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Abmahnwelle erfasst Porno-Streaming-Nutzer (Update)

Vor zwei Tagen ist in Deutschland erstmals eine Abmahnung wegen dem reinen Anschauen eines Videos auf einer Streaming-Plattform eingegangen (ShortNews berichtete). Mittlerweile ist bekannt, dass es sich um eine regelrechte Abmahnwelle handelt.

So haben bereits mehrere Hundert Nutzer Post von der Regensburger Kanzlei Urmann und Kollegen (U+C) erhalten, mit der Aufforderung, 250 Euro für die Urheberrechtsverletzung zu zahlen. Es geht dabei um mehrere Erotik-Videos, die auf der Streaming-Plattform "RedTube" angesehen wurden.

Wie die Kanzlei an die IP-Adressen der Nutzer gelangte und ob eine solche Abmahnung vor Gericht Bestand hätte, ist noch nicht bekannt.


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WebReporter: the_reaper
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Porno, Nutzer, Abmahnung, Streaming
Quelle: www.welt.de

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42 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2013 12:04 Uhr von magnificus
 
+2 | -2
 
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ups, falsch gepostet

;)

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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07.12.2013 12:05 Uhr von CoffeMaker
 
+93 | -1
 
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Das Recht geht manchmal einen kuriosen Weg.
Wenn ich also durchs Internet surfe und auf eine Seite gehe wo es was zu sehen gibt mache ich mich strafbar?

Das ist ja so wie wenn ich in eine Kneipe gehe und der Wirt für seinen Fernsehen keine Gebühren zahlt und ich dort Fernsehen gucke.

Ich weiß doch als User nicht ob die Streams geschützt sind oder nicht, genauso wie ich nicht weiß ob der Wirt seine Gebühren bezahlt.

Eigenartige Rechtsauffassung.
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07.12.2013 12:10 Uhr von the_reaper
 
+18 | -0
 
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@Sijamboi: kanzlei wurde in der ersten news zum thema bereits genannt - es handelt sich um "urmann & kollegen".
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07.12.2013 13:14 Uhr von Xanoskar
 
+30 | -0
 
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Solche Anwälte wurde vereinzelt schon wegen strafbarer Handlungen verurteilt je nachdem in welchem Bundesland man hockt in Hamburg mein ich gibts das nen Richter der kurzen Prozess mit dem Abzockanwälten macht, wichtig ist bloß nicht zahlen in diesem Fall da Streaming eine Grauzone ist und bleibt.
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07.12.2013 13:19 Uhr von KingPiKe
 
+24 | -1
 
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Als Antwort würde ich in einem Briefumschlag spucken und diesen zurückschicken - Entgelt zahlt Empfänger
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07.12.2013 13:28 Uhr von Borgir
 
+20 | -1
 
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Die Unterlassungserklärung modifiziert abschicken und fertig. Das wird NIEMALS vor Gericht gehen. Die schicken viele Briefe, ein paar zahlen aus Angst und schon hat sich das für die Kanzlei gelohnt. Auf gar keinen Fall bezahlen.
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07.12.2013 13:39 Uhr von magnificus
 
+29 | -0
 
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KingPiKe

In einen Briefumschlag spucken?
Es geht um redtube, da würde mir was anderes einfallen ;)

*ascheaufhaupt*
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07.12.2013 13:57 Uhr von Ich_denke_erst
 
+5 | -2
 
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@BastB - auf gar keinen Fall einen Anwalt nehmen - der kostet Dich erstmal Geld.

@Bleissy Das ist auch schon zuviel Aufwand.

Ich habe auch mal einen bekommen und den einfach ignoriert. Ein Schreiben von einem Rechtsanwalt hat keine rechtliche Wirkung - da kann ja jeder kommen. Wenn die etwas wollen müssen die einen Mahnbescheid schicken oder eine Klage einreichen. Dann muss man aber reagieren.
Aber vorher - Papiertonne auf - Brief weg - Ende!
Bei mir ging das dann von einem Anwalt zu einem Inkassobüro und die haben das dann wieder einen Anwalt gegeben - irgendwann war dann Schluß und es kamen keine Briefe mehr.

[ nachträglich editiert von Ich_denke_erst ]
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07.12.2013 14:17 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -3
 
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@hanfwodka

Nur weil die Daten auf ausländischen Servern liegen heißt es ja nicht dass diese Daten kein Urheberrecht in Deutschland verletzen.

