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Schweiz: Ungelernte Arbeiter bei Aldi bekommen mehr Gehalt als Elektroinstallateure

Der Lohn für Ungelernte beim Lebensmitteldiscounter Aldi-Suisse liegt bei 4.500 Franken. Facharbeiter nach vierjähriger Ausbildung, wie beispielsweise Elektroinstallateure erhalten in der Schweiz aber nur 4.200 Franken.

Auch von anderen Berufen liegt das Anfangsgehalt unter den Bezügen bei ALDI. So bekommt eine Drogistin 3.900 Franken oder eine Floristin ein empfohlenes Gehalt von 3.700 Franken. In Onlineforen hat die Veröffentlichung der Aldi-Gehälter bereits für massive Unruhe gesorgt.

Auch in Deutschland soll das Gehalt bei dem Lebensmitteldiscounter überdurchschnittlich gut sein. So sagte einmal der Firmengründer Theo Albrecht: "Wenn ich 30 Prozent mehr bezahle, bekomme ich die doppelte Leistung." Angeblich dient der Lohn auch als Druckmittel, um den Job nicht zu verlieren.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, Gehalt, Aldi
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.12.2013 11:44 Uhr von bpd_oliver
 
+52 | -4
 
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Und wahrscheinlich geht das Gejammer los, dass Aldi-Lehrlinge zuviel verdienen. Man könnte im Umkehrschluss aber auch annehmen, dass die Löhne der anderen Berufsgruppen einfach zu niedrig sind, aber das wäre wohl zu einfach.
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04.12.2013 11:45 Uhr von Azureon
 
+16 | -1
 
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4.500 Franken = 3.663 Euro

Respektables Gehalt. Aber da kenne ich mich mit dem Schweizer Finanzsystem nicht gut genug aus um zu bewerten ob das gut oder nur Durchschnitt ist. ^^
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04.12.2013 11:52 Uhr von artefaktum
 
+27 | -2
 
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Und bei uns wird schon der Teufel an die Wand gemalt, wenn man gerade mal 8,50 EUR Mindestlohn fordert. Die Leute sind genug für dumm verkauft worden.
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04.12.2013 12:04 Uhr von Katerle
 
+18 | -5
 
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die schweizer wissen halt gute arbeit zu schätzen, was hierzulande sehr oft nicht der fall ist
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04.12.2013 12:10 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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@Fuppensrosch

"Zum anderen sind 4500 Brutto in der Schweiz bei weitem kein guter Lohn (...)"

Trotzdem kann man ihn bezahlen - und darum geht´s ja.
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04.12.2013 12:34 Uhr von xarxes
 
+10 | -0
 
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Dieser Theo Albrecht scheint es verstanden zu haben.
Ein motivierter Mitarbeiter ist mehr Wert als 3 unmotivierte und ein gutes Gehalt motiviert einen Arbeitnehmer halt enorm. Da kann man auch mal Stress besser wegstecken, wenn man sich denkt "Ich bekomme 15€ die Stunde, die drüben im Edeka gerade mal 10€".
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04.12.2013 13:10 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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@ Fuppensrosch

Wer wenig verdient kann auch nicht viel bezahlen. Das liegt in der Natur der Dinge. Das rechtfertigt aber keine Hungerlöhne. Auch wenn man die Preise berücksichtigt, werden in der Schweiz deutlich bessere Löhne bezahlt. Aber so was passt einigen nicht, kann doch so schlecht schlechte Löhne bei uns rechtfertigen.
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04.12.2013 13:40 Uhr von Rychveldir
 
+1 | -0
 
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Stimmen die Zahlen wirklich? In Österreich bekommt ein Lehrling laut KV im ersten Jahr nicht einmal 500€ pro Monat, im dritten Jahr immer noch keine 1000, was übrigens auch unter dem Hilfsarbeitergehalt ist.
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04.12.2013 13:58 Uhr von ElJay1983
 
+2 | -0
 
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Vergleiche mit Österreich, bringen genauso wenig, wie Vergleiche mit Deutschland.
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04.12.2013 14:40 Uhr von Rychveldir
 
+0 | -0
 
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//edit: verlesen

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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04.12.2013 14:51 Uhr von maxyking
 
+0 | -2
 
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Nach 4 Jahren Ausbildung ist man kein Lehrling mehr. Schwachsinnige Überschrift und News allgemein.
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04.12.2013 16:17 Uhr von farm666
 
+2 | -0
 
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UND? Dank eines Tabus hier zu lande wo Gehälter intransparent sind und bleiben, werden es immer ungerechte Gehaltsunterschiede geben.
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04.12.2013 18:57 Uhr von blaupunkt123
 
+0 | -0
 
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Ist doch bei uns in Deutschland nicht anders.
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04.12.2013 19:29 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -0
 
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@ farm666
Das Tabu kommt aber nicht von ungefähr. Vielen Leuten ist offensichtlich bewußt daß sie deutlich mehr bekommen als sie verdienen. Bei mir was das eigentlich immer genau andersrum, selbst in den schlimmen Zeiten als in Berufen gearbeitet habe die ich zwar nicht gelernt, aber immer noch besser als die angeblichen Fachkräfte gemacht, habe.

