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Uli Hoeneß wechselt Anwalt - Sorge um Verurteilung?

Der wegen Steuerbetrugs angeklagte Uli Hoeneß wechselt seinen Anwalt. Für den im März 2014 beginnenden Prozess entlässt er seinen bisherigen Verteidiger Werner Leitner, der auch Berater des FC Bayern ist. Mit dem Wechsel will er offenbar eine Haftstrafe abwenden.

Neben zwei weiteren Anwälten ist sein neuer Chefverteidiger nun Hanns Feigen. Dieser vertrat auch den Ex-Postchef Klaus Zumwinkel. Zu den Topmandanten des Anwalts gehören unter anderem auch der Chef der Deutschen Bank.

Laut eingereichter Erklärung will Hoeneß damit Schaden vom Verein abwenden und sein Privatleben "strikt von der Tätigkeit als Präsident des FC Bayern München e.V. und als Aufsichtsratschef der FC Bayern AG trennen".


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WebReporter: Quality
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Wechsel, Anwalt, Uli Hoeneß, Haftstrafe, Verurteilung
Quelle: www.focus.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2013 12:39 Uhr von Quality
 
+13 | -0
 
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Bin ja neugierig wie sich das ganze entwickeln wird. Laut Quelle hat der Vorsitzende Richter erst jüngst einen Unternehmer zu 5 Jahren Haft verurteilt, wegen Steuerbetrugs und Insolvenzverschleppung.
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07.12.2013 12:51 Uhr von Borgir
 
+2 | -1
 
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@Quality

da hat aber wohl die Insolvenzverschleppung schwerer gewogen.
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07.12.2013 13:20 Uhr von opheltes
 
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07.12.2013 13:44 Uhr von Darkness2013
 
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Wer sich Starfbar macht soll auch bestraft werden.
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07.12.2013 14:20 Uhr von PeterLustig2009
 
+3 | -2
 
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Wer ernsthaft glaubt dass Uli Hoeneß straffrei aus der Sache herauskommt der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Das Problem ist dass ein Großteil sehen will dass er in den Bau geht. Sobald er Bewährung bekommt quatschen doch viele schon von Freispruch


Dass er den Verteidiger austauscht um sein privates Vergehen noch deutlicher abzugrenzen ist sehr lobenswert
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07.12.2013 15:05 Uhr von OO88
 
+3 | -3
 
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ich finde er soll auf keinen fall bestraft werden und soll zum vorbild aller steuerbetrüger werden die sich immer auf ihn berufen dürfen um auch straffrei für den eigenen steuerbetrug zu sein. einfach für die steuerfahndung ein schild vor die firma oder haus auf dem steht uli du bist der größte und schon fahren sie wieder.
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07.12.2013 21:26 Uhr von higher
 
+1 | -1
 
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wer`s glaubt. der herr hoeneß wechselt doch nicht den anwalt wegen der abgrenzung zum verein und seinem privatleben. das ist doch seit jahrzehnten ineinander verwoben. da gibts andere gründe. er hat das geld und kann es sich leisten.
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08.12.2013 03:20 Uhr von langweiler48
 
+2 | -0
 
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Wenn man die ganze Story Hoeness hier mitverfolgt hat, kann feststellen dass die Tendenz sehr stark verschoben hat. Die Tendenz, dass er wegen seiner Steuerbetrügerei hinter Gittern soll. Dies finde ich sehr gut. Anfänglich hat man nur Minus bekommen sprach man sich für eine harte Strafe aus.

Wenn man bedenkt, wie viele Millionen er sich erschlichen hat und wie viele Menschen in Armut leben müssen, dann nützt ihm auch der beste Job weder in seiner Fabrik noch beim FCB etwas. Auch die Selbstanzeige hätte er nicht gemacht wenn der Vertrag zwischen der Schweiz und Deutschland zustande gekommen waere
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08.12.2013 04:26 Uhr von Perisecor
 
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Na, der bildungsferne Pöbel hat sich hier mal wieder versammelt, um seinen unreflektierten Hass gegen "die Bonzen" abzulassen. Wer hätte es gedacht.
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08.12.2013 05:48 Uhr von Perisecor
 
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@ sukor74

Der Gleichheitsgrundsatz ist schon dadurch ad absurdum geführt worden, dass die Ermittlungen und der Prozess gegen ihn bekannt wurden.

