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Bundeswehr: Soldat infiziert Kameraden mit HIV

2009 kam es zwischen einem homosexuellen Stabsunteroffizier und einem Soldaten zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Obwohl der Unteroffizier von seiner HIV-Infektion schon seit einem Jahr wusste, beteuerte er seinem Sexpartner gegenüber, dass er gesund sei.

Zwei Monate nach dem Akt riet der jetzt verurteilte Unteroffizier seinem damaligem Sexpartner, sich auf HIV testen zu lassen. Das Ergebnis war positiv, seine Freundin hatte das unwissende Opfer in dieser Zeit nicht angesteckt. In der Zwischenzeit infizierte der Unteroffizier einen weiteren Soldaten.

Mit den Worten "Tut mir leid, es ist blöd gelaufen" versuchte der Angeklagte seine Taten zu entschuldigen. Das Landgericht München verurteilte ihn wegen wiederholter gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft.


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WebReporter: Quality
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Soldat, Bundeswehr, HIV
Quelle: www.welt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.12.2013 07:02 Uhr von Borgir
 
+4 | -4
 
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Gefährliche Körperverletzung? Das ist nicht ernsthaft gemeint, oder?
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13.12.2013 07:25 Uhr von polyphem
 
+3 | -2
 
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HIV ist immer noch eine tödliche Krankheit und daher ist die Urteilssprechung auch völlig legitim.
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13.12.2013 08:08 Uhr von jschling
 
+1 | -8
 
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Nicht wirklich verkehrt, aber in meinen Augen schon ein grasses Urteil
Denn die Möglichkeit sich Anzustecken ist zwar (sehr) hoch, aber nicht wirklich zwingend gegeben. Von daher könnte der andere Soldat sich auch Gott weiss wo angesteckt haben.

Aber wenn es z.B. um Krankheiten und Berufsunfähigkeit geht, wo die meisten (alle) Versicherungen nicht freiwillig zahlen, da können alle erdenklichen Schäden auch viele viele andere Ursachen haben, da ist alles möglich, nur nicht das es von der Arbeit kommt :-((

Von daher für mich ein verwunderliches Urteil
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13.12.2013 09:55 Uhr von Cheshire
 
+1 | -0
 
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@jschling:

Wenn man bewusst in Kauf nimmt jemanden gesundheitlich zu schädigen ist das versuchte Körperverletzung.
Dabei ist es egal ob das mit einer Waffe oder einer dem Täter bekannten Krankheit ist.
Wenn einem das dann auch gelingt ist das Körperverletzung.
Wenn die Körperverletzung durch Gift oder andere gesundheitsgefährdende Stoffe entsteht nennt man das gefährliche Körperverletzung.
HI-Viren sind wohl durchaus als gesundheitsgefährdender Stoff zu bezeichnen.
Das ist in sich nicht verwunderlich.
Interessant ist hierbei nur daß auch schwere Körperverletzung in Betracht käme, darunter fällt das wissentliche Anstecken mit schweren Erkrankungen.

Der Stabsunteroffizier hat nicht nur von seiner gefährlichen (unheilbaren) Krankheit und den dazugehörigen Infektionswegen gewusst sondern auch noch bewusst die Krankheit verschwiegen und gelogen um seinen Spaß zu haben.
Das ist in dem Fall dann schon als Heimtücke zu bewerten.

In wie weit kann dann also behaupten, daß die Rechtssprechung hier verwunderlich wäre?

Natürlich kann man argumentieren daß den anderen Soldaten eine Mitschuld treffen würde, immerhin hätte er sich ja schüzten können... Dabei stellt sich die Frage ob seine Erkundigung nach dem gesundheitlichen Zustand seines Sexualpartners auf Grund der vorher schon existierenden Vertrauensbasis nicht bereits ein Versuch ist, sich zu schützen.
Insofern kann ich auch kein Verständnis für .clematis. Aussage aufbringen, immerhin hat er auf er die Aussage des Stabsunteroffiziers vertraut.
Wo sollte man diese Progression die .clematis. vertritt dann nicht mehr werten? Seine Freundin auch anzeigen wenn sie dann n neuen Freund hat und vorher ungeschützen Verkehr mit dem Soldaten hatte?
Zwangsläufige Kondompflicht und HIV-Tests am Beginn einer Beziehung einführen weil sonst prinzipiell jeder der sich unwissentlich mit HIV infiziert hat genauso schuldig ist wie der Soldat?

