15.12.13 10:55 Uhr
 462
 

Große Koalition will 400.000 illegal beschäftigte Altenpflegerinnen legalisieren

Der Versorgungsengpass der Altenpflege in Deutschland soll entschärft werden. In diesem Zusammenhang sollen 400.000 illegale Beschäftigungsverhältnisse von Altenpflegerinnen in legale umgewandelt werden.

Der Plan soll in der künftigen Legislaturperiode realisiert werden, unter anderem damit, dass die Kosten für die Frauen von den Pflegekassen getragen werden.

Eine weitere Möglichkeit den illegalen Status dieser Frauen aufzuheben, ist die Minijobzentrale. Dort können sie sich dann auch für 450-Euro-Jobs anmelden, auch wenn diese in Zukunft rund um die Uhr als Altenpflegerin arbeiten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: TamTamNews
Rubrik:   Politik
Schlagworte: illegal, Osteuropa, Legalisierung, Große Koalition, Altenpflege
Quelle: www.focus.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
15.12.2013 11:36 Uhr von dagi
 
+12 | -2
 
ANZEIGEN
na super, da können wieder einige festangestellte entlassen werden, und alle illegal eingereiste bekommen die staatsbürgerschaft und ihren paß vom presidenten persönlich !! du bist deutschland !!
Kommentar ansehen
15.12.2013 11:49 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -7
 
ANZEIGEN
Ich hatte mich immer schon gefragt, wer eigentlich die Arbeit der Zivis übernommen hat, die mit dem Wegfall der Wehrpflicht ebenfalls wegfielen. FSJ hat ein Teil dessen abgefangen, aber bei weitem nicht alles. Nun weiß ich es.

Natürlich ist Schwarzarbeit günstiger als legale Arbeit.
Schwarzarbeit ist aber eben illegal, strafbar und kostet die Gesellschaft durch entgangene Steuer- und Sozialabgaben letztlich einiges. Zudem birgt Schwarzarbeit erhebliche Risiken für beide Seiten, da sie nicht versichert ist:
- was, wenn eine Pflegerin bei ihrer Tätigkeit einen Bandscheibenvorfall erleidet?
- was, wenn sich der Gesundheitszustand der Gepflegten durch einen Behandlungsfehler seitens der Pflegerin erheblich verschlechtert und somit intensivere, professionelle Pflege notwendig wird?
http://www.zdf.de/...

Auf Anhieb würde ich sagen, dass dieses Vorhaben mit das vernünftigste der großen Koalition ist.
Letztlich kann man die Initiative als Angebot sehen: wenn sich beide Seiten nicht auf die Legalisierung des Arbeitsverhältnisses einigen, können sie ja so weitermachen wie bisher - natürlich mit den damit verbundenen Nachteilen.

@ dagi
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Warum sollten deswegen festangestellte Kräfte entlassen werden? Es werden nur *bereits bestehende* Arbeitsverhältnisse legalisiert.
Arbeitserlaubnis hat nichts mit Staatsbürgerschaft oder Pass zu tun.

@ clematis
Im Gegenteil. Mit der Initiative steigen ja die Kosten für die bisher schwarz beschäftigten, die Ersparnis gegenüber besser qualifizierten Kräften schwindet also. Somit steigt der Anreiz, qualifizierte Kräfte einzusetzen, eher.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
Kommentar ansehen
15.12.2013 12:12 Uhr von dagi
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
TheRoadrunner
Träum weiter !!!
Kommentar ansehen
15.12.2013 12:29 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@ dagi
"TheRoadrunner
Träum weiter !!!"
Wie wäre es, wenn du auf meine Fragen eingehst und Argumente vorbringst? Du hast doch sicher welche, oder?
Kommentar ansehen
15.12.2013 12:44 Uhr von higher
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
400000 illegale beschäftigungsverhältnisse. das ist nah am offenbarungseid.

warum gibt es 400000!!!!!! illegale beschäftigungsverhältnisse?

ich lese daraus, des es mittlerweile ein grundsätzliches problem in deutschland gibt.

es wird immer schwieriger, legal von illegal zu unterscheiden. denn sonst gäbe es diese horrende illegalität in nur 1!!!! berufsstand nicht.

das verwässert alles. auch das ist so gewollt.

