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USA: Internethändler fordert 3.500 Dollar Strafe wegen schlechter Kundenrezension

Ein Ehepaar aus den USA bestellte beim Internethändler "KlearGear.com" einen Artikel, dieser wurde allerdings nie ausgeliefert. Darauf hin schrieben sie in ihrer Rezension von einem "grauenvollen Kundenservice".

Fünf Jahre später bekamen sie eine E-Mail vom Händler in der dieser einen Schadensersatz in Höhe von 3.500 Dollar fordert. In der E-Mail beruft der Händler sich auf eine versteckte Klausel auf seiner Website, die Käufern Rufschädigendes verhalten untersagt.

Als das Ehepaar die Summe nicht bezahlte, meldete der Händler dies, wodurch die Kreditwürdigkeit der Paares drastisch herabgestuft wurde. Nun verklagen sie selbst den Händler auf 75.000 Dollar Schadensersatz.


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WebReporter: Meister89
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Dollar, Strafe, Paar
Quelle: www.heise.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.12.2013 10:56 Uhr von Delios
 
+37 | -3
 
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Das Recht auf freie Meinungsäußerung kann keine Vertragsklausel aufheben.
Zumal... wenn der Händler die Möglichkeit der Kundenrezension anbietet, muss er damit rechnen auch mal negative Kritiken zu bekommen.

Und mal abgesehen davon: 5 Jahre später? Zumindest hier in Deutschland verjähren Vertragsfristen nach spätestens 3 Jahren.
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02.12.2013 11:36 Uhr von brycer
 
+15 | -0
 
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Wenn der bestellte Artikel tatsächlich nie ausgeliefert wurde, dann ist der Kundenservice ja auch grottenschlecht.
Das Paar hatte also die Wahrheit in der Rezension geschrieben.
Es war also kein rufschädigendes Verhalten (mit der Wahrheit kann man den Ruf eines anderen nicht schädigen - er tut es selber ;-P)

Dass der Händler sich ´auf den Schlips getreten´ fühlt und dann so reagiert, das ist schon sehr weit übers Ziel hinaus geschossen.
So hat er den Ruf des Paars geschädigt, nur weil sie seine ungerechtfertigte Forderung nicht bezahlen wollten.
Das hat nichts mit fehlender Kreditwürdigkeit zu tun - viel mehr mit Rechtsverständnis - was dem Händler wohl fehlt. ;-)
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02.12.2013 12:24 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -2
 
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Eine sehr einfache Firma (auf der Internetseite sieht man die Firma), wo ich bereits aufgrund der Internetseite (Typ Microsoft FrontPage im Stil der 1990er) schwerste Bedenken hätte etwas zu kaufen.

Das sagen andere:
Wow that was the worst publicity since the hindenburgh for air travel. Unless they are making good money from fining people what were they thinking. Who in their right mind would deal with them now. Wtf. If a company contracts you out of the right to review their bad service then they are saying WE HAVE SOMTHING TO HIDE.

und noch mehr auf:
http://www.sitejabber.com/...
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02.12.2013 12:30 Uhr von dash2055
 
+3 | -0
 
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Das Design ist wirklich nicht mehr ganz 2013, finde es aber noch im Rahmen, gibt schlimmeres.

Schöner Gegenschlag vom Ehepaar, wünsche den beiden viel Glück.
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02.12.2013 12:40 Uhr von xDP02
 
+7 | -1
 
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Mich wollte mal jemand wegen Unterstellung falscher Tatsachen dranbekommen.
Ich wollte damals eine brandneue Grafikkarte bestellen und da sie in allen gängigen Shops nicht lieferbar war, versucht ich mein Glück bei einem Idealo Anbieter der sie angeblich auf Lager hatte.

Erst sollte man für drei (wohlgemerkt) Vorab-Rezensionen die Portokosten sparen, welche man dann auch gleich bei der Überweisung abziehen sollte. Gesagt getan doch kam nie etwas an, ich fragte mehrfach nach, wurde hingehalten und irgendwann sprachen sie mich auf fehlendes Porto an. In der Tat stand im nachhinein sehr versteckt, dass man lediglich 1€ sparen würde.
Naja, ich habe bestellt als sie vorrätig war, es wurde gesagt sie wird für mich zurückgelegt, doch bekam ich nach widerum mehrmaligen fragen die Antwort, das sie im Moment nicht mehr verfügbar wäre, aber nachbestellt ist.
Die Seite zeigte konstant "verfügbar" an.

Nach einigem Hin und Her habe ich mir mein Geld zurück erstritten, doch die Portokosten nie erstattet bekommen.
Also besuchte ich diese 3 Bewertungsportale und schrieb, das dieser Shop vermutlich Ware fälschlicherweise als Verfügbar deklariert und im Nachhinein erst die Bestellung beim Produzenten aufgibt.

Das fand dieser Shop nun garnicht lustig und schickte mir erstmal eine Mail die ich als Spam betrachtete, war der Absender doch Anwalt1@anwalt.com oder so ähnlich.
Irgendwann kam dann ein Mahnbescheid von diesem Anwalt mit nicht gerade niedrigen Forderungen.
Die Verbraucherzentrale wollte mir nicht helfen und so versuchte ich mit dem Anwalt zu diskutieren, welches amüsant war, aber ein Laie wird natürlich von einem Abzock Anwalt in den Boden gestampft.
Nunja, ich entschloss mich es darauf ankommen zu lassen, wünschte viel Spaß und ich warte mittlerweile schon etwa 2+ Jahre auf einen Gerichtstermin.
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02.12.2013 12:43 Uhr von Samael70
 
+3 | -0
 
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Verstößt gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und das rufschädigende Verhalten ging vom Internethändler aus.

[ nachträglich editiert von Samael70 ]
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02.12.2013 13:43 Uhr von Peter323
 
+3 | -0
 
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andere Länder andere Sitten.

Was in Deutschland normal und rechtens ist, ist das noch lange nicht in den USA oder einem anderen Land.
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02.12.2013 14:05 Uhr von Samael70
 
+2 | -0
 
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In den USA ist es im 1. Zusatz der Bill off Rights geregelt.

Auszug aus Wikipedia:

USA

In den USA gehört die Meinungsfreiheit (englisch freedom of speech) als 1. Zusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika zu den Bill of Rights der Verfassung der Vereinigten Staaten. Dieses Recht wird dort traditionell sehr weit ausgelegt und schützt teilweise auch Äußerungen, die in anderen Ländern als Volksverhetzung, Angriff auf die Verfassung oder Anstiftung zu Straftaten gelten würden.

“Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the free exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the Government for a redress of grievances.”

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