Klar könnte man jetzt noch sagen, es war nicht ausreichend daß der Soldat auf seinen Kameraden vertraut hat und er ein Gummi hätte benutzen müssen... Aber... Auch da wieder die Frage, wo würdet ihr dann den Strich ziehen wollen? Egal was ist, es gibt immer "mehr" was man tun kann.
Prinzipiell würde jeder von uns, der ohne Atemschutz in der Öffentlichkeit unterwegs ist, sich unwissentlich mit Grippe (oder meinetwegen auch Tuberkulose als schwerere Krankheit mit aerogenem Übertragungsweg) ansteckt und dann weitere Leute damit unwissentlich ansteckt schuldig machen. Immerhin vertraut jeder von uns darauf, daß ein Tuberkulosekranker selbst vorsichtsmaßnahmen trifft und nicht mit hinterhältigem Verhalten unschuldige ansteckt (obwohl diese ja mehr hätten machen können um sich selbst zu schützen).

Und bevor jemand hier ankommt mit dem Kommentar daß Tuberkulose ja sehr unwahrscheinlich sei (während HIV immerhin laut div. Quellen 0,0015% der Männer in Deutschland betrifft - 60.000 infizierte Männer bei ca 40.000.000 Männern in Deutschland):
Tuberkulose ist durch Tröpfcheninfektion beim Husten bereits ansteckend bevor die ersten Krankheitsanzeichen zu Tage treten und kann viele Jahrzehnte unbemerkt im Körper verweilen bis es ausbricht. Es gab viele Leute, die sich noch beim zweiten Weltkrieg mit Tuberkulose infiziert haben und der Erreger bis heute in deren Körpern schlummert und ausbricht sobald das Imunsystem geschwächt wird - selbst erlebt mit meinem Großvater.

Angenommen mein Großvater hätte von seiner Erkrankung gewusst und unserer Familie davon nichts gesagt, wäre er dann schuldig wenn er uns angesteckt hätte? ja...
Wäre ich dann schuldig gewesen wenn ich mich unbemerkt angesteckt hätte und danach andere Leute die mir nahe stehen angesteckt hätte, weil ich meinem Großvater vertraut habe und zu Weihnachten in seiner Gegenwart keinen Mundschutz getragen habe obwohl es als Prophylaxe prinzipiell sinnvoll ist? Wohl eher nicht...

Und jetzt die abschließende Frage für alle hier:
Und in wie weit wäre die Situation mit meinem Großvater anders gewesen als die der Soldaten?
Andere Krankheit, einer hat gelogen, der andere hat ihm vertraut und darauf verzichtet weitere Schritte zu unternehmen um sich zu schützen, obwohl er es gekonnt hätte... Wo ist die Grenze?

Wer hier schreit, daß der Soldat ausnahmslos schuldig ist sollte bitte beginnen, grundsätzlich einen Atemschutz zu tragen um nicht genauso schuldig zu werden wie der belogene Soldat... Man weiß nie wann einem der nächste Tuberkulosepatient im Bus begegnet...
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13.12.2013 09:57 Uhr von langweiler48
 
+1 | -3
 
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05.12.2013
13:49 Uhr Pöcking: HIV-infizierter Soldat hatte Sex mit Kameraden

Das ist der gleiche Fall

Diese News ist doppelt.
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13.12.2013 10:21 Uhr von Cheshire
 
+1 | -0
 
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@langweiler48

Wenn Du beide News gelesen hast wirst Du erkennen, daß die beiden News nicht identisch sind.
Vielleicht würde es der News hier gut tun noch ein (Update) in den Titel zu fügen, aber ansonsten sehe ich da kein Problem.

Diese News hier fasst noch einmal zusammen was geschehen ist, gibt darüber hinaus Informationen über den Gesundheitszustand der Freundin des Soldaten und über das Strafmaß im aktuellen Fall.

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