Und warum die Serverbetreiber nicht verklagt werden?
Weil die meisten nur das Frontend zur Verlinkung anbieten aber die Daten nicht auf den eigenen Servern liegen

Und das Erstellen und Betreiben solcher Plattformen um angeblich User abzuzocken wäre nicht wirklich lohnenswert
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07.12.2013 14:21 Uhr von the_reaper
 
+2 | -0
 
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@wok!: "modifizierte UE abgeben wäre trotzdem ein halbes Schuldeingeständnis"

es ist umgekehrt: keine mod UE abzugeben wäre rechtlich fatal, da es in der mod UE primär darum geht, die rechte des anderen anzuerkennen (die dieser ja tatsächlich besitzt), unabhängig ob man diese rechte verletzt hat oder nicht. wenn du keine abgibst, drückst du damit aus, dass dir das urheberrecht des anderen egal ist.

generell ist es üblich, dass die abmahner bis kurz vor ablauf der 3-jährigen verjährungsfrist warten und dich dann vor gericht zerren.
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07.12.2013 14:29 Uhr von Pumba1986
 
+9 | -0
 
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Schlauer Schachzug, der Kanzlei. Gerade bei diesen "Tabuthema" werden viele einfach zahlen, anstatt dagegen vorzugehen, womit sie sicherlich durchkommen würden.
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07.12.2013 14:49 Uhr von Borgir
 
+2 | -4
 
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@wok

Der Abmahner hat in jedem Fall ein Recht auf eine Unterlassungserklärung. Die MUSS man abgeben. Allerdings nicht die, die mitgeschickt wird sondern eine modifizierte. Das ist keineswegs ein Schuldeingeständnis. Man schreibt ja nicht "ich lade das nie wieder runter" sondern man schreibt nur, dass man das in Zukunft lassen wird.

Das mit den Baseballschlägern ist allerdings eine gute Idee :-)
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07.12.2013 14:51 Uhr von Perisecor
 
+5 | -2
 
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Der Link zum Lawblog ist wirklich das einzig juristisch Verwertbare hier.

Der Rest ist, mal mehr, mal weniger, Unsinn. Und der kommt zwangsweise heraus, wenn 5 Minuten googlen ein viele Jahre andauerndes Jura-Studium ersetzen soll.


@ Borgir

Dein juristisches Viertelwissen ist haarsträubend, aber dein Bedürfnis, auch dann etwas zu sagen, wenn du nichts weißt, ist hier ja ausreichend bekannt.

Ein Recht auf eine Unterlassungserklärung hat niemand, man muss auch keine abgeben (auch dann nicht, wenn man tatsächlich schuldig ist) und Udo Vetter liegen mittlerweile wohl auch mehrere Berichte vor, nach dem ein Besuch dieser Website gar nicht stattfand.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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07.12.2013 15:24 Uhr von bpd_oliver
 
+4 | -0
 
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@Zeus35:
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, nämlich dass alle Beteiligten zusammenarbeiten und einen ziemlich lukrativen Honeypot aufgestellt haben. Der Rechteinhaber (RI) stellt sein (natürlich urheberrechtlich geschütztes) Material bei RedTube (RT) ein, RT loggt die IP-Adressen der Nutzer, die das Material angesehen haben und gibt diese an RI weiter. Dieser lässt dann über eine deutsche Anwaltskanzlei abmahnen, das Geld wird geteilt, alle sind glücklich und streicheln sich den Bürzel.
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07.12.2013 16:04 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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Wurde denn auch eine Abmahnung und Unterlassungserklärung an die Streaming-Plattform eingereicht? Wäre ja eigentlich der erste Schritt.
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07.12.2013 16:09 Uhr von the_reaper
 
+2 | -2
 
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@Perisecor: Borgir hat in dem fall recht. eine mod UE muss man immer abgeben, selbst wenn man bereit ist die abmahngebühr zu zahlen. ansonsten könnte man dir vorwerfen, du würdest das urheberrecht des anderen an dem werk nicht anerkennen - und das dieses vorliegt ist hier unstrittig.

nenn mir einen rechtsanwalt, der schon mal von der abgabe einer mod UE abgeraten hat!
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07.12.2013 16:17 Uhr von Perisecor
 
+6 | -1
 
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@ the_reaper

Eine Unterlassungserklärung muss man nicht abgeben. Im schlimmsten Fall kommt es dann eben zu einer Gerichtsverhandlung - die UE ist ja nur eine angebotene (!) Abkürzung.

Für eine Unterlassungserklärung braucht es außerdem eine beanstandete Handlung. Hat diese nachgewiesen nicht stattgefunden, ist das Konstrukt hinfällig.



"nenn mir einen rechtsanwalt, der schon mal von der abgabe einer mod UE abgeraten hat!"

Udo Vetter rät im Moment, so weit das seinen Blog-Einträgen zu entnehmen ist, nicht dazu. Bei 158.000 (?) zugelassenen Rechtsanwälten in Deutschland ist das aber sowieso eine sinnfreie Frage.

Er wirft außerdem eine ganz andere Frage auf: Warum sollte man sich aktuell der Unterlassung einer Handlung verpflichten, welche nach herrschender juristischer Meinung gar nicht verboten ist?
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07.12.2013 16:53 Uhr von the_reaper
 
+2 | -0
 
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@Perisecor:
"Eine Unterlassungserklärung muss man nicht abgeben. (...) Für eine Unterlassungserklärung braucht es außerdem eine beanstandete Handlung."

es geht hier um die modifizierte (!) unterlassungserklärung. in dieser wird keine begangene handlung zugegeben, sondern nur erklärt, dass du auch in zukunft nicht vor hast, eine urheberrechtsverletzung zu begehen.