Leute die ihr Geld wirklich wert sind werden nie ein Problem damit haben wenn andere wissen daß sie es auch verdienen.
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04.12.2013 20:44 Uhr von Humpelstilzchen
 
+3 | -0
 
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"Wenn ich 30 Prozent mehr bezahle, bekomme ich die doppelte Leistung."
Kaufleute können ja angeblich gut rechnen, und bei Aldi mag die Rechnung auch aufgehen! Die machen sich ja nicht gerade kaputt und stehen auch nicht am Fliessband!
In anderen Firmen werden die Leute ausgelutscht und unterbezahlt, das man sich wundern kann, das da noch keiner Amok gelaufen ist!!!
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04.12.2013 21:39 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -2
 
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Leider ist die Überschrift falsch. Es geht nicht um Aldi-Lehrlinge, sondern um ungelernte Aldi-Mitarbeiter (d.h keine Ausbildung und auch keine Ausbildung anstrebend).

"Angeblich dient der Lohn auch als Druckmittel, um den Job nicht zu verlieren."
Na sicher. Wer mehr zahlt, erwartet auch mehr.

@ azureon
"Respektables Gehalt. Aber da kenne ich mich mit dem Schweizer Finanzsystem nicht gut genug aus um zu bewerten ob das gut oder nur Durchschnitt ist. ^^"
In der Schweiz sind die Lebenshaltungskosten deutlich höher. Eine einfache Pizza ist in Zürich oder Genf kaum unter 20 Franken zu haben, es ist einfach alles teurer. Daher wird dort ein Mindestlohn von ca. 18 Euro gegenüber 8,50 Euro in Deutschland gefordert. Wenn du das Gehalt des Aldi-Mitarbeiters entsprechend skalierst, kommst du auf 1730 Euro.

@ artefaktum
"Und bei uns wird schon der Teufel an die Wand gemalt, wenn man gerade mal 8,50 EUR Mindestlohn fordert."
Das kann man nicht vergleichen, weil die Lebenshaltungskosten in der Schweiz mehr als doppelt so hoch sind. In Rumänien wird ja auch niemand einen Mindestlohn von 8,50 Euro fordern, selbst wenn es den in Deutschland gibt.
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05.12.2013 02:08 Uhr von Gimpor
 
+1 | -0
 
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In Deutschland zahlt Aldi aber auch sehr hohe Löhne (Jedenfalls im Vergleich zu anderen in der Branche). Die setzen aber auch ein recht hohes Maß an ihrer Mitarbeiter. Hier in der Gegend hat Aldi mit großem Vorsprung die schnellsten Kassen!
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05.12.2013 08:02 Uhr von jpanse
 
+1 | -0
 
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Aldi stellt aber in der Schweiz niemanden zu 100% ein, maximal 70%, somit ist der Lohn ein Hohn da man ihn nicht erreicht.

Anderes Beispiel...Eine Kollegin wohnt mir ihrem Mann in einer Wohnung die 2800 CHF im Monat kostet...ihr Gehalt geht für die Miete drauf...sie schafft bei Aldi und kommt nicht auf 4500 CHF, dass wurde nur Medienwirksam gut verkauft...

Aber...es ist vieles teurer aber nicht alles...trotzdem bleibt, trotz hoher Mieten und Lebenshaltungskosten, bei mir im Monat mehr übrig als ein Kollege in einem vergleichbaren Job in DL im Monat verdient...
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05.12.2013 08:46 Uhr von perMagna
 
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"Angeblich dient der Lohn auch als Druckmittel, um den Job nicht zu verlieren."

Da liegt der Hase im Pfeffer. Dem Mann geht es in keinster Weise um gerechte Bezahlung der Mitarbeiter. Ich bin mir sicher, dass das durch findige Buchhalter und Mathematiker genaustens durchkalkuliert worden ist.
Aber bei Aldi herrscht ja wirklich niemals Ruhe. Da schafft eine Kassenkraft mindestens das Doppelte an Kunden als eine bei REWE. Man wird ja förmlich rausgekehrt.
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05.12.2013 19:27 Uhr von Olington
 
+2 | -1
 
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Deswegen bin ich als "Strippenzieher" in die Schweiz ausgewandert und verdiene als Bauleiter Elektro ein Gutes Gehalt von knapp 6000 CHF + Spesen und Firmenwagen. Was jedem anderen mit guten Sach und Fachkentnissen auch offensteht!. Gute Leistung wird in der Schweiz honoriert und nicht wie in Deutschland als Selbstverständlichkeit angesehen. Kaum reichte ich einem deutschen Chef einer deutschen Firma den kleinen Finger schon war der ganze Arm ab!. Mehrleistung wird in Deutschland nicht honoriert sondern bestraft, weswegen die meisten getreu dem Motto arbeiten: Dummstellen schafft Freizeit, kann ich nix, muss ich auch nicht mehr arbeiten und bekomme das gleiche wie mein Kollege der sich den Arsch aufreisst...
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05.12.2013 22:09 Uhr von