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Amazon wehrt sich gegen Billiglohn-Image: "Wir zahlen gutes Geld"

In der ARD-Talksendung "Günther Jauch" sind schwere Vorwürfe gegen den Onlinehändler Amazon laut geworden. Unter anderem hatte der Journalist Günter Wallraff behauptet, dass Amazon vorwiegend Leiharbeiter und Billiglöhner beschäftigt.

Der Chef von Amazon-Deutschland, Ralf Kleber, sagte nun, dass die Vorwürfe jeder Grundlage entbehren. Das Unternehmen zahle gutes Geld, das bei 9,55 Euro pro Stunde Minimum liege. Etwa 9.000 Mitarbeiter bei Amazon seien fest angestellt. Das seien beispielsweise in Bad Hersfeld etwa 80 Prozent.

Gespräche mit der Gewerkschaft Verdi lehnt Amazon allerdings weiterhin ab. "Für mich gibt es keinen Grund dafür. Verdi fordert einen Einzelhandels-Tarif, das ist Augenwischerei. In unseren Logistikzentren machen wir Logistik - wir beraten keine Kunden, sondern packen Pakete", sagte Kleber.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Amazon, Image, Billiglohn
Quelle: www.open-report.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.12.2013 10:38 Uhr von quade34
 
+9 | -2
 
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Für ungelernte Arbeiter mit Tätigkeiten der unteren Qualifikation, ist das ein guter Lohn. Jeder will billig einkaufen und nicht durch VERDI daran gehindert werden.
Viele Facharbeiter haben nur etwas mehr in der Tüte. Einheitslöhne wird es nie geben, genauso wenig wie Einheitsarbeit.
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10.12.2013 10:42 Uhr von w0rkaholic
 
+16 | -5
 
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@viewsonic999

Du verdienst nicht mehr, Du bekommst mehr ;-)

Sei Dir gegönnt =)

@News
Ich finde Kleber hat Recht, die Leute dort packen Pakete, dafür sind 9,55 EUR nicht so schlecht
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10.12.2013 10:45 Uhr von quade34
 
+3 | -2
 
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Ja, etwas bleibt immer hängen.
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10.12.2013 10:45 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -6
 
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@viewsonic999 ich glaube der Durchschnitt ist 168 Stunden, was bei einem Stundenlohn von 9,55 € dann ein Brutto von 1604,40 € im Monat sind.

Und was dein Verdienst angeht, sagen wir mal so, du bekommst mehr aber verdienen tust du diese nicht.
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10.12.2013 10:48 Uhr von quade34
 
+3 | -1
 
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CoffeMaker - Etwas weniger Neid bitte und keine Mutmaßungen über die gerechte Bezahlung, welcher Leistung auch immer.
Herr Wallraff hat schon viele Sachen herunter geschrieben und mußte auch schon einiges dementieren.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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10.12.2013 10:48 Uhr von fuxxa
 
+8 | -2
 
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Mit Einzelhandel hat das wirklich nichts zu tun. Geschwerkschaften wie Verdi sind obsolet.
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10.12.2013 10:57 Uhr von CoffeMaker
 
+3 | -3
 
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@quade34 das ist kein Neid. Das die Bezahlung in diesem System nicht gerecht ist weiß ja nun bereits jeder.
Das geht bei den Löhnen los und endet bei Pensionen und Renten.