450 euro job!!! ok. dafür rund um die uhr arbeiten.


wie krank sind die verantwortlichen eigentlich?
Kommentar ansehen
15.12.2013 12:54 Uhr von quade34
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Da die Festangestellten der Pflegedienste die Betriebskosten ihrer Firma miterwirtschaften müssen, ist es doch klar, dass es nichts bringt, die schwarzarbeitenden Pflegekräfte zu legalisieren. Von denen wird sich keiner auf einen niedrig entlohnten steuer- und versicherungspflichtigen Job einlassen, bei dem sie dann nur noch die Hälfte in der Tasche haben. Es muß in Deutschland möglich sein, freie Kräfte so zu engagieren, dass beide Seiten zufrieden sind. Die staatliche Einmischung verhindert eventuelle Schäden, die man im privaten Bereich auch anders absichern kann.
Ausserdem wechseln bei den amtlichen Diensten die Kräfte fast täglich, was einer effizienten Pflege kaum zuträglich sein kann.
Kommentar ansehen
15.12.2013 15:01 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
@ higher

"400000 illegale beschäftigungsverhältnisse. das ist nah am offenbarungseid."
Wenns denn nur 400000 wären. Es gibt Schätzungen, wonach in Deutschland 7,7 Mio. Menschen Vollzeit schwarzarbeiten.
http://www.focus.de/...

"denn sonst gäbe es diese horrende illegalität in nur 1!!!! berufsstand nicht."
Es gibt diese Illegalität nicht nur in einem Berufsstand. Weitere sind Baugewerbe, Hotels/Gaststätten, Kfz-Werkstätten - siehe obiger Artikel.

"450 euro job!!! ok. dafür rund um die uhr arbeiten."
Ich gehe davon aus, dass die 450 Euro-Grenze dafür aufgehoben wird. Ansonsten wäre das nun wirklich unsinnig.


@ quade34
"Da die Festangestellten der Pflegedienste die Betriebskosten ihrer Firma miterwirtschaften müssen, [...]"
Ich gehe davon aus, dass es sich hier in erster Linie um privat beschäftigte Kräfte handelt.
Wenn ich das richtig verstehe, meinst du, dass sich die legalisierten Pflegekräfte bei Pflegediensten anstellen lassen müssten. Dazu sehe ich jedoch keine Notwendigkeit, denn sie könnten ja wie bisher weiterarbeiten - nur eben legal und abgesichert.

"Es muß in Deutschland möglich sein, freie Kräfte so zu engagieren, dass beide Seiten zufrieden sind."
Ist es ja auch bisher schon, nur dass dabei ärgerlicherweise Abgaben anfallen. Vor allem war es aber bisher schwierig, eine Arbeitskraft einfach anzumelden, wenn schnell klar wurde, dass die Arbeitskraft schon länger dort beschäftigt war. Dann wäre eine Anmeldung faktisch auch gleich eine Selbstanzeige wegen Schwarzarbeit und eine Bereiterklärung, für einen gewissen Zeitraum Abgaben nachzuzahlen - und das macht dann nun wirklich niemand.
Kommentar ansehen
15.12.2013 15:10 Uhr von Schmollschwund
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Sorry, aber man weiß, dass es 400.000 (!!!!) illegal Beschäftigte gibt, lies sie aber bislang gewähren????

Ich mein 400.000 das passiert nicht über Nacht. Super, so was zu lesen. Wer sollte dann noch skrupel haben und nicht Schwarz arbeiten wollen. Irgendwie pervers das ganze. Bloß um ein paar Euro zu sparen bricht man bewusst die eigenen Gesetze, oder wie darf ich das verstehen. Darf ich nun alles tun, hauptsache es bringt Kohle?

Schon krass: 24 Std. am Tag sind die Kräfte da und bekommen dafür 450 € im Monat und vielleicht noch n bissl was zu essen und ein Dach über dem Kopf. Während die Leute, die eine weltweite Finanzkrise verursacht haben und somit millionen (!!) von Menschen die Arbeitsplätze und Existenz vernichtet hat, ihren Millionen-Bonus gehalten dürfen.....
Kommentar ansehen
15.12.2013 17:23 Uhr von NilsGH
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@The Roadrunner:

1. Wieso sollte die 450 €-Grenze angehoben werden? Es gibt ja auch 800 €-Jobs. Nur dann werden wirklich Abgaben fällig (bei 450 € zahlt der Arbeitgeber nichts!).

2. Wer für 450 € eine Pflegekraft anmeldet, was ja möglich ist, dann wird der restliche Lohn am Fiskus vorbei ausgezahlt. Und da zählt das Amt eben 1 und 1 zusammen ...

