10.12.13 18:08 Uhr
 1.626
 

Bundesarbeitsgericht: Leiharbeiter haben kein Recht auf Festanstellung

Tarife können nun dauerhaft unterboten werden, da Leiharbeiter kein Recht auf Festanstellung haben. Auch wenn diese von ihren Arbeitgebern der Verleihfirma länger als "vorübergehend" eingestellt worden sind, können sich diese nicht in die jeweilige Firma einklagen.

Das Bundesarbeitsgericht begründete sein Urteil mit dem Hinweis auf die ungenaue Formulierung seitens des Gesetzgebers, welcher den Begriff "vorübergehend" weder zeitlich einschränkte oder Sanktionen bei einem Verstoß geregelt hatte.

Die Richter sahen keine Möglichkeit, Sanktionen zu verhängen, da es nach EU-Recht die Aufgabe des Gesetzgebers ist, diese zu bestimmen. Gewerkschaften und die IGZ fordern die zukünftige Koalition auf, die Gesetze zu reformieren. (Az. 9 AZR 51/13)


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: TamTamNews
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Recht, Leiharbeiter, Bundesarbeitsgericht, Festanstellung
Quelle: www.focus.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Dakota-Pipeline: Donald Trump wird Baustopp wohl aufheben - Er hat Anteile
Sparmaßnahmen: Air Berlin streicht Flüge nach Mallorca
Umfrage: Personalchefs kritisieren Uni-Absolventen als unselbstständig

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.12.2013 18:52 Uhr von majorpain
 
+18 | -2
 
ANZEIGEN
@ImmerNurIch

Sorry ...haben bald.. ?

Leiharbeit ist Sklavenhande. Minimum von Lohn eigentlich sollte man da noch Geld mitbringen.
Kommentar ansehen
10.12.2013 19:25 Uhr von Till8871
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
auf der einen Seite macht der Oberbegriff `Leiharbeit` sonst keinen Sinn wenn der Leiharbeiter übernommen werden müsste. Auf der anderen Seite gehört das Modell ganz abgeschafft. Ich stimme dem Urteil zu, Gesetze müssen her, allerdings die viel weiterreichen wie geplant, und zwar soweit, dass Leiharbeit wirklich nur zur Deckung von Auftragsspitzen genutzt wird und das zu gleichen Bedingungen mit dem Unterschied der flexiblen Einsetzbarkeit.
Kommentar ansehen
10.12.2013 19:36 Uhr von ThomasHambrecht
 
+22 | -1
 
ANZEIGEN
Leiharbeiter sollten ursprünglich für kurze Überbrückung sorgen. Wenn eine Fima mal für 6 Monaten einen kräftigen Auftrag hat und danach genau weiß, dass sie die Leute nie wieder beschäftigen kann. Oder als Ersatz für jemanden der 3 Monate krank ist.
Aber mittlerweile wird ** jede ** Arbeitsstelle nur noch über eine Zeitarbeit ausgeschrieben. Das ist entwürdigend.
Kommentar ansehen
10.12.2013 20:37 Uhr von LucasXXL
 
+3 | -13
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
10.12.2013 20:40 Uhr von timsel87
 
+10 | -1
 
ANZEIGEN
@ LucasXXL
"Also mein Bruder musste auf Leiharbeiter zurückgreifen, da es zZ keine Elektriker gibt."
Fällt Dir an Deinem Satz eventuell was auf?
Kommentar ansehen
10.12.2013 20:45 Uhr von LucasXXL
 
+2 | -11
 
ANZEIGEN
timsel87 und was bitte schön meinst du? das er den Leiharbeiter einstellen könnte? Nun da der Leiharbeiter einen Arbeitsvertrag hat wird es das wohl nicht so einfach können. Aber so wie ich das mitbekommen haben kommt es von Außerhalb.
Kommentar ansehen
10.12.2013 20:58 Uhr von timsel87
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
LucasXXL
Nein. Es gibt also keine Elektriker, aber welche als Leiharbeiter?

Zum einen frage ich mich, wer so beknackt ist, für die Hälfte weniger Gehalt als Leiharbeiter zu schuften, wenn es doch wie Du sagst keine Elektriker mehr gibt - also ein Überschuss an Arbeitsplätzen vorhanden sein müsste.

Zum anderen, sollte es also tatsächlich keine Elektriker mehr geben (wovon ich absolut nicht ausgehe), wünsche ich Deinem Bruder viel Spaß mit seiner garantiert qualitativ hochwertige Arbeit leistenden, neuen Leiharbeitskraft. Ich würde eher sagen, er wird bekommen was er bezahlt.