Ich brauch keine 5000€ im Monat um glücklich zu sein, weil am Ende liegt das eh auf der Bank rum weil ich damit nichts anfangen kann. Allerdings, wenn man die Löhne dieser Spitzenverdiener etwas runterschraubt könnte man wieder mehr Leute einstellen die dann auch Arbeit und guten Lohn haben.
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10.12.2013 10:57 Uhr von Teffteff
 
+3 | -0
 
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Hmm, also das ist die Argumentation von Verdi:
"Das wollen wir ändern:
Befristete Verträge: Noch nicht einmal ein Drittel der über 4.600 Kollegen in Bad Hersfeld hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Im Werk FRA3 arbeiten sogar über 80% mit befristeten Verträgen. Das eigene Leben ist so kaum planbar. „Wie lange habe ich noch Arbeit? Kann ich mir Kinderhaben leisten? Wie komme ich an einen Kredit?“ Das sind Fragen, die für befristet Beschäftigte kaum zu beantworten sind.
Wir fordern deshalb klare Zusagen für die Übernahme von Mitarbeitern und Übernahme-Kriterien, die für jeden nachvollziehbar sind. Außerhalb der jahreszeitlichen Stoßzeiten müssen befristet Beschäftigte die Ausnahme sein und nicht -wie jetzt- die Regel.
Geringer Lohn: Auch wenn Amazon gerne sagt, dass man bei ihnen vergleichsweise gut verdient, der Vergleich hinkt. Bei allen Versandhändlern, die nach Tarif zahlen, gibt es wesentlich mehr. Und natürlich gibt es immer Unternehmen in anderen Branchen die weniger verdienen. Aber dann vergleicht man eben Äpfel mit Birnen. Oder wie in diesem Fall Packet-Dienste mit Versandhändlern.
Wir kämpfen für die Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Versandhandels. So wird verhindert, dass sich Unternehmen durch niedrige Löhne im Wettbewerb besser stellen.
Leistung lohnt sich nicht: Es gibt zwar eine Leistungsprämie, das „PRP“, aber die errechnet sich nur für den gesamten Betrieb und hängt von vielen Faktoren ab, die der Einzelne kaum beeinflussen kann. So können sich auch nur die Wenigsten daran erinnern, dass es irgendwann mal eine ordentliche Prämie gab. Und während Tarifverträge honorieren, wenn Kollegen mehr Verantwortung übernehmen oder durch längere Betriebszugehörigkeit Erfahrung und Routine einbringen, zahlt sich das bei Amazon nicht aus. Und wer Vorschläge für Verbesserungen macht bekommt ein T-Shirt, wo es in anderen Unternehmen bares Geld geben würde.
Leistungsdruck: In vielen Abteilungen wird den Kollegen ständig gesagt, dass sie mit ihre Stückzahlen unter dem Abteilungsschnitt liegen. Auch wenn jedem der logisch denkt, klar sein muss, dass es immer Kollegen geben wird, die unter dem Durchschnitt liegen.
Zusammen mit der Hoffnung irgendwann einen unbefristeten Arbeitsvertrag in den Händen zu halten, erzeugen diese Zahlenfeedbacks mächtig Druck. Die Gefahr, dass so eher gegeneinander als miteinander gearbeitet wird, ist groß."
http://www.amazon-verdi.de/...
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10.12.2013 11:14 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -2
 
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@viewsonic999 ich arbeite keine 40 Stunden die Woche für 1000€ Netto ;) Bin ich bekloppt? Ich arbeite weit weniger Stunden und nicht in meinem Beruf für das Geld und somit ist der Stundenlohn akzeptabel.

Und ich hab keinen Hass auf Fachkräfte, warum auch? Bin doch selbst auch ne Fachkraft, aber irgendwie warte ich noch auf den versprochenen Ansturm von Jobs die dementsprechend bezahlt werden. :) Ich meine die Presse redet ja immer davon das wir mehr Fachkräfte brauchen, vielleicht klappts ja noch in diesem Leben :)

Und ich neide dir nichts, du hast Glück das ist alles. :)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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12.12.2013 18:23 Uhr von film-meister
 
+0 | -1
 
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ja, das gute Geld, eigentlich bin ich ein zufriedener, langjähriger Blu-Ray Käufer, aber habe gerade frisch erfahren, dass unter 20 € wieder Versandkosten anfallen, das wird den Umsatz nicht in die Höhe schnellen lassen:((((((((((

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