"Warum sollte man sich aktuell der Unterlassung einer Handlung verpflichten, welche nach herrschender juristischer Meinung gar nicht verboten ist?"

urheberrechtsverletzungen sind juristisch verboten! lediglich ob es beim streaming tatsächlich um eine urheberrechtsveretzung handelt, ist rechtlich noch strittig und müsste dann vor gericht geklärt werden, wenn es soweit kommt.
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07.12.2013 17:07 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -7
 
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Wieviele SN User davon wohl betroffen sein werden? Schätzungen zufolgen ca. 90% :)
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07.12.2013 17:08 Uhr von Adam_R.
 
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Den Tag möchte ich erleben dass ich denen auch nur einen Cent geben würde. Die von "Kanzlei Urmann" sind doch schon lange als Cyberkriminelle bekannt. Die werden sowieso bals gesiebte Luft atmen.
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07.12.2013 17:32 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
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@ the_reaper

"in dieser wird keine begangene handlung zugegeben, sondern nur erklärt, dass du auch in zukunft nicht vor hast, eine urheberrechtsverletzung zu begehen."

Nein, man verpflichtet sich darin konkret, das Urheberrecht eines ganz bestimmten Produktes nicht zu verletzen. Das ist aber dann sinnfrei, wenn es keinen Anhaltspunkt gibt, dass so ein Verstoß überhaupt vorliegen könnte. Ansonsten müsste ja jeder von uns jeden Tag tausende von Unterlassungserklärungen abgeben.


"urheberrechtsverletzungen sind juristisch verboten!"

Das ist so pauschal schon mal nicht korrekt, vgl. Privatkopien, welche letztlich legitimierte Urheberrechtsverletzungen darstellen. Wirklich strittig ist der Fall auch nicht, denn eine vom Gesetz erforderliche Verfielfältigung findet, nach absoluter herrschender Meinung, nicht statt.


Letztlich ist die Diskussion aber müßig. Wie beim Fußball auch, wissen es Laien sowieso immer besser. Bis sie an der Realität scheitern. Udo Vetter gibt in diesem Falle ja auch nicht grundlos handfeste Ratschläge.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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07.12.2013 18:22 Uhr von Humpelstilzchen
 
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Die ganze Aktion ist von Vorne bis Hinten die Abzocke pur!!!
Vollkommen hirnrissig und sowas von oberbescheuert, das es schon fast komisch ist!
Die Reaktionen darüber sind noch besser!!!
Die "Kanzlei" sollte man sich schon mal vormerken! Vielleicht arbeiten die auch für die Regierung!!!
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07.12.2013 18:55 Uhr von the_reaper
 
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@Perisecor:
zitat "Nein, man verpflichtet sich darin konkret, das Urheberrecht eines ganz bestimmten Produktes nicht zu verletzen. Das ist aber dann sinnfrei, wenn es keinen Anhaltspunkt gibt, dass so ein Verstoß überhaupt vorliegen könnte."

fakt ist, wer das urherberrecht über dieses produkt besitzt. und ob du dieses durch das streaming verletzt, hast weder du zu entscheiden, noch die abmahnanwälte - sondern einzig und allein das gericht. eine abmahnung ist nicht mit einem schuldspruch gleichzusetzen.

"vgl. Privatkopien, welche letztlich legitimierte Urheberrechtsverletzungen darstellen."

privatkopien sind keine "legitimierte urheberrechtsverletzungen", sondern eine sogenannte "schranke des urheberrechts".

[ nachträglich editiert von the_reaper ]
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07.12.2013 19:03 Uhr von HellboyXS
 
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Hm es gibt doch glaube vom nem Gericht in München nen Urteil, dass Pornos keine künstlerische Leistung im Sinne der Urheberrechts sind :D

So zum Thema der Abmahnung:
Hier wurde wohl über andere Server weiter-verlinkt auf Redtube. Ergo der zwischengeschaltete Server hat diene IP und auch das Video auf das man geklickt
hat. Im Forum von Abmahnwahndreipage gibt es hierzu eine Interessante Diskussion, sollte man sich mal durchlesen.
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07.12.2013 21:27 Uhr von Marco Werner
 
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@Ich_denke_erst
Lass mich raten: RA Schutt&Waetke-->Infoscore-->RA Haas ? Hab auch schon Bekanntschaft mit diesem Gespann gemacht,ist aber inzwischen verjährt.

@Hellboy: es gibt etliche Methoden,wie man als Webseitenbetreiber an IPs kommen kann. Sei es nun über die eigenen Serverlogs,über Zählpixel oder auch über von eigenen Webseiten nachgeladene Werbebanner . Irgendwie gibts immer einen Weg. Und da Abmahner ja liebend gern von einem Umstand auf einen anderen schließen, würde es mich nicht wundern,wenn einer dieser Umwege zur "Ermittlung" der IP genutzt würde.

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