[ nachträglich editiert von timsel87 ]
Kommentar ansehen
10.12.2013 21:20 Uhr von brycer
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Was soll das Bundesarbeitsgericht anderes sagen?
Wenn der Gesetzgeber den Begriff ´vorübergehend´ so schwammig belässt und keine zeitliche Höchstgrenze festlegt, dann liegt dort ´der Hund begraben´
Auch das Bundesarbeitsgericht muss sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten und darf dem Gesetzgeber nicht dadurch vorgreifen dass es eine zeitliche Begrenzung festlegt.
Was passiert wenn eine gesetzliche Regelung für die Zeitspanne gibt? Ganz einfach. Der Leiharbeiter wird bis kurz vor Ende dieser Frist beschäftigt und dann durch einen anderen ersetzt. Gewonnen ist dadurch überhaupt nichts.
Man müsste da schon eine zeitliche Grenze festlegen, in der ein Arbeitsplatz, der ja anscheinend dauerhaft besetzt werden muss, über Leiharbeit besetzt werden darf.
Leiharbeit wird massenhaft missbraucht um Arbeitsplätze zu besetzen, die auch mit Stammbelegschaft, also fest angestellten, besetzt werden könnten.
Kommentar ansehen
10.12.2013 21:24 Uhr von majorpain
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Ich persönlich habe nichts gegen Leiharbeit. Aber ich forder gleichen Gehalt für Angestellte oder Leiharbeiter.

Es kann ja nicht sein das ein Leiharbeiter weniger bekommt als z.b. ein Ferienjobler.
Sorry alles schon gesehen.
Kommentar ansehen
10.12.2013 21:35 Uhr von LucasXXL
 
+1 | -7
 
ANZEIGEN
timsel87

Du wirst lachen, die beiden machen sehr gute Arbeit sag mein Bruder.

@ lucas

Mein Bruder zahl das was ausgehandelt ist. Schließlich muß sich der Auftrag auch lohnen.
Kommentar ansehen
10.12.2013 21:40 Uhr von floridarolf
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
UND BUNDESARBEITSGERICHTMITARBEITER HABEN AUCH KEIN RECHT AUF FESTANSTELLUNG EIN MINDESTLOHN VON 2 EURO NETTO DIE STUNDE SOLLTE REICHEN!!!
Kommentar ansehen
10.12.2013 22:47 Uhr von 1199Panigale
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Tja, so Heinies machen UNSERE Gesetze.
Traurig....
Mich würde mal interessiren ob die Herren und Frauen Politiker auch noch so denken würden wenn es um IHREN Arsch gehen würde.
Diese Politaffen kotzen mich nur noch an !!!!!!!
Kommentar ansehen
11.12.2013 03:32 Uhr von Funkensturm
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Manche Firmen die Leiharbeiter aufnehmen sind aber wenigstens so.

Beispiel Hier bei uns BMW wenn du bei BMW angestellt bist (nicht bei zulieferer oder anderer Firmen) bekommst vom autohersteller schon allein nen zuschlag. Und wenn du glaub 6 Monate im Betrieb bist wirst automatisch übernommen. Wobei die Leihfirmen dazwischen pfuschen indem sie die Leute vorher abziehen.

Aber soll heißen das Firmen auch auf die Leute die da arbeiten müssen einen Schritt zu gehen.
Kommentar ansehen
11.12.2013 05:59 Uhr von langweiler48
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Leiharbeiter, dieser Ausdruck lässt meinen Blutdruck steigen. Dass es so etwas so lange Zeit noch gibt und noch nicht von den Gesetzgebern verboten wurde zeigt was der normale Mensch bei den Oberen wert ist. Er ist nur Mittel zu Zweck seinen Reichtum zu vergrößern, nicht aber dass er Gelegenheit hat für sich und seine Familie Geld zu verdienen, um ein erträgliches Leben zu führen.
Kommentar ansehen
11.12.2013 06:43 Uhr von brycer
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@Funkensturm:
"...Wobei die Leihfirmen dazwischen pfuschen indem sie die Leute vorher abziehen..."
Das ist leider so, weil vor allem gute Leiharbeiter das ´Kapital´ einer Leiharbeitsfirma sind. Wer lässt sich das schon gerne nehmen.
Jetzt kann man aber auch überlegen, was mit jenen Leiharbeitern ist, bei denen der Verleiher nicht ´dazwischen pfuscht´. ;-P
Entweder der Verleiher legt auf die keinen Wert oder er hats verpennt. ;-)
Kommentar ansehen
13.12.2013 14:52 Uhr von Newbayerin
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Mutti muß eben alles regeln.

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Wien: Anklage gegen 9 Vergewaltiger einer Deutschen fertig
Intertoys-Spielzeugkatalog voll mit Rechtschreibfehlern
Lady Gaga wurde vergewaltigt und leidet an PTSD


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?