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Indien: Mann zieht 29 Jahre lang wegen Kündigung von Gericht zu Gericht

Es war im Jahr 1984, als der indische Postbote Umakant Mishra von einem Kollegen des Diebstahls beschuldigt wurde.

Es ging um ca. 68 Cent, dennoch wurde er suspendiert und kämpft seitdem um seine Rehabilitierung.

Der Mann zog vor Gericht und das Verfahren dauerte 29 Jahre, doch nun ist klar: Mishra ist unschuldig. "Wir haben alles verloren, uns das Geld zum Leben zusammengeborgt", so Mishras Frau. "Wir lebten so lange mit dem Stigma und finanziellen Schwierigkeiten, dass unsere Zukunft zerstört ist."


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Mann, Gericht, Diebstahl, Indien
Quelle: www.express.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.12.2013 14:05 Uhr von El_Caron
 
+6 | -3
 
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Äh, ja, "wegen 68ct." ... Blödsinnige Überschrift.
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03.12.2013 14:41 Uhr von Akira1971
 
+2 | -1
 
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Die 68 Cent waren nur der Auslöser. Der Mann wurde daraufhin "suspendiert" und hat dank der damit verbundenen Verleumdung (wie sich jetzt herausgestellt hat) seinen Job verloren.

Dass er Recht bekommen hat wird nur ein später Trost für ein zerstörtes Leben sein. Ich hoffe der Mann wird gut entschädigt, wage es aber zu bezweifeln.
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03.12.2013 15:02 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -3
 
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Das Problem ist, dass die Inder dann ein Stigma haben und 29 Jahre lang jammern und zur Untätigkeit verdammt sind.
Jeder andere würde sofort einen anderen Job in einer anderen Branche machen - und die Sache wäre erledigt.
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03.12.2013 15:53 Uhr von Rychveldir
 
+7 | -0
 
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Es ging offensichtlich um wesentlich mehr als 68 cent. Außerdem darf man davon ausgehen, dass 68 cent 1984 in Indien deutlich mehr wert waren, als heutzutage in Deutschland.

Überschrift ist offensichtlich falsch und reißerisch formuliert.
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03.12.2013 17:45 Uhr von bigpapa
 
+4 | -2
 
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Es geht ums Prinzip und die Ehre.

Die Summe ist völlig unwichtig.

Ich hatte ein ähnlichen Fall das mir ein Unternehmen 1,80 DM zu viel abgebucht hat. Ich habe die 6 Monate genervt. Die Dame an der Hotline hat genau so reagiert wie viele hier.

Mein Kommentar war : "Wenn ich ihnen 1.80 gebe, würden Sie dann mit mir ausgehen. Vermutlich nicht. Und nun stellen sie sich einfach mal vor, ob sie auch nein sagen würden, wenn sie von jeden Kunden des Unternehmens 1.80 bekommen würden, nur damit sie mit mir ausgehen. "

Nach kurzer Überlegung sagte die Dame. : "Wow, jetzt verstehe ich sie". Ich hatte mein Geld dann bekommen.

Fakt ist einfach. Der Mann war immer ehrlich und ist nicht bereit sich abzocken und als Dieb hinstellen zu lassen.

Davon abgesehen, schon mal versucht ein Job zu bekommen, wenn in der Akte steht, "Wegen Diebstahl AM ARBEITSPLATZ gefeuert."

Es gibt in Deutschland genug Leute die wegen gewisser Formulierungen im Zeugnis schon vor Gericht gezogen sind.
Ich vermute allerdings das in Indien die Gerichte noch lahmer sind als bei uns :)

Gruß

BIGPAPA
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03.12.2013 21:44 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -1
 
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@ bigpapa
Nein, die Summe ist nicht unwichtig. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Summe für dich existenziell war, und wenn es um eine existenzielle Summe geht, ist das definitv etwas anderes.
Im Fall des Inders kann ich das ganze jedoch nachvollziehen, weil es um seinen Ruf ging. In deinem Fall ist es meines Erachtens einfach nur rechthaberisch und pedantisch - in Deutschland leider nicht ungewöhnlich.
Wenn du nicht zumindest Hinweise (von *Be*weisen will ich gar nicht reden), dass das Unternehmen die Abbuchung absichtlich und bei vielen Kunden vorgenommen hat, dann hinkt dein Vergleich zudem gewaltig. Genau genommen hinkt er sogar, wenn du diese Hinweise oder Beweise hattest, denn: würde sich ihre Entscheidung, ob sie mit dir ausgeht oder nicht, ändern, nur weil ein paar Leute meinen, sich groß aufspielen zu müssen?
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04.12.2013 14:14 Uhr von bigpapa
 
+1 | -0
 
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@ TheRoadrunner

Du verstehst es einfach nicht oder.

Ok ich versuche es nochmal. Die Telekom z.b. : Wenn man den Anbieter wechselt hat man i.d.R. noch ein Guthaben bei denen weil man die Grundgebühr ja im vor raus bezahlt. Die meisten Bürger (auch ich) hatten den eine Einzugsermächtigung erteilt.

Als der Vertrag zu Ende war, habe ich erwartet, das die das überschüssige Geld AUTOMATISCH zurücküberweisen.

Als nix kam, hab ich da angerufen. Die Antwort von der Hotline. : "Das machen wir nie, wir senden es erst zurück wenn der Kunde das will".

Nun frag ich dich mal 2 Dinge. Wieso geht das nicht automatisch. Und wie viel Geld liegt bei der Telekom rum weil der Kunde wie ich einfach denkt die schicken das zurück, oder es vielleicht sogar vergisst sich zu melden.

