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Hamburg: Polizist entfernte Punk die Piercings mit Seitenschneider - Bewährung

Vor dem Amtsgericht Hamburg musste sich am heutigen Donnerstag ein 32-jähriger Polizist wegen Sachbeschädigung verantworten. Er hatte im Juni 2011 dem 26-jährigen Punker Niklas L. auf der Polizeiwache die Piercings mit einem Seitenschneider abgeschnitten.

Niklas L. wurde in jener Juninacht in Handschellen zur Davidwache gebracht, weil er Tische in einem Kiez-Club mit einem Edding beschmiert haben soll. Auf der Wache weigerte sich der Veranstaltungs-Techniker, seine Piercings zu entfernen.

Daher griff der Polizist zum Seitenschneider und knipste sie ab. "Die haben mich über den Boden geschleift, an meiner Kette gezogen, meine Ringe abgeschnitten", erinnert er sich heute. Der Punk erstattete daraufhin Anzeige wegen Sachbeschädigung. Das Urteil: 900 Euro Geldstrafe auf Bewährung.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hamburg, Urteil, Polizist, Bewährung, Punk, Sachbeschädigung
Quelle: www.bild.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.11.2013 16:36 Uhr von Sarkast
 
+53 | -43
 
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Geldstrafe auf Bewährung? Das ist lächerlich, kommt einem Freispruch gleich.

Das Gesetz sollte alle schützen, egal ob Punk oder Nadelstreifenträger. Traurig, das ausgerechnet ein Polizist das nicht weiß.

Hier hätte ein Exempel statuiert werden müssen, um der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass wir vor dem Gesetz alle gleich sind. Der Polizist hätte darüber hinaus auch noch ein Disziplinarverfahren verdient.

Manchmal echt traurig, unsere Rechtsprechung.
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28.11.2013 16:38 Uhr von Perisecor
 
+24 | -42
 
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28.11.2013 16:43 Uhr von Hirnfurz
 
+24 | -19
 
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Dann würd ich dem Typ aber auch ne Rechnung für die Reinigung der beschmierten Tische schicken - 900 Euro ohne Bewährung...

Mann Mann Mann, mit was sich die Justiz rumschlagen muss. Hat die Polizei nichts besseres zu tun?

Aber das Verhalten des Polizisten kann ich nicht nachvollziehen. Warum mussten die Piercings weg, ist das Standardvorgehen? Wenn ja, dann finde ich das Urteil nicht ok. Wenn nein, dann spräche das für Behördenwillkür und dann ist das Urteil ok.
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28.11.2013 16:57 Uhr von Slingshot
 
+26 | -5
 
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In der News fehlt was wichtiges: warum sollte er die Piercings abnehmen? Wenn der Typ meint, er muss Metall in der Fresse haben, dann soll er das doch tun? Ich mein, er hat ja mit Sicherheit kein 30 cm Kampfmesser als Piercing gehabt.
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28.11.2013 17:01 Uhr von Sarkast
 
+8 | -8
 
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@ Perisecor:

Jetzt, wo Du es schreibst, mag für einige doof klingen, die weniger der deutschen Sprache mächtig sind. Entschuldige bitte.

Es gibt tatsächlich mehrere Synonyme für Exempel, ich meinte hier: "abschreckendes oder in diesem Zusammenhang vorbildliches Beispiel"

Statuieren bedeutet: "aufstellen, festsetzen, bestimmen"

Während ich das hier erkläre, frage ich mich plötzlich, wer hier eigentlich doof ist......
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28.11.2013 17:25 Uhr von GulfWars
 
+8 | -19
 
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28.11.2013 17:26 Uhr von Hasskappe
 
+14 | -15
 
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es ist traurig dass Polizisten wegen so etwas bestraft werden. Lässt man das Metall drin und der Gefangene verletzt sich werden die Polizisten auch
bestraft...
Was für ein Drecksjob! Für das bischen Geld müssen die Polizisten sich mit menschlichem Abfall abgeben und stehen dann auch noch vor Gericht.
Armes Deutschland!
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28.11.2013 17:46 Uhr von Mike_Donovan
 
+0 | -5
 
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lol
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28.11.2013 18:40 Uhr von Yoshi_87
 
+10 | -8
 
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Klar ist es verboten Tische zu beschmieren, klar sollte er das bezahlen. Aber warum um Himmels Willen musste der Polizist die Piercings entfernen?

