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Nach Redtube-Abmahnungen: Wie hoch ist die Gefahr?

Wie ShortNews bereits berichtete, hat die U+C Anwaltskanzlei Besucher einer Porno-Streamingplattform wegen Urheberrechtsverletzungen abgemahnt. Redtube ist jedoch nicht das einzige Portal, auf dem deutsche Nutzer unterwegs sind.

Neben Streamingportalen gibt es noch Filesharing und One-Click-Hoster. Kommt auf die deutschen Nutzer jetzt eine Abmahnwelle zu? IT-Anwalt Christian Solmecke bewertet die einzelnen Portaltypen. Demnach ist die Gefahr, erwischt zu werden, bei Filesharing-Plattformen besonders hoch.

Der Grund: Beim Download wird auch automatisch hochgeladen - eindeutig ein Rechtsverstoß. One-Click-Hoster sollten bei offensichtlich illegalem Material gemieden werden. Die Erfassung der IP-Adresse ist jedoch schwieriger, weshalb der Anwalt die Gefahr als "Mittel" bewertet.


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WebReporter: Quality
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Gefahr, Abmahnung, Streaming, Redtube
Quelle: www.express.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.12.2013 06:38 Uhr von Quality
 
+3 | -1
 
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Dass das Downloaden von top aktuellen Kinofilmen illegal ist sollte ja nun wirklich jeder wissen. Für das Streaming steht noch eine richterliches Urteil aus. Die Anwälte ordnen das Anschauen eines Streams aber nicht als Rechtsverstoß ein.
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11.12.2013 06:41 Uhr von Borgir
 
+7 | -0
 
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Keine Gefahr. Die Abmahnungen sind doch angeblich mit Formfehlern behaftet und können so vor keinem Gericht standhalten. Außerdem gibt es noch keine Regelung das Streaming betreffend. Wer da zahlt ist selbst schuld.
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11.12.2013 07:40 Uhr von Crady
 
+5 | -0
 
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Reden wir hier nicht von OcH? Wo wird denn da gleichzeitig hochgeladen?
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11.12.2013 08:15 Uhr von Marco Werner
 
+3 | -0
 
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@Crady
Nein,es geht hier nicht um One-Click-Hoster,sondern um reine Streamingplattformen (sowas wie z.B. Youtube ist). Weder bei Streamingplattformen noch bei OCH wird irgendwas unbeabsichtigt hochgeladen.
Die ganze Abmahnsache mit den Streamingseiten stinkt zum Himmel. Denn nicht nur die Erlangung der IPs ist fragwürdig,auch der Streitwert ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Denn da durch den Zuschauer nichts verteilt wird,beschränkt sich der angebliche Schaden auf den regulären Kaufpreis des "Werkes". Die angesetzten 1000€ Streitwert sind also vollkommen willkürlich angesetzt.
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11.12.2013 08:25 Uhr von Crady
 
+2 | -0
 
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@Marco Werner:

Nein, es geht hier um alles: Streaming, OcH und Filesahring-Plattformen.

Doch hier ist alles durcheinander gewürfelt und es hört sich so an, dass bei allen ungewollt und illegal hochgeladen wird.

Korrekt wäre aber, dass nur beim Filesharing gleichzeitig auch hochgeladen wird.

Der letzte Absatz ist ein Satz zu früh gemacht worden, was den Grund für die Hohe Abmahnwahrscheinlichkeit bei Filesahring aus dem Zusammenhang reist.

[ nachträglich editiert von Crady ]
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11.12.2013 08:41 Uhr von Azureon
 
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Ach deswegen habe ich Crushial und Spencinator hier schon länger nicht mehr gesehen.
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11.12.2013 09:21 Uhr von der_robert
 
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Hätte der Autor die aktuellen Meldungen mit berücksichtigt werden, hätte er sich die "News" sparen können. Denn in dem o.g. Fall hat die Anwaltskanzlei U+C das LG Köln arglistig getäuscht indem sie suggeriert hat das es sich bei den betroffenen um P2P Nutze handelte - bzw. es nicht eindeutig klarstellte das es sich um Streaming Nutzer handelt. Das Gericht hat darufhin die herrausgabe der Nutzerdaten veranlasst. Problem ist nur - im Falle von RedTube handelt es sich nicht um P2P sondern um Streaming. Somit gab es eigendlich keine Rechtliche Gundlage für die Einholung der Nutzerdaten. Für die Betroffenen scheint das aber dennoch (noch) keine gute Nachricht zu sein, denn vor Gericht spielt es keine Rolle ob man rechtmäßig oder unrechtmäßig an die Daten gekommen ist - als Beweis/Grundlage werden sie zugelassen.