Bei mir ging es da um ca. 35 Euro .

1.80 DM sind genau so wenig "existenzbedrohend" wie 35 Euro.

Aber es ist MEIN GELD und NIEMAND behält mein Geld.

Reche so eine Summe mal hoch. Das Geld was dann auf den Konto liegt, legst du mit Tagesgeld-Zins an. Da von können dann eine Menge Leute ein normales Leben führen.

Und überlege doch bitte mal, welche Summen sich da anhäufen, wenn Leute dieses Kleingeld nicht beachten.

Ich gebe dir mal ein Tip. Es läuft aktuell seit einiger Zeit die sehr positive Aktion "Aufrunden bitte" wo man an der Kasse Centstücke (Kupfer) spenden kann. Diese paar Cent haben schon einige 100.000 Euro an Spendengeldern gebracht.

Und damit merkt man eins. KLEINVIEH MACHT AUCH MIST.

Aber ich wette du regst dich auch nicht auf wenn der Benzinpreis um 10 Cent steigt. Ist doch nicht Existenzbedrohende diese Summe.

Ich hoffe ich habe dir verständlich gemacht, wieso die Summe selbst unwichtig ist.

Gruß

BIGPAPA
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04.12.2013 20:33 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -0
 
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@ bigpapa
Ich verstehe deine Argumentation sehr wohl, da ich mich auch in andere Menschen hineinversetzen kann. Leider ist das nicht allen möglich.

"Aber es ist MEIN GELD und NIEMAND behält mein Geld."
Schau, und da denken wir verschieden. Ich habe mal den Handytarif gewechselt und hatte noch ein Guthaben auf der alten Karte. Ich sollte sie einschicken (was ich getan habe) um das Restguthaben erstattet zu bekommen, was aber nie geschehen ist. Nun ist es mir persönlich nicht endloses Hängen in der Warteschleife, Ärgernis, Telefongebühren und am Ende vielleicht noch einen Prozess wert, dass ich diese 5 Mark wieder bekomme.
Andererseits hatte ich mit einer Telefonfirma mal einen Streit, in dem es um rund 200 Euro ging, und die habe auch ich so lange (immerhin 9 Monate) genervt, bis ich mein Geld hatte.

"Reche so eine Summe mal hoch."
Kann ich machen. Sagen wir, dass 1000 Kunden im Monat so (d.h. nicht zum Ende der Vorauszahlung, wie ich persönlich das sinnvoll fände) kündigen, sich nicht beschweren, und die Telekom so durchschnittlich 35 Euro ´einnimmt´. Das macht also 420000 Euro im Jahr. Klingt viel, ist aber bei einem Unternehmensumsatz von 58 Milliarden Euro weniger als 0.001% und somit vernachlässigbar.

"Das Geld was dann auf den Konto liegt, legst du mit Tagesgeld-Zins an. Da von können dann eine Menge Leute ein normales Leben führen."
Bei dir ist schon angekommen, dass die Inflation derzeit deutlich höher als der Tagesgeld-Zins oder auch jeglicher sicherer Zins ist?

"Ich gebe dir mal ein Tip. Es läuft aktuell seit einiger Zeit die sehr positive Aktion "Aufrunden bitte" wo man an der Kasse Centstücke (Kupfer) spenden kann. Diese paar Cent haben schon einige 100.000 Euro an Spendengeldern gebracht."
Ja, das ist eine bundesweite Spendenaktion, die wohl sogar ca. 1 Million Euro pro Jahr bringt. Klingt erstmal viel, als bundesweite Spendenaktion sollte man es aber auch mit dem bundesweiten Spendenaufkommen vergleichen. Das liegt bei jährlich rund 4 Milliarden Euro, das "Aufrunden" macht also weniger als 0,1% aus. Ich für mich selbst habe mal ausgerechnet, wie oft ich einkaufen und "aufrunden" müsste, um das zu spenden, was ich in diesem Jahr gespendet habe - und musste da doch sehr schmunzeln.
Das beste kommt aber noch: bei dieser einen Million ist noch der ganze logistische Aufwand abzuziehen - irgendjemand muss das Geld ja einsammeln, zählen, verbuchen... ich möchte nicht wissen, wieviel (oder wenig) da am Ende übrig bleibt. Natürlich kann es sein, dass die beteiligten Unternehmen dafür Kräfte zur Verfügung stellen - schließlich ist das ja im Grunde eine reine Image-Kampagne: "kauft bei uns ein, damit ihr euer Wechselgeld spenden könnt".
Und es funktioniert ja - schließlich gibt es ja auch Leute, die Krombacher trinken, weil sie meinen, *damit* den Regenwald zu retten. Ein netter Artikel dazu:
http://www.ltrebing.de/...
Also lieber 10 oder 20 Euro im Jahr für den Regenwald spenden und dafür das Bier trinken, das einem schmeckt und vielleicht noch günstiger ist. So hat jeder was davon - außer natürlich Krombacher.

"Aber ich wette du regst dich auch nicht auf wenn der Benzinpreis um 10 Cent steigt. Ist doch nicht Existenzbedrohende diese Summe."
Natürlich nicht, warum sollte ich mich über Dinge aufregen, auf die ich ohnehin keinen Einfluss habe? Ich tanke nachmittags statt morgens (hier teilweise 8 Cent Unterschied), vergleiche die Preise verschiedener Tankstellen, und versuche das Tanken zur Ferienzeit zu vermeiden. Aber *aufregen* werde ich mich darüber sicher nicht.

Ich hoffe, dass es nun auch dir gelingt, ein wenig über den Tellerrand hinauszuschauen und Zahlen in den richtigen Relationen zu betrachten.

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