3. Es muss in Deutschland eben nicht möglich sein, "freie Arbeitskräfte" einfach so anzumelden. Und ja, eine nachträgliche Anmeldung SOLLTE auch einer Selbstanzeige gleich kommen! Wer ausländische Pflegekräfte schwarz beschäftigt geht ein Risiko für sich selbst, die Pflegekraft und andere ein. Entsprechend ist soetwas auch zu bestrafen.

Wir haben hier in Deutschland genügend ausgebildete, arbeitslose Pflegekräfte. Eben weil diese Leute es sich nicht leisten können, diesen Job für quasi nichts zu machen. Man muss ja auch davon leben können. Und ältere Menschen, die eine Vollzeitpflege brauchen, haben verschiedene Möglichkeiten. Zur Not muss man eben - so traurig das auch ist - in ein Altersheim ziehen. Das ist aber immer nur der letzte Ausweg. Von Essen auf Rädern über kostenlose Pflege (sogar stationäre Kurzzeitpflege!) bis hin zu Tagespflege existieren. Nur die Krankenkassen genehmigen sowas eben nicht mal einfach so. Und u.U. ist dann auch eine Zuzahlung nötig.

Da ist es natürlich bequemer, sich eine "Pflegekraft" (oft unausgebildet und mehr oder minder ahnungslos) aus dem Ausland zu bestellen. Die machen den Job zu Dumpingpreisen. Die Folgen sieht man mittlerweile in vielen Bereichen. Und kein Wunder, dass mittlerweile kein Nachwuchs mehr da ist.

Also: Mal wieder ein Schnellschuss der Politik, die sich dann im Nachhinein wieder über Arbeitslose und mangelnden Nachwuchs wundert. Lächerlich!
Kommentar ansehen
15.12.2013 18:39 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@ NilsGH

zu 1.:
Gegenfrage: Wieso sollte die Grenze nicht angehoben werden, zumindest für ausgewählte Berufsbereiche?
Aus der Quelle:
"Zwar können Haushalte auch jetzt schon Haushaltshilfen dort anmelden, aber nur, wenn diese zum Beispiel auf 450 Euro-Basis arbeiten."
Ich verstehe das so, dass es um eine Sonderregelung für den Pflegebereich geht.

zu 2.:
Würde sich mit meiner Antwort zu 1. erledigen.

zu 3.:
"Es muss in Deutschland eben nicht möglich sein, "freie Arbeitskräfte" einfach so anzumelden. Und ja, eine nachträgliche Anmeldung SOLLTE auch einer Selbstanzeige gleich kommen!"
Die ursprüngliche Aussage dazu stammt nicht von mir. Weil eine nachträgliche Anmeldung einer Selbstanzeige gleichkommt, macht es aber praktisch niemand.
"Wer ausländische Pflegekräfte schwarz beschäftigt geht ein Risiko für sich selbst, die Pflegekraft und andere ein."
Das habe ich in meinem ersten Beitrag auch geschrieben - nur dass es natürlich unabhängig von der Nationalität ist.

b) "Wir haben hier in Deutschland genügend ausgebildete, arbeitslose Pflegekräfte."
Im Raum München zumindest nicht. Eine Bekannte von mir hat einen Abschluss in dem Bereich gemacht und hätte bei jeder einzelnen (!) Einrichtung, bei der sie sich beworben hat (etwa 10), einen Job bekommen. Es werden da inzwischen teilweise übertarifliche Gehälter und Anwerbungsprämien gezahlt.

"Da ist es natürlich bequemer, sich eine "Pflegekraft" (oft unausgebildet und mehr oder minder ahnungslos) aus dem Ausland zu bestellen."
Sehe ich nicht so. Wenn keine Ausbildung vorhanden ist, leidet i.d.R. die Qualität der Pflege. Vor allem aber ist die Kommunikation sehr mühsam, wenn die Deutschkenntnisse mangelhaft sind. *Das* würde *ich* Angehörigen nicht antun wollen.

Mal Klartext: Im Pflegebereich ist das Problem, dass sich ein Großteil der Deutschen zu fein dafür ist und im Zweifelsfall lieber gar nicht arbeitet als im Pflegebereich. Spätestens wenn es dann noch darum geht, eine Rundum-Betreuung zu gewährleisten und bei der zu betreuenden Person zu wohnen, schwindet das Interesse endgültig.

Beispiel: Im Bekanntenkreis hat eine recht betuchte Familie eine Vollzeit-Pflegekraft für die Oma gesucht. Eine Deutsche wäre deutlich bevorzugt worden, am Geld wäre es sicher nicht gescheitert, es konnte aber einfach keine gefunden werden. Eingestellt wurde letztlich eine Skandinavierin.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?