[ nachträglich editiert von der_robert ]
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11.12.2013 09:36 Uhr von pjh64
 
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Oje, alles wird durcheinandergeworfen... Ich friemel euch das mal auseinander. Es gibt mehrere Möglichkeiten Daten zu beziehen. Einige sind illegal, für andere besteht keine rechtliche Verfolgungsgrundlage. Hauptsächlich sind da zu nennen:

p2p: Hier fallen Dinge, wie torrent, emule, soulseek usw hinein.
Um in diesen Netzwerken teilzunehmen, teilt man gleichzeitig die Daten, die man sich herunterläd. Dies ist in D auch für den Konsumenten strafbar, sofern die geteilten Dateien urheberrechtlich geschützt sind. Der vorgang ist nachweisbar, und es kann zu Strafzahlungen kommen.

One Click Hoster: Hier gibt es einen User, der das Material zur Verfügung stellt, und dabei meist nicht schlecht verdient.
Derjenige der das Material herunterläd teilt es nicht automatisch. Hier gibt es keine rechtliche Grundlage, von einem reinen Konsumenten Strafzahlungen zu erheben.

Streaming: Hier verhält es sich ähnlich wie bei One-Click-Hostern. Die Datei wird von einem bestimmten User eingestellt, während der Rest, der das Medium bezieht nicht automatisch teilt, sich also nicht strafbar macht. Ein Häufiger Einwurf der industriehörigen Angstbürger, die Gesetz und Nutzungsbedingung nicht mehr unterscheiden können, ist daß es verboten sei, einen Stream abzuspeichern. Das ist Kappes, der Vorgang ist weder nachweisbar, noch ein anderer, als das Anschauen des Streams, denn um ihn anzuschauen, kommt man um den Downloadvorgang nicht herum.

Die einzigen Abmahnungen, die in irgendeiner Weise Bestand haben, beziehen sich auf die Weitergabe von urheberrechtlich geschützten Werken, und das betrifft für den Konsumenten alleinig p2p, und nicht, wie in diesem Beispiel Redtube (streaming).
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11.12.2013 10:08 Uhr von divercharly
 
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Zur Zeit werden auch Abmahnungen per E-Mail versandt. Die Kanzlei Urmann + Collegen verweist auf ihrer Internetseite darauf dass sie Abmahnungen nur per Post versendet. Der Anhang der Mail enthält vermutlich Schadsoftware, die Absender-Adresse ist vermutlich gehackt und wird wohl unwissentlich missbraucht.
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11.12.2013 10:37 Uhr von Dracultepes
 
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Ein VPN erhöht die Sicherheit schonmal ziemlich.
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11.12.2013 11:21 Uhr von the_reaper
 
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@pjh64: leider ist das nicht ganz richtig. illegale downoads bei one click hostern könnten theoretisch sehr wohl abgemahnt werden. durch den download erstellst du eine illegale kopie - so entsteht ein schaden, ähnlich als würdest du eine cd/dvd im laden klauen. mit verfolgungskosten etc. kommt man dann auf ungefähr den betrag, den u+c von den streaming-nutzern haben wollte. das einzige was abmahnanwälte (bisher?) davon abgehalten hat, downloader zu verfolgen, ist dass es keine möglichkeit gibt, die ips von reinen downloadern zu ermitteln, ohne selbst gegen das gesetz zu verstoßen.
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11.12.2013 15:29 Uhr von Marco Werner
 
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@the_reaper
Im vorliegenden Fall würde mich interessieren,wie die Abzocker denn den Streitwert errechnet haben wollen. Denn anders als bei Filesharingabmahnungen entsteht beim Streaming nur ein äußerst geringer,sogar auf den Cent genau bezifferbarer Schaden: der Kaufpreis des betreffenden Werkes. Der von U+C angesetzte Streitwert von 1000€ ist also defintiv zu hoch.

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