09.12.13 18:23 Uhr
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Porno-Abmahnung: Richter hielten Pornoseite für Tauschbörse (Update)

Wie zuvor auf ShortNews berichtet, wurden etliche Nutzer der Porno-Streamingplattform "Redtube" von der Anwaltskanzlei U+C auf Urheberrechtsverletzung abgemahnt. Bisher war jedoch unklar, wie die Anwaltskanzlei U+C überhaupt an die Nutzerdaten der abgemahnten "Redtube"-Besucher kommen konnte.

Es stellte sich jetzt heraus, dass die Richter, die dem Auskunftsersuchen über die Nutzerdaten (Name, Adresse etc.) stattgaben, womöglich die Pornoseite mit einer Tauschbörse verwechselten.

Damit wäre das Landgericht Köln von falschen Voraussetzungen ausgegangen, so die Anwaltskanzlei von Johannes von Rüden. Diese vertritt die abgemahnten "Redtube"-Besucher, die meisten mit einem Anschluss der Telekom. Die Freigabe der Nutzerdaten basiert damit auf einer falschen rechtlichen Grundlage.


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WebReporter: Quality
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Richter, Abmahnung, Tauschbörse, Pornoseite
Quelle: www.welt.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2013 18:23 Uhr von Quality
 
+42 | -1
 
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Wie es scheint wurde das Auskunftsersuchen von der Anwaltskanzlei ähnlich dem eines Tauschbörseverfahrens formuliert. Mangels technischen Verständnisses über die unterschiedlichen Vorgänge, gingen die Kölner Richter deshalb von einem Tauschbörsendelikt.
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09.12.2013 18:24 Uhr von Crawlerbot
 
+40 | -1
 
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Dann mal viel Spaß mit einer Gegenklage wegen egal was, es war vortäuschen falscher Tatsachen.
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09.12.2013 18:40 Uhr von langweiler48
 
+39 | -1
 
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Vorher war es ein Skandälchen. Jetzt weitet es sich zum Skandal aus.
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09.12.2013 18:50 Uhr von Justus5
 
+26 | -1
 
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Also mal alle die Kanzlei wegen "vortäuschen falscher Tatsachen" verklagen.
Dann haben die Spass.... ;)
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09.12.2013 19:03 Uhr von Nasa01
 
+15 | -1
 
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Tja
hätten die Richter besser mal jemanden fragen sollen der sich mit sowas auskennt........
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09.12.2013 19:15 Uhr von RD61
 
+30 | -0
 
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Wenn man bedenkt wieviele Personen da wahrscheinlich in arge Bedrängnis geraten können nur weil mind-- 3 -- Richter !!!!
nicht in der Lage sind verschiedene Internet Plattformen voneinander zu unterscheiden kann einem Angst und Bange werden vor - richterlichen Entscheidungen -.
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09.12.2013 19:28 Uhr von Pils28
 
+20 | -1
 
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Zeichen dafür, wie viel ein Richtervorbehalt heutzutage wert ist. Wenn sowieso nur durchgewunken wird, dann kann man sich das auch sparen und zugeben, dass Bürgerrechte aus Kostengründen leider gestrichen wurden.
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09.12.2013 19:29 Uhr von blaupunkt123
 
+16 | -4
 
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Kann man doch verstehen, ist doch alles Neuland
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09.12.2013 19:43 Uhr von Götterspötter
 
+2 | -3
 
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.... das kommt davon, wenn man sich auf "Neuland" begibt :D :D
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09.12.2013 19:45 Uhr von Johnny Cache
 
+10 | -0
 
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Das ist doch mal geballte Internet-Kompetenz.
Wollen die etwa dem LG Hamburg Konkurrenz machen?
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09.12.2013 19:45 Uhr von E.P.1
 
+8 | -0
 
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@ Chocobo77

Die Telekom hat nur auf den Beschluss der Kölner Gerichts gehandelt. Die haben den Antrag von U + C durchgewunken.

Aber ich schrieb es hier schon. Die Telefonleitung von U+C ist überlastet und sie bitten um Geduld!
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09.12.2013 20:12 Uhr von Adam_R.
 
+9 | -1
 
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@Chocobo77
Und darum: NUR mit VPN ins Internet. Man kann niemandem vertrauen. Wenn man seine Kommunikation verschlüsselt, hat der Internetprovider erst gar keine Chance zu sehen was man überhaupt macht und kann gar nicht erst was weitergeben. Und wenn man sich nicht mal mehr auf die Gerichtsbarkeit verlassen kann, weil es dort vor inkompetenten Leuten nur so wimmelt, sind Verschlüsselungen umso notwendiger.

Es ist traurig, dass man nicht mehr unverschlüsselt ins Netz kann und zwar deshalb weil man sich vor dem Staat noch mehr schützen muss als vor den Kriminellen selbst, weil es für zwielichtige Gestalten eine Leichtigkeit zu sein scheint, die Unfähigkeit der Behörden ausnutzen zu können um ihre kriminellen Machenschaften unbehelligt auszuüben.
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09.12.2013 20:17 Uhr von ted1405
 
+9 | -1
 
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... und jetzt wird auch ganz schnell klar, weshalb die Abmahngebühr nicht auf ein deutsches, sondern ein Schweizer Konto überwiesen werden sollte ...