Des Weiteren wurde und wird seine Geschichte in den Medien rauf und runter berichtet.


Hoeneß hat hier also schon mal einen gravierenden Nachteil gegenüber "normalen" Angeklagten, denn neben einer Vorverurteilung findet auch eine unangemessen starke Rufschädigung statt - und da sind wir noch nicht dabei, dass viele Maulhelden (auch hier in den Kommentaren) offenbar noch immer nicht genau wissen, was er getan hat.



Die meisten Leute, die wegen Steuervergehen verurteilt werden, kommen nicht ins Gefängnis. Deine Forderung "soll mal ruhig in den Knast gehen" ist also ein von dir begangener Verstoß gegen den von dir angeblich so geschätzten Gleichheitsgrundsatz. Du sagst, er sei ein Betrüger. Hast du dafür Indizien? Beweise? Nein? Dem Gleichheitsgrundsatz nach müssten dann eigentlich Ermittlungen nach § 186 StGB gegen dich eingeleitet werden - vielleicht willst du dich ja direkt selbst anzeigen, um deinen eigenen Ansprüchen Genüge zu tun?


Warum wird kriminelle Energie deutlich, wenn Taten verjährt sind? Wo ist die Kausalität?

Und wo geht jemand wegen weniger als 100€ in den Bau? Mal eben drei oder fünf Beispiele dazu?
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08.12.2013 10:56 Uhr von Perisecor
 
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@ sukor74

Achso, und weil er eine Person des öffentlichen Lebens ist, gilt der Gleichheitsgrundsatz, und damit auch, dass Ermittlungen und Ermittlungsergebnisse nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen, ja sogar teilweise dürfen, nicht mehr?

Alleine dieses Publikwerden wird die Strafe, die gegen ihn ausgesprochen wird, deutlich reduzieren - denn auch der Gesetzgeber erkennt an, dass das bereits ein deutlicher Teil der Strafe ist.



"Was er im groben gemacht hat, hat er doch selbst grob umrissen. "

Das ist mir bekannt, einigen anderen Kommentatoren hier aber offensichtlich nicht. langweiler48 und lovetv zum Beispiel, wobei die beiden ja durch ihre Kommentare hier dafür bekannt sind, dass sie generell nicht die schärfsten Schwerter in der Waffenkammer sind.



"Den Betrug sehe ich klar in einem einige Tage zuvor geführten Interview (Lanz/Jauch?), in dem er sich selbst als braven und ehrlichen Bürger darstellt. " "Abgesehen davon finde ich die wissentliche Abgabe einer falschen Steuererklärung schon als Betrug im weiteren Sinne. Der Betrogene wäre der Staat, wegen nicht gezahlter Steuern."

Was du siehst oder was du meinst, ist unerheblich. Ein Betrug (§ 263 StGB) ist exakt umrissen und stand im Fall Hoeneß zu keiner Zeit zur Debatte. Für den § 186 StGB ist, im Gegensatz zum § 187 StGB, sogar irrelevant, ob du darüber informiert warst oder nicht.
Es ging mir hier jedoch vor allem darum aufzuzeigen, wie schnell man sich im Bereich eines Straftatbestandes bewegen kann - noch während man ganz nebenbei über die Verfehlungen Dritter schreibt.


Für eine Vorsatzstraftat, und nur dann können wir juristisch von erhöhter krimineller Energie sprechen, gibt es keinerlei Anzeichen. Im Gegenteil, die öffentlich gewordenen Erklärungen klingen zumindest nicht völlig abwegig.




"Zum Thema weniger als 100€: Ich (82,73€), weil die Firma in der ich damals gearbeitet habe das fällige Bußgeld wegen Insolvenz nicht mehr gezahlt hat."

Stop! Dann war die Strafe aber doch keine Gefängnisstrafe, sondern eine Geldstrafe.
Dass diese Geldstrafe nicht entrichtet wurde und es zu einer Ersatzfreiheitsstrafe kam ist doch nicht die Schuld des Staates. Mir ist in Deutschland kein einziger Fall bekannt, in welchem weniger als 100€ Sachwert zu einer Gefängnisstrafe führten. Ersatzfreiheitsstrafe oder der 15. Verstoß gegen irgendeine Bewährung zählen dazu natürlich nicht, denn das wäre ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.



