nur die reine Differenz ist, sondern sowohl vom Börsenpreis, auch von CO2zertifikaten und dessen erzielten Preis, wie auch von der von dir behaupteten Differenz abhängig ist. Ziel war es, das der sinkende Börsenpreis und teurere CO2zertifikate die Kosten der EEG-Umlage auffangen. Diese Differenzen werden allerdings von der Energie-Wirtschaft einbehalten. Sieht man sehr schön das sich der Gewinn nach Steuern bei den 4 Versorgern im Laufe der Energiewende verfünfacht hat, trotz jammern und Atomausstieg.

Auch vergißt du zu erwähnen das alle Energieträger gefördert werden und zwar über unsere Steuergelder.
Kann man hier sehr schön nachlesen:
http://www.ise.fraunhofer.de/...

Du vergißt einfach viele Zusammenhänge zu erwähnen, die Frau Kempfert sehr wohl erwähnt - kann es sein das Sie vielleicht doch wesentlich mehr Einblick und Durchblick hat als du?

Ist es denn sinvoll sich vom Russen und Saudi abhängig zu machen, nur weil die Idee der Energiewende von den "Grünen" kommt? Oder ist die Energiewende ein einfacher Schritt in eine Zukunft, die uns als Volkswirtschaft unabhängiger von Öl und Gaspreisen macht?

Ganz erlich in meinen Augen hat Frau Prof. Dr. Kempfert mehr Kompetenzen in den Bezug als du ,-)

[ nachträglich editiert von ewin12000 ]
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17.12.2013 01:23 Uhr von flipper242
 
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sehr schön erwin12000, du sagst also

"@ flipper242 du widersprichst dir aber eben selbst in deinem Kommentar bzw. willst frei Kemfert widerlegen und bestätigst dabei Ihre Aussage."

sagst dann aber nicht wo den dieser Widerspruch sein soll, ich sehe keinen.

Es ist schon sehr interessant das du Themen ansprichst die in den Zitaten oben gar nicht erwähnt werden.

Was hat denn die Solarproduktion mit dem Import-Export Zitat zu tun? Außer Du klammerst dich an die eine Aussage " am Bedarf vorbei produzieren " fest. Das ist in diesem Fall aber ein Nebenschauplätzchen.
Denn es geht um den Import von Strom und der Implikation von Frau Kemfert, dass man gar kein Strom aus Frankreich etc. importiere, weil man ja selbst exportiert.

Aber trotzdem
"Zum einen wird sehr wohl der Solarstrom genau dann produziert wenn er gebraucht wird und das lässt sich sogar nachweisen"

Da Solarstrom wie Windstrom ohne volatil ist, kann er logischerweise nicht produziert werden, wenn er gebraucht wird.
Richtig ist, dass wenn Solaranlagen Energie liefern, diese die meiste Leistung abgeben wenn die Netzlast am höchsten ist. Allerdings hat diese
Leistung nur ein kleines Fenster (mittags) und wird durch eine typische Glockenkurve beschrieben. Und diese Anlagen dann durch diese zufälligen kurz friste Lieferung von großen Mengen an Strom die Börsenpreise
drückt. Im Winter sieht es dann auch diese Glockenkurve sehr mau aus. Siehe transparency.eex.com und entsoe.net Ach und nachts schalten sich quasi regelmäßig die installierte Leistung von 30 Großkraftwerke ab,
weswegen solche Anlagen mit konventionellen Kraftwerken mit annähernd gleicher Leistung gebackuped werden.

" wird und das zum Preisverfall an der Börse führt und deswegen werden (wie auch von der Energiewirtschaft behauptet) die Kraftwerke der Energiewirtschaft unrentabel. "

Ja der Betrieb von Spitzenlastkraftwerken wird dadurch unrentabel, aber das physikalische Problem daran ist, dass genau diese Kraftwerke zum Regeln und abfangen der Volatilität von Solaranlagen und Windkraft unerlässlich ist.
Auch müssen andere Wärmekraftwerke, wegen der unplanbaren Vorrangeinspeisung solcher Anlagen fahren auch andere Wärmekraftwerke im Teillastbereich, aber der Teillastbetrieb bedingt immer einen geringeren Wirkungsgrad und somit mehr Brennstoffverbrauch und eine schlechtere Umweltbilanz.

Man kann sich nämlich viel schön reden, wenn man die Physik missachtet, aber das ist ja mittlerweile in Mode gekommen.


Zu 2.

"Punkt zwei ist an deiner Rechnung das die EEG-Umlage nicht wie von der behauptet nur die reine Differenz ist,"

Du Behauptest schon wieder einfach! Wo schreibe ich denn bitte das die EEG-Umlage die reine Differenz ist?
Richtig nirgendwo. Ich schreibe nämlich "... wird dem EEG-Umlage Konto zu gerechnet..."

Trotzdem ist es der Löwenanteil. Denn Zitat (*1: "Ausgaben fallen im Wesentlichen für die festgelegten Vergütungen für eingespeisten Strom und für die mit dem EEG 2012 eingeführte Marktprämie an. (Summe aus beiden Teilbeträgen 2012: 17,97 Mrd. €, 2013: 18,5 Mrd. €)."

Und der Rest den du schreibst ist schlichtweg absolut falsch.
CO2-Zertifikate also korrekt bezeichnet der Emissionsrechtehandel haben aber auch so gar nichts mit der EEG-Umlage zu tun.
Denkst Du dir so was einfach mal aus oder hat dir das jemand erzählt und übernimmst so etwas unhinterfragt.
Hier etwas zum Emissionsrechtehandel
http://de.wikipedia.org/...


Und wenn Du dich bisschen über die EEG-Umlage informieren möchtest:
http://de.wikipedia.org/...


"Ganz erlich in meinen Augen hat Frau Prof. Dr. Kempfert mehr Kompetenzen in den Bezug als du ,-)"

Jep bei deiner hier zur Schau gestellten geballten Inkompetenz, hätte ich es ehrlich auch gar nicht anders erwartet.

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