Mit so einem Fehlverhalten beweist er nur das er den falschen Beruf hat da er sich scheinbar nicht an geltendes Recht halten will. Als Polizist mit Vorbildfunktion absolut untragbar.
Dazu kommt das ich mir so eine Aktion nicht unbedingt ungefährlich vorstelle, der hätte den mann auch verletzten können.

Ist schon arg traurig wie extrem rechts die meisten hier im Kopf sind.
Polizeibrutalität zu fordern ist nicht gut Leute, schreibt euch das mal hinter die Ohren.
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28.11.2013 18:46 Uhr von der_trompete
 
+5 | -5
 
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900€ und auf Bewährung? Für einen Gesetzesbruch der Exekutive in Ausführung des Dienstes eine Beleidigung.
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28.11.2013 18:56 Uhr von Elchmeister
 
+5 | -7
 
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@Yoshi_87
Endlich mal ein Kommentar, dem ich zustimmen kann. :-)
Anhand der Kommentare auf SN merkt man leider recht häufig, wessen Geistes Kind die meisten User sind.

@GulfWars
Du wärst ein Spitzenaufseher in diversen Internierungslagern. Ich denke, da würden sich Leute wie du pudelwohl fühlen.
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28.11.2013 20:05 Uhr von Katatonia
 
+9 | -2
 
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Was für ein Niveau hier mal wieder herrscht. Interressant, dass die werten Foristen alle genau wissen, dass der besagte Niklas. L. Tische beschmiert hat, obwohl genau das gar nicht Bestandteil des Verfahrens war und es ihm auch nicht nachgewiesen werden konnte.

Viel gehaltvoller ist übrigens diese Quelle:

http://www.mopo.de/...

Wieso hierbei kein Tatbestand der Körperverletzung festgestellt wurde, bleibt mir schleierhaft. Eigentlich hätte in diesem Fall nur ein herbei gerufener Arzt das Ganze entfernen dürfen. Der muss wohl auch da gewesen sein, immerhin wird bei diesen Promillegrenzen immer Blut abgenommen.

Und man sehe sich den besagten Polizisten an.
Ob eine besagte Verletzungsgefahr bei Piercings vorliegt, kann verneint werden. Es sei denn, der besagte Polizist entfernt sie. Und genau das ist das Absurde. Der Polizist entfernt den Schmuck mit der Begründung der Gefährdung, führt aber stattdessen selbst eine massive Gefährdung herbei.
Zudem ging es hier wohl nicht um ein Piercing im Mundraum, sondern wie dokumentiert am Kopf.

Übrigens der letzte Satz des Mopo-Artikels verdeutlicht das Fehlverhaltens des Polizisten am Besten:

" Das Ohrring-Knipsen war Sachbeschädigung, sagt die Staatsanwältin: „Es gibt ja auch Genitalpiercings, nehmen Sie das auch raus?“ Der Angeklagte: „Es wird ja nicht jeder entkleidet.“"
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28.11.2013 20:21 Uhr von Krambambulli
 
+5 | -4
 
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Ich finde es sehr human von diesem Polizisten einen Seitenschneider benutzt zu haben.Man hätte es auch zwischen Daumen und Zeigefinger hinbekommen.
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28.11.2013 20:39 Uhr von GaiusBaltar
 
+4 | -3
 
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Richtig so! Denn wie jeder normale CDU oder NDP Wähler weiss: "Piercings töten"
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28.11.2013 21:57 Uhr von ms1889
 
+5 | -3
 
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solche polizisten müssen sehr viel härter bestraft werden, da sie straftaten im amt verüben.
in diesem fall würde ich sagen: wenn er bewährung möchte, muß er dem opfer 1 jahresgehalt als strafe zahlen.
nur sehr hartes vorgehen wird solche unangemessenen und meist rechten taten verhindern.
das gericht in hamburg würde ich als befangen und als mittäter verurteilen, da sie betrug am rechtssystems betreiben bei staatsbediensteten.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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28.11.2013 23:21 Uhr von Katatonia
 
+2 | -2
 
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@Mister-L

Wo kann man in einer Zelle irgendwo hängen bleiben? Hast du überhaupt schon mal solch eine Gewahrsamszelle gesehen? Und meinst du nicht auch, dass diese per se schon ohne Gefahrenstellen ausgestattet ist, damit eben keine Gefahren oder Suizide möglich sind?