Mehr als traurig, aber das Ding scheint von Anfang an darauf ausgelegt gewesen zu sein. Die, die bezahlt haben, werden ihr Geld mit Sicherheit niemals wieder sehen. Und die Kanzlei hebt den Finger und ist fein raus.
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09.12.2013 20:42 Uhr von Nasa01
 
+2 | -6
 
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@Adam
VPN ist zu langsam.
Vor allem wenn man einen Film ansehen will.
Nervt ja schon beim normalen Seitenaufbau.
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09.12.2013 21:03 Uhr von micha0815
 
+4 | -0
 
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so wie ich es in erinnerung habe, wird jeder film mit einer werbung verbunden.

hierzu gibt es firmen, die die werbeeinblendungen gezielt platzieren. Hierfür haben die RAe U+c schon mehrfach mit entsprechenden firmen gearbeitet. (den firmennamen kann ich nachhreichen)

ich denke es ist doch einfach, werbeplatzierungen zu steuern und danach diese "views" zu analysieren um an IP´s zu kommen die ein entsprechenden stream geschaut haben.
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09.12.2013 21:37 Uhr von esKimuH
 
+0 | -0
 
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Fail nennt man so etwas ..oder?
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09.12.2013 21:43 Uhr von kingoftf
 
+9 | -0
 
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Die Kanzlei hat doch es schon ein paar Gegenklagen am Hals wegen unberechtigter Abmahnungen, Schmeissfliegen, mehr nicht
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09.12.2013 22:39 Uhr von ms1889
 
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der anwalzkanzlei würde ich ihre zulassung entziehen und den anwälten der kanzlei lebenslanges berufsverbot geben und ihnen eine geldstrafe auferlegen die sie 20 jahresgehälter kostet. denn wer so arbeitet zerfleischt den rechtsstaat und hat in unserer geselschaft nix verloren und solte betteln müssen für sein essen und trinken!
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09.12.2013 22:48 Uhr von derNameIstProgramm
 
+2 | -2
 
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@Adam_R.

Da habe ich mal eine Frage zu VPNs. Klar, VPNs verschlüsseln die Kommunikation zur Gegenseite, aber du hast denke ich kein VPN zu Redtube etc., sondern zu einem VPN Provider. Und dieser darf, soweit er in Deutschland sitzt, schön brav mitprotokollieren. Wo genau besteht denn da die Sicherheit bzw. Anonymität?

Wenn ein Richter sagt, dass es eine Straftat war und eine IP Adresse aufgelöst werden darf, dann landet in dem Fall Redtube beim VPN Provider, der dann nach Richterbeschluss deine IP bzw. Kundendaten rausrücken muss. Eine Stufe mehr, aber keine Anonymität mehr, oder?
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10.12.2013 07:45 Uhr von Solly
 
+1 | -0
 
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Da sieht man wie viel die Richter von der Materie verstehen.
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10.12.2013 08:26 Uhr von Fowel
 
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@ derNameIstProgramm

Ein seriöser VPN Anbieter (wie z.B PerfectPrivacy) wird niemals protokollieren (müssen VPN Anbieter in Deutschland auch nicht) und sollten Sie in einem Land zum protokollieren gezwungen werden, werden Sie den Standort kündigen und dafür in einem anderen Land eröffen (welches keine Protokollierung fordert)

thats it!
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10.12.2013 09:27 Uhr von Dracultepes
 
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@Nasa01
Schaff dir einen anderen VPN Anbieter an.

Besonders wenn der Seitenaufbau bei deinem schon hackt ist das rausgeworfenes Geld.
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10.12.2013 10:33 Uhr von pattayafreak
 
+3 | -0
 
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Es gibt eben ganz einfach zuviele Anwälte und die werden auch noch viel zu gut bezahlt
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10.12.2013 11:05 Uhr von Adam_R.
 
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@derNameIstProgramm
Das was Fowel sagt stimmt zu 100%. ein seriöser Anbieter würde nicht loggen. Bei Perfect-Privacy wurden schon Server beschlagnahmt und die Behörden schauten in die Röhre.
Wenn ein deutscher Richter eine IP aufgelöst haben will muss er sich an die Abuse Abteilung des VPN Dienstes wenden. Ich denke nicht dass eine Strafverfolgungsbehörde wegen Streaming überhaupt Interesse hätte, sich mit ausländischen Serverbetreibern auseinanderzusetzen. Und wenn doch, ists vergebliche Mühe.

Zu deiner VPN Frage: Du verbindest dich zu einem VPN, und baust einen Tunnel auf. Das Einzige was dein Provider noch sieht ist dass du eine Verbindung zu eben diesen Server in der Ukraine oder sonstwo hast. Du bist ab jetzt mit der IP Adresse eben dieses Servers unterwegs und die gesamte Kommunikation ist jetzt verschlüsselt.
Ausserdem möchte ich dir echt davon abraten, einen VPN Provider zu nehmen, der seinen Sitz in Doofland oder in den USA hat. Wenn dort ein NSAler auftaucht und geloggt haben will sind die chancenlos und zum Schweigen verurteilt. Perfect Privacy ist dagegen eine Interessengemeinschaft aus mehreren Personen in verschiedenen Ländern.
Hier ist eine Liste mit VPN. Da sind ein paar dabei die man lassen kann. Immer schön die Privacy-Policy lesen, denn ein Anbieter der loggt, ist nichts wert. :-) http://torrentfreak.com/...

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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10.12.2013 11:48 Uhr von derNameIstProgramm
 
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@Adam_R.
Ja, solche VPN Anbieter sind sicherlich nicht schlecht. Mir ging es bei meiner Frage aber mehr um deine Aussage bzgl. "Man kann niemandem vertrauen". Letztendlich vertraust du ja dann doch dem VPN Provider.

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