"Ferner wollte ich das bildungsfern aus meinem letzten Post zurück nehmen, dem ist wohl offensichtlich nicht so."

Ganz ehrlich? Dein juristisches Wissen scheint im besten Falle lückenhaft zu sein, manches ist schlicht falsch. Dass du dich beim "Pöbel" angesprochen gefühlt hast ist ganz alleine deine Sache, aber vor Bildung (und damit sachlich zutreffenden Argumenten) hat dein erster Kommentar nun wirklich nicht gestrotzt. Ist ja nicht so, dass ich das hier jetzt nicht ausführlichst dargestellt hätte.
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08.12.2013 15:17 Uhr von Perisecor
 
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@ sukor74

Der Betrug ( § 263 StGB) ist mit der Steuerhinterziehung ( § 370 AO ) fraglos verwandt, allerdings handelt es sich hierbei um zwei verschiedene Delikte - und folglich ist jemand, der nach § 370 AO verurteilt wird, kein Betrüger, sondern ein Steuerhinterzieher. Und, auch wenn das spitzfindig klingen mag, u.U. auch nicht als eben solcher zu bezeichnen.

Eine furchtbar fachliche, aber dennoch sehr interessante Abhandlung darüber gibt es hier:
http://www.hrr-strafrecht.de/...




"Mehrere Millionen Euro in der Schweiz verschwinden. zu lassen beinhaltet keinen Vorsatz? Wann denn dann?"

Er hat das Geld ja nicht in die Schweiz transferiert. Er hat legal in die Schweiz transferiertes Geld genutzt, um mit Aktien zu spekulieren. Dieses legal in der Schweiz gebunkerte Geld hat einen Ertrag erwirtschaftet. Auf diesen Ertrag hätten Steuern gezahlt werden müssen - und genau dies, so wirft man ihm vor, hat Hoeneß nicht getan.

Es wurde hier also kein Geld ´am deutschen Fiskus vorbei´ ins Ausland geschafft. Im Gegenteil: Auf das Geld, welches in die Schweiz transferiert wurde, wurden bereits in Deutschland (mehrfach) Steuern erhoben und auch gezahlt.




"Thema Haft: Es war eine Owi, und es war Erzwingungshaft, allerdings stellt sich mir die Frage der Verhältnismäßigkeit. Deshalb gleich in Handschellen in den Bau?"

Nunja, ich mag nun diesen Einzelfall nicht ausufernd bewerten, da ich mit ihm nicht vertraut bin, aber generell werden Ersatzfreiheitsstrafen nicht mal eben so verhängt. Zuerst steht natürlich die tatsächliche Strafe im Raum - eine Geldforderung. Wird diese nicht bis zum Stichtag beglichen, beginnt das übliche und aus der Wirtschaft bekannte Mahnverfahren. Erst wenn dieses nicht fruchtet, kann eine Ersatzfreiheitsstrafe angedroht werden. Erfolgt danach noch immer keine Zahlung, kann diese Androhung umgesetzt werden.


"...schreit förmlich nach Widerspruch."

Natürlich. Ein wenig Provokation macht uns doch allen Spaß, nicht? ;)
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08.12.2013 17:58 Uhr von turmfalke
 
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Wenn der nicht bestraft wird wie jeder andere Bürger der so ein Vergehen begangen hat, reiche ich persönlich Klage wegen Befangenheit und versuchter Vorteilsnahme der Richter, Betrug am Volk, Bestechlichkeit der Politik und Diskriminierung des ehrlichen Steuerzahlers ein! Ich werde mit Sicherheit nicht der Einzigste sein der über diese Übervorteilung des Herrn Hoeneß den Kanal gestrichen voll hat. Heisst es nicht in diesem sogenannten "Rechtsstaat" alle Bürger sind gleich?
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09.12.2013 10:02 Uhr von Perisecor
 
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@ turmfalke

Woher willst ausgerechnet du bitteschön wissen, was normale Strafen für dieses Vergehen sind?

Dass du von Jura keine Ahnung hast, zeigt dein Kommentar doch überdeutlich.

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