[ nachträglich editiert von Katatonia ]
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29.11.2013 07:55 Uhr von hugrate
 
+3 | -0
 
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@ GulfWars

made my day. lange nicht mehr so gelacht.

sollte das kein - durchaus ulkig formulierter - witz sein, dann erlaube mir bitte diesen ausdruck, halt die fresse und lösch deinen account.
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29.11.2013 08:22 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -5
 
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@ms1889
Ich würde dir empfehlen vor dem Posten das trinken von alkoholischen Getränken in offenbar großen Mengen zu unterlassen.


1. Piercings sind bei einer Verhaftung aufgrund ihrer Verletzungsgefahr abzunehmen!
2. Weigert man sich, übernimmt dies ein Polizeibeamter!!

Er ist hier auch nicht verurteilt worden weil er dem "Opfer" weh getan hat, sondern weil er die Piercings beschädigt hat


[...]nur sehr hartes vorgehen wird solche unangemessenen und meist rechten taten verhindern. [...]
Was ist daran rechts?
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29.11.2013 10:00 Uhr von Sarkast
 
+1 | -1
 
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Interessante Kommentare hier...

Ich vermute, die meisten der Verfasser kennen Gesetze - oder zumindest das Grundgesetz - noch weniger, als der Hamburger Polizist.
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29.11.2013 10:28 Uhr von Maedy
 
+2 | -0
 
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reißerische Überschrift-aber ja normal bei BILD. Wenn jeder mit Piercing im Gesicht oder Farbe im Haar sonst wo ein Punk ist,dann sind das unheimlich viele Menschen.Aber wer schreibt schon Veranstaltungstechniker-wäre ja nicht auffällig genug.
Ich stelle mir grad vor wie das hätte ausgesehen ,wenn BILD das 2011 frisch auf den Tisch bekommen hätte...dann wäre der Punk ein Opfer und man würde von Polizeigewalt etc sprechen. Ich bin so begeistert von solchen News.
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29.11.2013 11:05 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -4
 
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@Sarkast
Im Gesetz steht z.B verankert dass man den Anweisungen des Polizisten Folge zu leisten hat.

Es steht auch geschrieben dass zum Schutz vor Verletzungen Piercing und sonstiger Schmuck abzulegen ist.

Weigert man sich ist der Polizist berechtigt die Anordnung durchzusetzen. Auch wenn er dem Punker dafür weh tun muss.

Er darf nur nicht mutwillig Piercings oder sonstiges kaputt machen.

Dies war der einzige Fehler hier
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29.11.2013 11:27 Uhr von Sarkast
 
+3 | -0
 
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@ PeterLustig2009

Es steht geschrieben....., wo denn?
Beim nächsten Posten von solchen Weisheiten bitte Quellenangabe.

Hier ist meine Quellenangabe:

http://www.bundestag.de/...

Auch wenn in irgendwelchen Richtlinien oder Arbeitsanweisungen andere Verhaltensregeln stehen, das Grundgesetz steht über allen anderen Gesetzen. Nicht nur die Legislative und Judikative, sondern auch und ganz im Besonderen die Exekutive sollte das wissen.
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29.11.2013 13:15 Uhr von Katatonia
 
+3 | -0
 
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@PeterLustig2009

Piercings hat man selbstverständlich nicht abzunehmen. Das geht allein praktisch schon gar nicht. Die Dinger bekommst du ohne entsprechendes Werkzeug gar nicht mehr wieder angesteckt und allein die Kugeln sind so klein, dass sie schnell verloren gehen können. Nicht ein mal in der geschlossenen Psychiatrie mit eigener Suizidgefahr müssen per se Piercings heraus genommen werden. Auch nicht in Krankenhäusern. Es sei denn, die technischen Geräte der Untersuchung erfordern dies. Eben weil sie viel zu klein sind und keine Gefahr darstellen können.

Dies alles bestätigt sogar noch mal die Staatsanwältin mit ihrer amüsanten Frage.

Ich möchte mal einen Polizisten sehen, der das Intimpiercing einer Frau oder eines Mannes entfernt...

>>"Es steht auch geschrieben dass zum Schutz vor Verletzungen Piercing und sonstiger Schmuck abzulegen ist."<<

Wo genau? Ich kann nichts finden.
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29.11.2013 14:10 Uhr von Dracultepes
 
+4 | -0
 
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Solche Menschen gehören nicht in den Job eines Polizisten, rauswerfen und fertig.

Eine Schande was für Abschaum in dem Job arbeiten darf.

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